Platter: Das Dolomitenbad hat Priorität

Der Landeshauptman zum Thema Tourismus im „vergessenen Bezirk“.

Am 16. August folgte der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter einer Einladung zum Videointerview mit Dolomitenstadt-Chefredakteur Gerhard Pirkner und besuchte die Redaktion. Das Gespräch dauerte 45 Minuten. Weil wir einerseits die Aussagen des Spitzenpolitikers möglichst unverfälscht wiedergeben möchten, andererseits aber Webvideos unter fünf Minuten Länge bleiben sollten, haben wir mehrere kurze Videos zu thematischen Blöcken zusammengestellt.

In den folgenden Videos geht es um den Tourismus und die Tourismuspolitik in Osttirol.

Interessant ist vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über das Lienzer Dolomitenbad und die Matreier Pläne, ebenfalls ein großes Bad zu bauen. Platter nimmt dazu klar Stellung:

In der fogenden Passage geht es darum, wie Günther Platter die aktuellen Entwicklungen im Osttiroler Tourismus einschätzt und was er von den Osttiroler TVB-Funktionären Theurl und Frömel hält:

Natürlich wurde beim Videointerview auch der Fauxpas der Agrarmarketing Tirol angesprochen, die in einer Broschüre eine Landkarte Tirols ohne Osttirol abdruckte.

Platter-Videotalk – alle Filme.

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5 Postings bisher
hoidanoi

Umwegrentabilitätsmodelle . Schon lange werden - wie auch schon von Föger angesprochen - Gemeindeagenden querfinanziert durch TVB Gelder. Auch und besonders in einer altbekannten Tauerngemeinde. Die Gemeinde Lienz lässt sich nicht lumpen und erhält zwei Bergbahnen mit zweifelhaftem Erfolg auch gut und gern aus TVB-Geldern. Dass durch den TVB-Sprecher Frömel dann auf Regressforderungen wegen Baukostenüberziehungen - auch zum Selbstschutz der Funktionäre in den diversen Aufsichtsräten und Vereinen - verzichtet wird, ist da nur konsequent. Dass übrigens auch schon Kanäle mit TVB-Geld bezuschusst wurden, ist ein Gerücht, das der Bestätigung harrt, sich aber hartnäckig hält. Senf meint, dass sich solche Umtriebe noch nicht getraut würde. Er irrt. Der Mut zur Zweckentfremdung ist omnipräsent. Worüber leider manch abgestürzte PCs nicht mehr Auskunft geben können, ehemalige GeschäftsführerInnen hingegen schon. Man gibt sich unwissend. Auch in Anbetracht von Kompensationsposten, die Loyalität einfordern. . Der Tourismusreferent Platter glänzt ebenfalls durch Unwissenheit. Egal ob bei o.a. Tauerngemeinde, den Eingriffsmöglichkeiten der Aufsichtsbehörde und der Gesetzelage insgesamt. Wenn er vollmundig den Kärntner Nachbarn an den Pranger stellt und ungelenk von gebrochenen Dämmen parliert, so vergisst er gerne die eigenen Gesinnungsgenossen. Persönliche Verquickungen gibt er an, nicht zu kennen. Was man präventiv nicht weiß, daran kann man sich auch nicht erinnern, so man gefragt wird. Die Parteiakademie hat das altbekannte "Goschen Halten, Hände Falten"-Mantra durch den "Ich weiß von Nix"-Sermon ersetzt. Wozu so Untersuchungsauschüsse nicht gut sind. . Unwissenheit hat er gemein mit Funktionären, die im TVB den gesetzlichen Auftrag nicht kennen oder kennen wollen oder wie Platter lieber nicht wissen wollen, was los ist. Oder aber behaupten, Agenden des TVB gingen den Aufsichtsrat nichts an, wie im Fall des TVV-Lienzer Dolomiten geschehen. Blanko Vollmachten der anderen Art. . Der Tourismusreferent dachte übrigens auch eine ganz besondere Form der Marketing-Umwegrentabilität an: Weil die Felbertrauern-AG Mindereinahmen zu verbuchen hatte, meinte er, mehr Werbung für das unbekannte Nadelöhr sei von Nöten. Querfinanzierung auf Umwegen, die sich gewaschen hat. Assoziationen mit den Nachbarn im Osten dazu sind rein zufällig und vom Referenten nicht gewollt. . Es wäre viel verlangt von Platter, dessen Qualitäten schon aus der schwarz-blaun Koalition - Dämmebrecher unter sich - bekannt sind, dass er den Überblick bewahrte über die vielen Agenden, die er vorgibt zu erfüllen. Wäre ihm der Tourimus ein Anliegen, so wären diese Agenda in anderen Händen besser aufgehoben als in den seinen. Wiederum etwas, was er mit der Funktionärsriege des TVB-Osttirol gemein hat. . FB fragt nach der Jahresrechnung und ich mit ihm. Vielleicht interessierte sie auch noch andere. Wenn nicht, so ist das touristische Schicksal ein selbst gewähltes. Für die Wahl Günther Paltters gilt das Selbe. Blamabel ist Beides. . Ob Osttirol dabei vergessen wird? Wahrscheinlich. Ob das Alles lächerlich ist. Selbstverständlich. Ob das noch lustig ist? Auf keinen Fall.

