Anraser Kulturfenster zeigt Osttiroler Filmkunst

Dokumentarische Arbeiten von Thomas Reider bei den Filmtagen von 12. bis 13. Juli.

Die Drehbuchautoren Sebastian Meise und Thomas Reider (rechts).

Seit 1986 öffnet das „Anraser Kulturfenster“ immer wieder seine Flügel, um Neues und Fremdes einzulassen, kreativen AnraserInnen ein Schaufenster in Richtung Öffentlichkeit zu bieten und „Auslandsosttiroler“-KünstlerInnen Raum zur Präsentation im ehemaligen Heimatbezirk zu geben.

Im Rahmen des Jahresprogrammes „… zwischen Revolution & Silberschein“ lädt Vereinsobmann Josef Mascher gemeinsam mit seinem Team von 12. bis 13. Juli zu den Anraser-Kulturfenster-Filmtagen, Beginn jeweils um 20 Uhr in der Volksschule Anras. Gezeigt werden Dokumentationen der beiden Drehbuch-Autoren Renate Fuchs, gebürtige Anraserin, und Thomas Reider, gebürtiger Leisacher. Im Anschluss an die Filmvorführungen sind Gesprächsrunden mit den Künstlern geplant.

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12. Juli, 20 Uhr: „Die (un)sichtbare Arbeit“ / Renate Fuchs

Der Film schildert in fünf Sequenzen die Geschichte der Psychiatrie im Raum des historischen Tirol von 1830 bis zur Gegenwart, erzählt aus der Perspektive der psychiatrischen Pflege. Dokumentiert wird der Wandel des Berufsbildes vom Irrenwärter/der Irrenwärterin zu den diplomierten bzw. akademischen Gesundheits- und KrankenpflegerInnen. Ehemalige Pflegerinnen aus dem Psychiatrischen Krankenhaus Hall, der psychiatrischen Univ.Klinik Innsbruck, der Anstalt Pergine und dem Stadlhof/Südtirol kommen ins Bild und zu Wort. Konzept und Drehbuch: Mag. Renate Fuchs, Niko Hofinger (Regie), Michaela Ralser, Sabine Mirrione.

Im Anschluss: Gesprächsrunde mit Mag. Renate Fuchs und Regisseur Niko Hofinger zum Thema Demenz

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13. Juli, 20 Uhr: „Die sieben Todsünden: Zorn“, „Namut – wir werden sterben“ / Thomas Reider

Wenn Zorn mobilisiert, verbindet, gewaltig und stark wird, kommt es häufig in der Geschichte zu einem bestimmten Phänomen – dem Volkszorn. Diesem und der daraus resultierenden Frage nach einem „gerechten Zorn“ widmet sich der Dokumentarfilm „Die sieben Todsünden: Zorn“ anhand der Rumänischen Revolution des Jahres 1989.

Thomas Reiders und Sebastian Meises Film „Namut – wir werden sterben“ erzählt vom Besuch zweier Vorarlberger Jugendlicher bei Holocaust-Überlebenden in Israel.

Im Anschluss: Gespräch mit dem mehrfach ausgezeichneten Autor über Recherche zu Spiel- und Dokumentarfilmen, das Drehbuchschreiben und sein filmisches Schaffen

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