Mehr als 120 Interessierte lockte der Veranstaltungsabend „Wer entscheidet morgen? KI zwischen Innovation und Verantwortung“ in die Räumlichkeiten des MCI Campus Lienz. Der Abend, zu dem die ARGE „Vordenken für Osttirol“ und das MCI am 13. Oktober geladen hatten, beschäftigte sich mit Künstlicher Intelligenz aus technologischer, wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und ethischer Perspektive.




In seinem Impulsvortrag betonte KI-Stratege und Autor Markus Kirchmair, dass KI längst über einzelne Tools hinausgeht. Der Trend bewege sich in eine Richtung, wo Systeme nicht nur auf einzelne Befehle reagieren, sondern ganze Aufgaben übernehmen, Zwischenschritte planen und Ergebnisse selbst überprüfen.

Kirchmair konstatierte einen Wandel vom Prompten zum Delegieren, bei dem der Mensch Ziele, Regeln und Rechte definiert, aber die KI innerhalb dieser Leitplanken weiter arbeitet. Entsprechend wurde eine Zukunft skizziert, in der KI-Agenten mehrere Arbeitsschritte über verschiedene Systeme hinweg übernehmen.
Gleichzeitig warnte der Referent davor, Geschwindigkeit mit Sorglosigkeit zu verwechseln. Je mehr Aufgaben an KI delegiert werden, desto wichtiger werden Datenschutz, Zugriffsrechte und klare Verantwortlichkeiten.
Zahlreiche Publikumsfragen
In der anschließenden Diskussion legten Barbara Klammer, Robert Weitlaner, Bernd Heidacher und Markus Kirchmair ihre Perspektiven dar, bevor das Publikum im Zuge einer offenen Fragerunde auf Veränderungen in der Arbeitswelt, Datenschutz, Transparenz und Gefahren im Zusammenhang mit KI einging.

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