Kuenz & Mayerl: Opposition verbreitet falsche Zahlen

„Dass beim Thema öffentliche Verkehrsanbindung zwischen Osttirol und der Landeshauptstadt Innsbruck die Emotionen hochgehen, ist ja noch verständlich.

Nicht akzeptabel ist aber, dass die Oppositions-Abgeordneten unseres Bezirkes mit falschen Zahlen die Menschen verunsichern und politisches Kleingeld wechseln wollen“, stellen die beiden Osttiroler VP-Landtagsabgeordneten Hermann Kuenz und Martin Mayerl in einer Presseaussendung fest. 

Tatsache sei, dass ab Dezember mindestens dreimal täglich ein Eilbus zwischen Lienz und Innsbruck geführt werde, während der derzeitige Direktzug nur zweimal täglich verkehre.

Spätestens ab Dezember 2014 werde der Zugverkehr massiv ausgebaut. Dann sei es möglich, alle zwei Stunden mit dem Zug von Lienz über Franzensfeste nach Innsbruck zu fahren. Es sei also genau das Gegenteil von dem der Fall, was die Opposition behaupte: In Zukunft gebe es mehr Züge bei geringeren Kosten. Martin Mayerl: „Das ist eine Perspektive für die Zukunft und nicht die Rückkehr zum Korridorzug mit versperrten Türen durch Südtirol, wie er von der Opposition gefordert wird.“

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9 Postings bisher
hoidanoi vor 4 Jahren

Es Nationalratswahlwirbt schon sehr

Es gibt immer wieder lustige Politikeraussagen. Da sagt zum Beispiel der Südtiroler Verkehrslandesrat Thomas Widmann, Der Korridorzug sei ein Relikt aus der Steinzeit, und: „Wären jetzt nicht Nachwahlzeiten in Tirol, würde sich kein Mensch dafür interessieren.“ Zeit scheint ein wichtiges Thema für Herrn Wittmann zu sein, bei dem er aber nicht allzu kompetent wirkt.

So scheint Herr Widmann sich für den Nachbarn nicht wirklich zu interessieren, sonst hätte er bemerkt: hier steht man schon mit beiden Füssen fest im Nationalratswahlkampf – zwar nicht offiziell, aber wen schert das schon. HC Strache frisst kiloweise Kreide, bietet sogar Asyl an, Feymann übt den Kotau vor der Krone, Spindelegger interessiert sich überraschend für Platz Eins und Eva fährt Bus und schaut dabei einfach einmal gut aus.

Weil man im Bezirk nicht provinziell wirken will, tut jeder, was er kann. Da werden plötzlich Oppositionsbündnisse aus der Taufe gehoben, die überraschen, besonders in ihrer Rechenleistung, und man empört sich auf Teufel komm‘ raus. Blöd nur, wenn dann die Bundesministerin in Verkehrssachen all die schöne Aufregung mit einem Biersager zunichtemacht, und ein Knittelfelder zeigt, was ein Markenkern ist.

Die Landesregierung selbst sieht sich genötigt, mehr Geld zu zuschießen als angefragt wurde – ein bislang einmaliges Ereignis. Ebenso wie die Entdeckung der Nationalparkregion durch einen Bauernbündler. Eine Erstbegehung nachgerade.

Die Nachwahlzeit an sich ist die Periode, in der meist die Versprechen gebrochen werden, die im Wahlkampf gemacht wurden. In Österreich wie im benachbarten Ausland. In Österreich aber steht man vor dem nächsten Wahlgang. Die Nachwahlzeit hat Pause. Der Bürger ist noch bei Stimme. Da gibt's noch Wählerpotential.

Darum werden alle Register gezogen. Es wird auf die Empörungsorgel eingedroschen während von Anderen die weitere Förderungsbedürftigkeit des Bezirks als Erfolg gefeiert wird. Der Neo-Regierungspartner entdeckt dort Vorteile, wo er zunächst nur Nachteile sah, und glaubt sich so als pragmatisch-verlässlicher Partner für wen und was auch immer zu empfehlen– seine Wählerbasis im Bezirk ist vernachlässigbar gering zu der in den Städten – Regierungstauglichkeit ist ein Wert an sich.

