Felix Gall ist zum zweiten Mal Sportler des Jahres in Österreich. Der Radprofi, Zweiter beim Giro d’Italia und Dritter bei der Vuelta, setzte sich bei der von der Sportjournalistenvereinigung Sports Media Austria (SMA) durchgeführten Wahl vor Snowboard-Olympiasieger Alessandro Hämmerle und dem Nordischen Kombinierer Johannes Lamparter durch. Skeleton-Olympiasiegerin Janine Flock ist Sportlerin des Jahres, der NIKI-Award für das Team des Jahres 2026 ging an den LASK.

Gall, dem diese Ehre bereits 2023 nach seinem Etappensieg und fünftem Gesamtrang bei der Tour de France zuteil geworden war, kam auf 1.321 Punkte, er wurde insgesamt 156 Mal auf Platz eins gewählt. Der zweitplatzierte Hämmerle, der im Februar in Italien sein zweites Olympiagold eroberte, auf 802 (52) und der dreifache Olympia-Medaillengewinner und Gesamtweltcupsieger Lamparter auf 501 (12). Der 28-jährige Gall nahm die Trophäe am Donnerstag bei der Lotterien Sporthilfe-Gala in der Wiener Stadthalle aus den Händen von Vorjahressieger Daniel Tschofenig entgegen.
„Ich bin nicht zum ersten Mal da, aber es ist ein unglaublicher Moment, eine Riesenehre, dass ich da stehen darf“, sagte Gall. „Es war mein erfolgreichstes Jahr, ich bin extrem zufrieden damit“, meinte der Osttiroler. Er nehme die Auszeichnung für den österreichischen Radsport entgegen „für alle, die die Daumen drücken für mich, die mitfiebern“.
Auch Flock setzte sich bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres 2026 mit 159 ersten Plätzen und 1.389 Punkten klar gegenüber der Skirennläuferin und Riesentorlauf-Kugelgewinnerin Julia Scheib (707/42) und der Mountainbikerin Valentina Höll (571/28), die sich heuer neuerlich den Weltmeistertitel und Weltcup-Gesamtsieg im Downhill geholt hatte, durch. Die Tirolerin, die im März im Eiskanal von Cortina zu Olympia-Gold gerast war, folgt bei ihrem Premierensieg auf Skirennläuferin Stephanie Venier.
Eine „sprachlose“ Flock bekam die Trophäe von Marlies Raich überreicht. „Es ist eine Wertschätzung nicht nur für meinen Weg, sondern auch für die Sportart, die ich mache. Es ist eine Nischensportart. Da stecken so viele Menschen dahinter, die den Sport auch sichtbar machen“, sagte Flock. „Danke für alles.“
Viermal war sie davon bereits unter den Top drei bei der Wahl gewesen. Seit 2010 kamen bis auf drei Ausnahmen - 2020 Ivona Dadic/Leichtathletik, 2021 Anna Kiesenhofer/Radsport, 2024 Victoria Hudson/Leichtathletik - alle Siegerinnen aus dem Wintersport.
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