Köffler und Pöll verlassen das OKZ

Geschäftsführerin und pädagogische Leiterin legen Funktionen zurück.

GF Mathilde Köffler (links) und Petra Pöll legen ihre Funktionen im OK-Zentrum zurück.

Was sich im Vorfeld bereits ankündigte, wurde bei der Generalversammlung des Osttiroler Kinderbetreuungszentrums am Donnerstag, 10. Mai, zur Gewissheit.

Mathilde Köffler, die vor 17 Jahren aus dem Verein „Mobedi“ das Erfolgsmodell OKZ entwickelte, tritt im September ab. Ihre Kollegin und pädagogische Leiterin des Zentrums, Petra Pöll legt das Amt ebenfalls mit Schulbeginn zurück. Sie war 15 Jahre für den gemeinnützigen Verein tätig, der 2011 mehr als  800 Kinder betreute und weit über die Grenzen als Modell für eine flexible Kinderbetreuung gilt.

„Das OKZ besteht weiter“, betont Vereinsobmann Alfred Fast, der von den 34 Mitgliedern der Generalversammlung so wie die Stellvertreterin Ursula Possenig, Schriftführerin Sabine Fliessner und Kassier Werner Hofer für eine weitere Periode gewählt wurde.

Neu ist, dass es künftig einen Beirat geben wird und die drei Osttiroler Planungsverbände – in denen sämtliche Gemeinden vertreten sind – als Mitglieder aufgenommen werden.

Hintergrund für die aktuelle Entwicklung im OK-Zentrum sind gravierende Umwälzungen in der Ganztages- und Ganzjahresbetreuung von Kindern in Osttirol. So baut Lienz, auf Hochdruck forciert von Bürgermeisterin Elisabeth Blanik, um 1,6 Mio Euro einen Ganztageskindergarten für zwei Gruppen im Stadtteil Eichholz und steigt damit selbst in dieses Thema ein.

Zugleich verschieben sich Betreuungsschwerpunkte in Richtung Eltern-Kind-Zentrum, den zweiten Betreuungsverein in der Stadt, der ebenfalls ausgebaut wird und künftig auch eine integrierte Gruppe – bisher „Kindergarten für alle“ – beherbergen wird. Das EKiZ soll auch die Organisation der Tagesmütter übernehmen.

Kleinere Gemeinden können sich eigene Ganztagesprojekte nicht leisten und geraten derzeit zweifach unter Druck. Einerseits fordert der Gesetzgeber, sprich das Land, dass umfassende Kinderbetreuung angeboten wird, zum anderen brauchen immer mehr Osttiroler Eltern zwei Einkommen, um steigende Lebenshaltungskosten zu decken. Dadurch wächst der Bedarf an Kinder-Betreuungsplätzen und wird auch zu einem Standort-Kriterium.

Das Osttiroler Kinderbetreuungszentrum ist ein Eckpfeiler künftiger Betreuungsstrategien im Bezirk. Aufeinander abgestimmte Pläne der 33 Gemeinden und der gemeinnützigen Vereine gibt es derzeit allerdings noch nicht.

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4 Postings bisher
hubert vor 5 Jahren

Danke Mathilde, danke Petra, ihr wart ein tolles Team!! Eure Nachfolger/Innen werden es schwer haben, es euch gleich zu tun!

wiederdahoame vor 5 Jahren

Sehr schade, dass diese zwei hochqualifizierten Pädagoginnen das OK-Zentrum verlassen. Ich, als berufstätige Mutter, habe das OK sehr schätzen gelernt - flexibel, preislich mehr als in Ordnung und verlässlich.

schlumpfi vor 5 Jahren

Das aufgeben von Frau Köffler und Frau Pöll hat nur indirekt mit dem Kindergarten Eicholz zu tun. Das ist wie im Bericht oben ja schon geschrieben, nähmlich eine Landesvorgabe das die Gemeinden sich um eine Ganztagesbetreuung bemühen müssen. Nun Lienz ist mit dem Kindergarten Eichholz ja nicht alleine, denn die Gemeinde Tristach ist ja auch dabei und finanziert diesen mit.

Kurt vor 5 Jahren

Wie viele Kinder haben sich jetzt für Eichholz angemeldet ? Bis Mitte April war die Anmeldefrist, also sollte man jetzt wissen für wieviele Kinder man da um 1,6 Mio extra gebaut hat um die bestehende Struktur des OKZ zu konkurrenzieren und Köffler und Pöll zum Aufgeben brachte.