RGO legt blendende Bilanz für 2011 vor

Bei 48,5 Mio Euro Umsatz 923.000 Euro Gewinn.

RGO-Obmann Franz Ganeider: "Wir sind für die Herausforderungen auf dem Schlachtfeld der Wirtschaft gerüstet." Fotos: Brunner Images

Eine beeindruckende Demonstration wirtschaftlicher Stärke präsentierte das Management der Osttiroler Raiffeisengenossenschaft (RGO) am Freitagabend, 30. März, den Delegierten im Saal der Landwirtschaftlichen Lehranstalt. Die Genossenschaft erwirtschaftete mit 130 Mitarbeitern 2011 fast 48,5 Mio Euro Jahresumsatz und erzielte einen Jahresgewinn von 923.000 Euro.  567.000 Euro verbucht die RGO selbst, 356.000 Euro Gewinn steuert die RGO Bau GmbH bei, die unter anderem am Chaletdorf von Heinz Schulz in Kals mitwirkt.

2010 lag der Jahresumsatz noch bei 39,8 Mio Euro. Für den beachtlichen Umsatzsprung sorgte vor allem die Sparte „Energie“, die 2011 mit dem Kauf von zwei Tankstellen in Matrei und Sillian entsprechend höhere Umsätze vorlegen konnte.

Geschäftsführer Thomas Diemling sieht seine Ziele locker erreicht: „Wir nehmen uns jedes Jahr vor, 1% vom Umsatz als Gewinn zu erwirtschaften. 2011 liegen wir mit 1,9% weit über der Zielvorgabe.“

1500 Mitglieder zählt die agrarische Zweckgemeinschaft, die nicht nur zu den erfolgreichsten Genossenschaften Österreichs zählt, sondern generell auf exzellente Unternehmenskennzahlen verweisen kann.

In einer vom Kreditschutzverband gemeinsam mit dem Wirtschaftsblatt durchgeführten Evaluierung von Umsatz, Ergebniswachstum und wichtigen wirtschaftlichen Kennzahlen der „Austria`s Leading Companies“ belegt die RGO unter allen Tiroler Unternehmen in der Kategorie „Goldener Mittelbau“ den 4. Rang.

RGO-Geschäftsführer Thomas Diemling (rechts) freut sich mit Landwirtschaftskammer-Obmann Friedl Schneeberger über ein erfreuliches Bilanzergebnis der "Genossen".

Mit welcher Präzision die landwirtschaftlichen „Genossen“ an der Verwirklichung ihrer Ziele arbeiten, zeigt unter anderem die Tatsache, dass trotz Tankstellenkauf und planmäßiger Umsetzung des Großprojekts „Agrarzentrum“ kein Quadratmeter des beachtlichen Grundbesitzes versilbert werden musste.

Die RGO besitzt 920.000 m2 Almen, Wiesen, Gewerbeflächen und Baugründe „in bester Lage“, wie Obmann Franz Ganeider vor den Delegierten betonte.

Zug um Zug wurde in den letzten Jahren im Gewerbegebiet Peggetz – nahe der Landwirtschaftlichen Lehranstalt – ein agrarischer Stadtteil aus dem Boden gestampft, mit Großtankstelle, Landmaschinenhandel, Werkstätten, Stallungen und einem spektakulären Viehhandelszentrum, das als „RGO-Arena“ wohl auch zu einem wichtigen Veranstaltungsort für die Stadt Lienz werden wird. Am 29. April wird das Zentrum eröffnet, keinen Tag später und keinen Euro teurer als geplant.

Vor dem Hintergrund solcher Bilanzen erklärt sich vermutlich, dass sämtliche Funktionäre großteils einstimmig wiedergewählt wurden.

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