senf

ups ... die zwangsabgaben der betriebe, die ortstaxen werden auch weiterhin für politische köderprojekte verschwendet. AK und FT werden auch weiterhin ihre spielchen treiben, was sie ja mit dem vorgelegten "mehrjahres - investitionsplan" wieder bewiesen haben. speicherteich, flugplatz, erlebnisbäder, tourismushaus, teure radevents, golfplätze sind anscheindend osttirols tourismusrelevante Angebote der zukunft. wann kommt den endlich der vorschlag, einen beitrag fürs krankenhaus, für den helistandort matrei oder nikolsdorf, für die benutzung der gemeindestraßen, abwasseranlagen oder einen beitrag für kraftwerke aus tourismusgeldern statt dem werbeetat zu budgetieren? all diese einrichtungen nutzt ja auch der gast, oder nicht? vielleicht traut man sich doch nicht. zumindest so lange ein herr föger oder der LH die oberaufsicht machen und das ist gut so!

senf

fb@ : inzwischen wird die wurstlerei mit den tourismusgeldern offensichtlich und man muss den selbstherrlichen vertretern des tvb leider zurechtweisen. die aufgebenstellung und prioritäten sind tourismusgesetz festgelegt,

fb

Gerade das Gespräch über TVBO angehört und muss feststellen, dass es nicht beruhigend ist, wenn der Beamte Föger ALLES mit dem LH abgesprochen hat. Es verwundert dann die Feststellung, dass jetzt mehr Geld für Marketing ausgegeben werde. Dies sollte ja für den Anteil am Normalbudget gelten. Soweit mir bekannt möchte man mehr Geld für Marketing verwenden, aber finanziert aus zusätzlichen Abgaben. Und .. der Auftrag, kein Geld mehr für Infrastruktur zu verwenden, wie soll man den Ausbau des Flugplatz Nikolsdorf, Mittel für das Bad in Lienz, Ausbau Beschneiung Zettersfeld werten? Gab es da nicht gerade eine Meldung vom Beamten FÖGER ( und damit im Wissen vom Herrn Landeshauptmann ) dass diese Mittel nicht gegeben werden sollten? Wie kann man da Vertrauen in die gewählten Köpfe haben? Es wäre schon empfehlenswert, wenn auch seitens der Landesregierung Druck auf eine vorgezogene GV kommen würde, denn - irgendwann, allerdings erst im Jahr 2014 oder gar 2015 wird man dann in der aufliegenden Jahresrechnung 2012 fesstellen können, wieweit dies stimmt. Wenn nicht - dann hat kein Funktionär was zu befürchten, weil das ist ja dann schon soo lange her. Wie jeder Betrieb soll auch der TVBO verpflichtet sein, spätestens bis September des Folgejahres einen Rechnungsabschluß, eine Bilanz zu stellen.

Gertrude

Schade, wenn ein Chefredakteur ein Interview mit unserem Landeshauptmann führt,könnte dies vielleicht ein wenig ernster bzw. seriöser geführt werden. Wenn man Osttirol auf der Landkarte vergißt, finde ich dies nicht wirklich so lustig wie diese beiden Herren. Bei einem seriösen Gespräch muss doch nicht ständig geschmunzelt und gelacht werden.