Rapid verliert mit Pech gegen Treibach

Nach einem 0:1 rutschen die Grünweißen ins letzte Tabellendrittel.

Scheinbar unbeeindruckt von der Schlappe im Auswärtsspiel gegen Feldkirchen startete Rapid Lienz gegen Treibach im Dolomitenstadion ambitioniert. Schon in der 2. Minute hatte Stefan Karré die erste Möglichkeit. Seinen Freistoß von links scharf vor das Treibach-Tor konnte Goalie Zunder gerade noch klären. In der 10. Minute eröffnete sich Markus Köfele über links eine gute Möglichkeit. Statt aber selbst den Abschluss zu suchen, wählte er den Pass in die Mitte, wo Senad Tiganj den Ball nur unsauber traf.  Das Leder kam wieder zu Köfele, der mit seinem schlechteren rechten Fuß über das Tor schoss.

Die Mannschaft aus Treibach konnte sich in der ersten halben Stunde  kaum befreien und war an sich hauptsächlich damit beschäftigt, den Spielfluss der Rapidler immer wieder durch Fouls zu unterbinden. Schon in dieser Phase wurde sichtbar, dass Spielleiterin Tanja Schett an diesem Tag indisponiert war. Das führte in der 30. Minute zu Gelb-Rot für Andre Baumgartner nach einem Foul im Mittelfeld. Eine ähnlich strenge Regelauslegung gegen Treibach wenige Minuten zuvor ließ Schett vermissen, was zu lautstarken Beschwerden von Rapid-Trainer Gerd Warscher und Obmann-Stellvertreter Walter Brislan führte. Beide mussten deshalb bis Spielende auf der Tribüne Platz nehmen.

Schiedsrichterin Tanja Schett und Rapid-Trainer Gerd Warscher sind uneinig über die Richtung, in die das Spiel gelenkt wird. Foto: Brunner

Die Rapidler konnten das Spiel dennoch offen halten und hatten in der 34. und 45. Minute jeweils Chancen, in Führung zu gehen. Einmal konnte Markus Köfele einen Fehler von Torhüter Zunder nicht nützen und kurz vor der Pause  rutschte Dominik Müller nur um Zentimeter an einem Stanglpass vorbei. Für Treibach vergab Alexander Lessnig in der 44. Minute eine tolle Einschussmöglichkeit, als er nach einem kurz abgespielten Freistoß den Ball in aussichtsreicher Position in die Wolken knallte.

Nicht immer gut disponiert war die Abwehr der Heimischen. Foto: Brunner

In Hälfte zwei hatten die Gäste aus Treibach gegen die dezimierten Heimischen wohl optisch mehr vom Spiel, spielten aber bis auf wenige Ausnahmen kaum echte Torchancen heraus. In der 53. Minute fiel dann doch ein Tor für Treibach, was nicht so sehr an den Gästen lag, als am mäßigen Abwehrverhalten der Lienzer Defensive. Einen Heber auf das lange Eck schätzte Tormann Stocker falsch ein. Deshalb versenkte Daniel Canzi aus spitzem Winkel unbehindert den Ball  im Rapid-Kasten.

Schwer nachvollziehbare Entscheidungen von Schiedsrichterin Schett und Serienpech verhinderten in der Folge den Ausgleich.

Rapid im Dauerpech. Dieser Schuss von Korber donnerte an die Querlatte. Foto: Expa/Groder

In der 65. Minute donnerte ein Schuss von Christopher Korber nach tollem Konter nur an die Querlatte und 10 Minuten später ging ein Freistoß von rechts, ebenfalls von Korber getreten, nur knapp am Tor vorbei.

Der Ausschluss von Dominik Jeller in der 90. Minute im Zuge eines Zweikampfes passte zur desolaten Leistung der Spielleiterin an diesem Abend, hatte für den Spielausgang allerdings keine Bedeutung mehr.

Hatte nicht den besten Tag: Schiedsrichterin Tanja Schett. Foto: Expa/Groder

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