Ein Zeichen für die Lebensader des Bezirks

Am 9. Juni wollen Freiwillige zahlreiche „Stoanmandln“ am Ufer der Isel bauen.

Überall entlang der Isel sollen am Samstag solche "Stoanmandln" gebaut werden.

Da die Abstimmung für das Iselkraftwerk nicht mehr, wie anfänglich geplant im Herbst, sondern bereits am 17. Juni erfolgt, wollen der gebürtige Virger Bäckermeister Ernst Joast und der Arzt Michael Kerber noch einmal ein Zeichen setzen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Frei nach dem Motto „Iselmander, es isch Zeit“, rufen sie alle gleichgesinnten Osttiroler dazu auf, am Samstag, 9. Juni, bei jedem Wetter, zwischen 14 und 18 Uhr von Lienz bis nach Hinterbichl in Prägraten gut sichtbare „Stoanmandln“ am Ufer der Isel zu bauen. Also mit verschiedenen Steinen kleine Türme aufzuschichten.

„Nicht nur hoch oben in den Bergen können `Stoanmandln' uns und unseren Politikern mahnende Wegweiser und Orientierungshilfen sein, sie weisen auch im Tal darauf hin, verantwortungsvoll mit dem letzten ökologisch intakten Gletscherfluss der Alpen umzugehen“, sind die beiden Männer überzeugt.

Insgesamt hat das Duo acht Plätze dazu ausgewählt, um dort ein Zeichen zu setzen. Zu diesem zählen in Lienz zwei Örtlichkeiten in der Pfister, wo am Abend auch ein beleuchtetes „Mandl“ für Aufmerksamkeit sorgen soll. Ebenfalls zwei Stellen gibt es in Oberlienz auf der Schattseite: bei der neuen Iselaufweitung und bei der Glanzer Brücke.

In Matrei sollen die „Stoanmandln“ aus den Schotterbänken in Feld und gegenüber dem Ruggenthalerhof in Fahrtrichtung Virgen aus dem Boden wachsen, während in Virgen als Ort der Veranstaltung der Parkplatz zur Würfelehütte und in Prägraten die Schotterbank unterhalb des Sparmarktes auserkoren wurden.

„Die `Iselmander' werden uns erinnern, die Naturlandschaft und das Wasser nicht sorglos für den kurzfristigen Profit und ungebremstes Wachstum zu opfern“, sind Joast und Kerber überzeugt.

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