Insgesamt neun Alpenvereinshütten wurden bei der Jahreshauptversammlung des Alpenvereins mit dem Umweltgütesiegel ausgezeichnet. Eine davon - die Badener Hütte - befindet sich in Tirol, genauer gesagt im Osttiroler Teil der Venedigergruppe auf 2.608 Metern Seehöhe.
Dort, im abgelegenen und wilden Frosnitztal, stellt die von Florian Schmetzer und Tamara Gößler betriebene Schutzhütte einen wichtigen Stützpunkt für Bergsteiger:innen und Weitwandernde dar.
Auszeichnung für umweltfreundliche Bewirtschaftung
Zu den Anforderungen für das Umweltgütesiegel zählen unter anderem Investitionen in nachhaltige Energie- und Klimaschutzmaßnahmen, zukunftsfähige Trinkwasser- und Abwasseranlagen, Abfallvermeidung, die Reduktion von Luft- und Lärmemissionen sowie eine klimafreundliche Beschaffung und Verpflegung.

Im Falle der Badener Hütte setzen die Wirtsleute mit ihrem Team besonders auf hausgemachte Produkte in der Verpflegung der Gäste. Die Stromversorgung erfolgt über eine Photovoltaikanlage sowie ein eigenes Kleinwasserkraftwerk, das während längerer Schlechtwetterperioden als Ergänzung dient. Das Trinkwasser stammt aus dem oberhalb gelegenen gletschergespeisten See und wird aufbereitet, während das Abwasser in einer biologischen Kläranlage gereinigt wird.
Das erklärte Ziel des Alpenvereins ist es, dass bis 2033 zumindest jede zweite der insgesamt 146 bewirtschafteten ÖAV-Hütten das Gütesiegel trägt. Derzeit erfüllen 81 Hütten die Kriterien des Siegels, 70 davon sind bewirtschaftet. Seit 2024 erhalten die ausgezeichneten Hütten eine eigene Förderung.
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