Großvenediger: Nacht im Freien knapp überlebt

Fast erfroren wäre ein 40-jähriger Slowake, der am 20. Jänner gemeinsam mit Freunden zu einer mehrtägigen Tour in die Venedigergruppe aufgebrochen war.

Er konnte dem Tempo der Gruppe, die Richtung Defreggerhaus vorausging, nicht folgen. Seine Freunde vermuteten, ihr Bergkamerad sei zur Johannishütte zurückgekehrt. Dieser musste jedoch beim Versuch, doch noch das Defreggerhaus zu erreichen, völlig entkräftet aufgeben und die eisige Nacht im Biwaksack verbringen.

Der Mann wurde am 21. Jänner 2011 gegen 12.30 Uhr von Kameraden in 2.700 Meter stark unterkühlt bei – 18 Grad Außentemperatur aufgefunden.

Der Notarzthubschrauber „Martin 4“ flog den Slowaken in das BKH Lienz. Der Verletzte wies nur noch eine Körpertemperatur von 29 Grad Celsius auf und hatte schwere Erfrierungen an Händen, Füßen und Gesäß erlitten.