Österreichs Universitäten sind in Alarmstimmung, seit die Bundesregierung ein Uni-Budget mit teils kräftigen Einschnitten vorgelegt hat. „Die geplanten Einsparungen beim Budget der Universitäten werden sich natürlich drastisch auf die Zukunftsfähigkeit unseres Landes auswirken“, betont Rektorin Veronika Sexl. Noch sei es zu früh, über konkrete Auswirkungen für die Universität Innsbruck zu sprechen.

„Aber es ist völlig klar, dass wir künftig weniger forschen und weniger lehren können. Das geht in erster Linie zulasten unserer Studierenden und der Nachwuchswissenschaftler:innen. In einer Zeit, in der wir als Gesellschaft vor sehr großen Herausforderungen stehen – die Themen Klimawandel, Energiewende und der Technologiewettlauf sind hier nur exemplarische Stichworte –, ist das die völlig falsche Entscheidung!“
„Wir haben in Erwartung dessen, was zu befürchten war, bereits im heurigen Jahr begonnen, unsere Ausgaben zurückzufahren, und werden das auch im kommenden Jahr tun. Es wird aber tatsächlich eine riesige Herausforderung, unter diesen Rahmenbedingungen eine zukunftsorientierte Entwicklung der Universität zu gewährleisten“, sagt Gregor Weihs, Vizerektor für Forschung und designierter Nachfolger von Veronika Sexl.
Universitäre Leistungen in Forschung und Lehre bilden die Grundlage für Innovationen und damit für die Wettbewerbsfähigkeit einer Gesellschaft, betonen die Uni-Vertreter und verweisen auf die wissenschaftliche Bilanz: Die 22 öffentlichen Universitäten in Österreich betreuen 80 Prozent der Studierenden und sind für rund drei Viertel aller wissenschaftlichen Publikationen maßgeblich verantwortlich. Fast drei Viertel der akademischen Patentanmeldungen im Zeitraum 2000 bis 2025 gehen auf die Universitäten zurück.
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