Lienz schnallt 2012 den Gürtel enger

Bis 1.30 Uhr dauerte die Budgetsitzung, die am 21. Dezember um 18.00 Uhr im Ratsaal der Stadtgemeinde Lienz begann. Bürgermeisterin Elisabeth Blanik und Finanzkämmerer Peter Blasisker präsentierten dem Gemeinderat im Detail den Haushaltsplan für 2012, ein ausgeglichenes Sparbudget mit wenigen Überraschungen.

Neun Budgetkapitel wurden einzeln abgestimmt und diskutiert. Trotz verbaler Scharmützel segneten letztlich alle Fraktionen den ersten Haushalt der Ära Blanik ab.

Angesichts geringer Ermessensspielräume und pragmatischer Sachzwänge enthält das Zahlenwerk keine besonderen „Ausreißer“ und ist von Sparzwängen geprägt. Um steigende Kosten – in beachtlichem Ausmaß verursacht durch höhere Sozialleistungen und Zahlungen an das Land – und neue Vorhaben wie den Ganztageskindergarten abzufangen, wurde das städtische Sparschwein geschlachtet.

Rund 6,5 Mio Euro Rücklagen, die jetzt noch auf der hohen Kante liegen, werden bis Ende 2012 auf 3,5 Mio Euro zusammenschmelzen. Exakt 31.426.900 Euro sind im ordentlichen Haushalt budgetiert, 7.489.600 Euro im außerordentlichen Haushalt.

Die Schulden der Stadt werden laut Plan im kommenden Jahr von neun auf zehn Millionen Euro anwachsen, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 823 Euro entspricht. 2010 betrug dieser Wert noch 805 Euro, 2011 wird erst abgerechnet. Der Verschuldungsgrad gilt mit 60% nach offiziellen Kriterien bereits als „hoch“. Die Zahl gibt an, wieviel Prozente vom Bruttoüberschuss der Stadt für Schuldenrückzahlung und Zinsen aufgewendet werden müssen.

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