Die Liste Fritz will bei der kommenden Landtagswahl kräftig zulegen: „15 Prozent sind unser ehrgeiziges Ziel. Wir wollen stärker werden und mitreden, wenn es um die Zukunft Tirols geht. Gestalten kann man in der Opposition und in der Regierung. Regieren ist für uns aber kein Selbstzweck und schon gar nicht um jeden Preis“, betont Spitzenkandidatin Andrea Haselwanter-Schneider in einer Aussendung nach dem „Bürgertag“ der Liste am 17. Oktober in der Villa Blanka.

Bemerkenswert ist die indirekte Klarstellung, dass man sich auch eine Koalition mit der FPÖ vorstellen könne. Im Politdeutsch liest sich das so: „Wir stellen uns dem Dialog und suchen jene Konstellation in der wir möglichst viel von unseren Inhalten für die Tirolerinnen und Tiroler umsetzen können. Entscheidend ist nicht, wer mit wem kann, sondern was am Ende für Tirol herauskommt“, sagt Haselwanter-Schneider. Auch die interne Mitgliederbefragung zeige kein eindeutiges Koalitionsmodell: Zustimmung gebe es „für unterschiedliche Varianten“.
Die Wahlkampagne der Liste wird auf das Thema Kontrolle setzen. „Wir werden nicht von Wien dirigiert, wir sind unabhängig und sauber und haben noch nie einen Cent an Parteispenden genommen“, wird betont. Und: „Wir müssen den Mut haben, alte Zöpfe abzuschneiden.“ Was das bedeutet illustriert Haselwanter-Schneider an mehreren Beispielen. So denkt die Liste Fritz über neue Instrumente gegen Bodenspekulation nach – von einer Grundsteuer C auf ungenutztes gewidmetes Bauland bis hin zu einer Spekulationsabgabe.
Und eine immer wieder der Oppositionsliste geforderte Maßnahme steht ebenfalls auf der Agenda: Die Tourismusabgabe soll reduziert und das bestehende System hinterfragt werden. „Wir bezweifeln, dass es rund 280 Millionen Euro braucht, um Gäste nach Tirol zu holen. Wir bleiben dabei, haushalten mit dem, was da ist und einen Bettenstopp in tourismusintensiven Regionen einführen.“
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