Abschied und Neubeginn beim Regionsmanagement

Bei der RMO-Generalversammlung in Lienz zog Helene Brunner Bilanz.

Osttirols Bürgermeister trafen sich zur RMO-Generalversammlung im Lienzer Ratsaal. Fotos: Expa/Groder

Abschied und Neubeginn prägten die Grundstimmung bei der diesjährigen Generalversammlung des Regionsmanagements Osttirol am Mittwochabend, 27. Februar, im Ratsaal der Lienzer Liebburg. Vor den fast vollständig versammelten Bürgermeistern des Bezirkes zog Helene Brunner Bilanz. Sie wechselte im Herbst 2012 von der Spitze des RMO in die Chefetage des BKH Lienz und leitete zuvor noch eine Delegation von Lokalpolitikern bei einer Reise nach Brüssel, in deren Mittelpunkt eine zentrale Frage stand: „Was braucht die Region und was wird gefördert?“

Helene Brunner managt jetzt das BKH Lienz. Bis Herbst 2012 leitete sie das Regionsmanagement Osttirol.

Derzeit laufen Leader- und Interreg-Perioden aus, also jene großen Förderprogramme, aus deren Töpfen auch viel Geld nach Osttirol fließt, unter anderem rund 2,5 Millionen für die Schutzwaldverbesserung. „Ihr seid's die Region die am meisten profitiert hat“, erklärte der zuständige Landesbeamte Christian Stampfer, der dem „integrierten Ansatz der Tiroler Regionalentwicklung“ ein gutes Zeugnis ausstellte und darauf verwies, dass sich Osttirols Wirtschaftsdaten in manchen Teilbereichen – etwa dem BIP – nach oben bewegten.

Wenn's um Fördergeld geht, steht er im Mittelpunkt: Landesbeamter Christian Stampfer, flankiert von RMO-Geschäftsführer Michael Hohenwarter (links) und Obmann Erwin Schiffmann.

Aus Stampfers Sicht ist vor allem die Weiterentwicklung der „Dolomiti Live“ Region eine Riesenchance für den Bezirk, eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Regionen Osttirol, Südtirol und Belluno. Sie könnte sich vom Klein- zum „Mittelprojekt“ entwickeln.

Als Vertreter der italienischen RMO-Projektpartner war Roland Griessmair angereist, Präsident der Bezirksgemeinschaft Pustertal. Er bedankte sich dafür, dass das RMO die Südtiroler Nachbarn ein Stück weit mitgenommen habe, „mit viel Fachkompetenz und Menschlichkeit.“ Finanziert wird das RMO, dessen laufender Betrieb pro Jahr ca. 300.000 Euro kostet, mit Leader- und Interreg-Geldern sowie Beiträgen der Osttiroler Gemeinden (ca. 25%) und Banken.

Dem Jahresabschluss 2012 stimmten die Mitglieder ebenso einstimmig zu wie dem Budgetentwurf 2013, den der neue Geschäftsführer Michael Hohenwarter präsentierte. Er ist „politischer Flüchtling aus Kärnten“ mit Geburtsort Villach, hat in Wien und Innsbruck studiert, ist gelernter Landschaftsplaner und war in der Standort- und Tourismusplanung tätig, bevor er zum RMO kam. Welche Projekte das RMO im abgelaufenen Jahr realisierte, zeigt der Jahresbericht, den wir unten als PDF zum Download anbieten.

Jahresbericht-RMO-2012 (4,5 MB)

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