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Schützen pflanzten Ulme für den Frieden

Als Standort wurde das Franzosenfeld gewählt, wo es im Freiheitskampf von 1809 zu heftigen Gefechten kam.

Seit dem Herbst 2021 können Bürger:innen, Vereine oder Unternehmen eine Baumpatenschaft übernehmen und die Pflanzung eines Baumes in der Stadt Lienz veranlassen. Kürzlich machte die Schützenkompanie Lienz von dieser Möglichkeit Gebrauch und übernahm die Baumpatenschaft für eine Flatterulme, eine heimische und besonders klimafitte Baumart.

Die Schützenkompanie Lienz übernahm die Baumpatenschaft für eine Flatterulme. Der Baum wurde am Franzosenfeld eingesetzt, wo es im Tiroler Freiheitskampf von 1809 zu blutigen Auseinandersetzungen gekommen war. Foto: Stadt Lienz/Bernd Lenzer

Die Ulme wurde am Franzosenfeld eingesetzt, wo die Kämpfe zwischen den französischen Truppen und den Tiroler Freiheitskämpfern am 8. Dezember 1809 ihren tragischen Höhepunkt fanden. Historisch gilt dieses Gefecht als das letzte große Aufeinandertreffen des Tiroler Freiheitskampfes. Die gefallenen Tiroler, Bayern, Italiener und Franzosen wurden anschließend in einem gemeinsamen Massengrab bestattet.

Im klaren Gegensatz zur historischen Bedeutung des Feldes soll die Flatterulme der Schützenkompanie für Frieden, Erinnerung und neues Leben stehen: „Wir wollten an einem Ort, der von Krieg und Leid geprägt ist und an die Opfer vergangener Konflikte erinnert, ein sichtbares Zeichen für Frieden und Leben setzen“, erklärt Major Alexander Kirchstätter, Bataillonskommandant des Lienzer Talbodens und Hauptmann der Schützenkompanie Lienz, die Intention hinter der Baumpatenschaft.

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