Presse-Echo zum ersten Auftritt Verena Remlers

Wie reagieren österreichische Medien auf die neue Staatssekretärin?

Fotos: EXPA/Gruber

Zurückhaltend und abwartend präsentierte sich die designierte Familienstaatssekretärin Verena Remler bei ihrem ersten Auftritt am Wiener Parkett. Konkrete Inhalte waren von der 37-Jährigen zwar noch nicht zu erfahren, dennoch rauschte es kräftig im Blätterwald. Hier eine Auswahl der aktuellen Pressestimmen:

ORF.at, 15.11.2010:

Verena Remler vermeidet inhaltliche Position. Drei Themen würden ihr besonders am Herzen liegen: Familie und Kind, Familie und Pflege sowie Familie und Beruf. Es gehe immer um Wahlfreiheit, in Bereichen wie Kinderbetreuung gebe es aber noch viel zu tun. Konkreteres, auch ob sie für ein einheitliches Jugendschutzgesetz eintritt oder was sie für die Gleichstellung der Frauen tun will, war nicht zu erfahren – die designierte Staatssekretärin bat diesbezüglich um Zeit.

Wiener Zeitung, Print-Ausgabe, 16.11.2010:

„Das muss ich mir noch anschauen“, lautete Remlers am häufigsten gegebene Auskunft bei ihrem ersten Medienauftritt. Sie bitte zu verstehen, dass sie sich erst einarbeiten müsse, sagte die Osttirolerin, die bisher Geschäftsführerin des Pflege- und Sozialdienstes Lienz war.

Kleine Zeitung, Printausgabe, 16.11.2010 (Günther Hatz):

Soziale Kompetenzen sind der designierten Staatssekretärin nicht ganz abzusprechen. Ihr Engagement als Obfrau des im Herbst 2010 ins Leben gerufenen „Sozialmarkts Lienz“ hat Beachtung gefunden. Mehr zumindest als ihre Leistungen von 1999 bis 2007 als Geschäftsführerin der Tourismusregion „Oberes Iseltal“ und des „Nationalparks Hohe Tauern“. Da sind einige Bürgermeister noch sauer auf Remler und das von ihr hinterlassene Datenchaos. Diesen bitteren Nachgeschmack kann sie nun mit Taten für eine Region, die nicht auf die touristische Butterseite in Österreich gefallen ist, wieder gut machen.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe 16.11.2010:

Pröll erwartet sich von Remler, dass sie eine „starke Stimme für Österreichs Familien“ sein soll. Vorerst ist die Lienzerin aber noch eine vorsichtige Stimme Tirols.

DerStandard.at 15.11.2010:

Konkrete Fragen, etwa zum Budget und den neuen Belastungen für die Familien oder einem einheitlichen Jugendschutzgesetz, wollte Remler nicht beantworten.

Die Presse.com, 15.11.2010:

ÖVP-Chef Josef Pröll präsentiert Verena Remler als Nachfolgerin von Christine Marek. Einen inhaltlichen Plan kann die Neue noch nicht präsentieren. Beim Spar-Budgtet möchte sie für Familien „Härten abschleifen“.

OE1Orf.at, 15.11.2010:

Verena Remler ist politisch bisher kaum bekannt. Und daran ändert auch die Präsentation nichts: Sie werde ihre praktische Erfahrung aus dem Sozialdienst im Familienressort einbringen, konkreter will Remler am Montag aber nicht werden. Sie vertröstet auf die Zeit nach ihrer Angelobung und eine Einarbeitung.

Oberösterreichische Nachrichten, Printausgabe, 16.11.2010:

Remler war bisher politisch nicht aufgefallen. Ihre Bestellung verdankt sie der verqueren VP-Logik: Die neue Staatssekretärin sollte Tirolerin, Frau und im VP-Arbeitnehmerbund verankert sein. Zudem wurde jemand gesucht, der verheiratet ist und ein Kind hat. Politische Erfahrung war kein Kriterium.

Oe24.at, 16.11.2010:

Und natürlich wollen alle wissen, wie Remler denn zu den aktuellen Kürzungen für Familien steht – immerhin 297,7 Mio. Euro räumt Finanzminister Pröll bei den Familien ab. Doch Fehlanzeige: Remler bittet, man möge ihr ausreichend Zeit zum Einarbeiten geben – inhaltlich will sie sich nicht äußern. Erst als die Fragen drängender werden, gibt sie zu: „Am Sparpaket gibt es Härten abzuschleifen.“ Und welche? Remler, nachdem Pröll ihr ins Ohr flüstert: „Der Wegfall des Mehrkindzuschlags“.

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1 Posting bisher
Behu vor 7 Jahren

Ich finde Frau Remler hat Ihren ersten wichtigen Auftritt hervorragend gemeistert! Osttirol kann stolz auf Sie sein!! Weiter so.