Erfahrungsaustausch von Seilbahntechnikern

Werksverkehrsseilbahnen als Schwerpunkt einer vielseitigen Tagung in Osttirol.

Der Almseilbahn Unterraineralm kommt eine besondere infrastrukturelle Bedeutung für den Fortbestand der Almbewirtschaftung und damit auch des Bergbauernhofes zu.

Osttirol war am 15. und 16. September Austragungsort eines Erfahrungsaustausches von Seilbahntechnikern und Firmen aus den Bundesländern Salzburg, Vorarlberg, Kärnten und Tirol.

Der Themenschwerpunkt lag bei den Werksverkehrsseilbahnen. Die Tagungsteilnehmer befassten sich intensiv mit dem bestehenden technischen und rechtlichen Regelwerk. Dabei wurde einvernehmlich auf die Notwendigkeit einer für den Werksverkehr angepassten Regelanwendung hingewiesen.

Aufgrund der exponierten Lage gibt es im Bezirk Lienz besonders viele landwirtschaftliche Seilbahnen. Da die Agrar Lienz besonderes Augenmerk auf landschaftsschonende Bauweise und hohen technischen Standard legt, konnten mehrere vielbeachtete Werksverkehrsbahnen in Osttirol vorgestellt werden.

Seilwege stellen in der Landwirtschaft dort eine Erschließungsalternative da, wo Fahrwege aus verschiedensten Gründen wie schwierigen Geländegegebenheiten und naturschutzfachlichen Überlegungen nicht realisierbar sind. Durch den Einsatz neuester Technik, die den Betrieb auch ohne eigenen Maschinisten ermöglicht, sind landwirtschaftliche Seilwege zur Versorgung extrem gelegener Betriebe und zur Aufrechterhaltung der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung extremer Steilflächen nach wie vor unverzichtbar. Neben den reinen Materialseilbahnen ist bei den Werksverkehrsseilbahnen auch der Transport von berechtigten Personen erlaubt.

Die Tagungsteilnehmer besichtigten die Werksverkehrsseilbahn Lottersberg in Huben-Moos, die Almseilbahn zur Kerschbaumeralm in Amlach und die Unterraineralm in Matrei.

Bei der auf der Alm durchgeführten Schlussbesprechung wurde einvernehmlich festgestellt, dass sich der Werksverkehr in den letzten zwanzig Jahren hinsichtlich Bedienungskomfort und Sicherheit stark weiterentwickelt hat und dass diese Errungenschaften durch neue unzweckmäßige Rechtsvorschriften nicht gefährdet werden dürfen.

Fotos: Agrar Lienz

Die Almseilbahn zur Kerschbaumeralm in Amlach stellt eine besonders gut in die Landschaft integrierte Anlage mit modernster Seilbahn- und Steuerungstechnik dar.
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