Der Bürger im Bezirk selbst ist erfreut-erstaunt-irritiert ob so viel Zuwendung und Aufruhr und Mittel und Mittelverwendungsvorschlägen und Experten und Petitionslisten und Lebensadern und Marketing-Maßnahmen.

Er fragt sich, womit er das verdient hat.

le corbusier vor 4 Jahren

@detektor

wenns nur ums umsteigen geht versteh ich die debatte nicht. is ja nit so tragisch 1mal umzusteigen. dauert 5-10 min und man kann sich kurz die füße vertreten oder a rauchpause machen. auch nach salzburg, graz und meist auch klagenfurt muss man umsteigen.

Detektor vor 4 Jahren

Osttirol soll nach der Pfeife Südtirols tanzen

Eine schlampige Ausdrucksweise des Herrn Hauser („Korridorzug“ – gemeint war wohl „Direktzug“)) wird von Kuenz und Mayerl als willkommener Vorwand verwendet, uns die von den Südtirolern aufgeschwatzte Variante ihres Taktfahrplanes (oder auch einen „Eilbus“ ) einzureden. Achtung , nanny: Zwar verkünden die zwei ÖVP-Abgeordneten großartig, man werde „alle zwei Stunden mit dem Zug von Lienz über Franzensfeste nach Innsbruck“ fahren können, nirgendwo allerdings erwähnen sie, ob auch nur ein einziger Direktzuge (also ohne Umsteigen!) dabei ist.

Da halte ich es lieber mit Gertrudes klaren Appell an die Politiker: „Wir fordern einfach eine Direktverbindung Lienz- Innsbruck. Ist das so schwer zu verstehen?“

Übrigens: Wer hat je schon einen dieser uns so belehrenden Abgeordneten in einem Zug von Lienz nach Innsbruck oder umgekehrt angetroffen? Oder gar beim Umsteigen am öden Bahnhof in Franzensfeste?

nanny vor 4 Jahren

Klingt doch recht vernünftig dieser Stufenplan und es ist ja leicht kontrollierbar, ob er auch eingehalten wird, spätestens ab Dezember 2014. Wozu also die Kontraerregung einiger Kommentatoren?

zeinerpeter vor 4 Jahren

Lieber Bergfex! Wenn Du die Bauern nicht magst, ist das Deine Sache. Aber bitte uns Bauern gegenüber etwas sachlich bleiben! Wir haben Deine aus der Luft geholten Behauptungen nicht verdient!

bergfex vor 4 Jahren

Wurde ihnen das von LH v. Euergnaden befohlen, oder glauben sie das wirklich selbst. Vielleicht müssen sie auch zu ihrem Bauernkollegen , dem Agrartoni halten, gleich was die Bevölkerung will. Das Sprichwort mit dem Trog und den "Tieren" stimmt halt immer noch. Die Bauern brauchen ja keinen Zug, die fahren mit dem Merc/BMW/Audi nach Innsbruck.

Gertrude vor 4 Jahren

Liebe Politiker!

Wir fordern einfach eine Direktverbindung Lienz- Innsbruck. Ist das so schwer zu verstehen?

Lg Gertrude

anton2009 vor 4 Jahren

Es ist der Wille der Bevölkerung, die direkte Zugverbindung Lienz - Innsbruck zu erhalten! Ob der Zug nun "Korridorzug" oder wie auch immer heißt! Das ist eine Wortklauberei von Kunz und Mayerl! Einer von beiden wird in spätestens 5 Jahren weder Zug noch Bus nach Innsbruck brauchen!

So schauen echte "Volksvertreter" aus! Danke für den großartigen Einsatz!

Leonhard vor 4 Jahren

Sehe das auch wie Kuenz und Mayer.. Nicht so schlimm, wenn es ein Jahr lang eine Notlösung mit Bussen gibt und danach einen Zug, wo es halt einmal umzusteigen ist. Es gibt wirklich größere Probleme. Der Zug war jahrelang ein von Sepp Brugger aufgebauschtes Thema, fast das einzige, das er verfolgt hat. Jetzt hat der grüne Koalitionspartner so gestimmt, wie es Brugger nie wollte, witzig :-)

Dass die Opposition den alten Korridorzug mit versperrten Türen fordert, halte ich eher für ein Gerücht.