Osttirols Schnapsbrenner verstehen ihr Handwerk

Die Landwirtschaftskammer prämierte Michael Waldner, Elke Obkircher und Adolf Berger.

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v.l.: Wendelin Juen (Agrarmarketing), Arthur Thöni, Michael Waldner, Elke Obkircher, Adolf Berger und LK-Präsident Josef Hechenberger (Foto: DieFotografen)

Das Tiroler Kulturgut Schnaps hat sich über die Jahre zu einem kräftigen Standbein der Tiroler Landwirtschaft entwickelt. Die 19. Tiroler Schnapsprämierung am 22. November zeigte einmal mehr, dass die wahren Meister dieser Handwerkskunst in Tirol zu Hause sind. Dem strengen Bewerb mit der internationalen Jury stellten sich 152 Betriebe mit 616 Produkten. Die Abendgala in der Thöni Skylounge in Telfs war der krönende Höhepunkt für die Brenner. Im festlichen Rahmen wurden die begehrten Trophäen am 22. November in Anwesenheit von rund 400 Gästen überreicht.

Prämiert wurden auch drei Osttiroler Brenner: Adolf Berger, Virgen: Apfel/Meisterwurzbrand (Ernte 2012), Johannisbeer,- und Vogelbeerlikör (Ernte 2013). Elke Obkircher, Virgen: Apfelbrand „Holzfass“ und Apfelbrand „Berner Rose“ (Ernte 2012), Himbeerbrand (2013), Pregler (2012). Michael Waldner vlg. Moarl, Oberdrum: Apfelbrand „Kalterer Böhmer“ und „Krummstiel“(Ernte 2012), Pregler (Ernte 2012)

„Mit Liebe zum kulturellen Erbe und wirtschaftlichem Arbeiten erzielen die rund 4.000 Tiroler Brenner jährlich rund 16 Millionen Euro. Dieser Umsatz ist ein wichtiges Zusatzeinkommen für die Landwirtschaft und den gesamten ländlichen Raum“, fasste Präsident Hechenberger die Wirtschaftsleistung der Tiroler Brenner zusammen.

In den letzten Jahren ist ein Trend ganz klar erkennbar: Die Produkte werden wieder bodenständiger und regionaler. Waren es einst die Exoten, die von sich reden machten, so sind es jetzt die herausragenden Qualitäten von in Tirol gewachsenen und veredelten Früchten. Vogelbeere, Meisterwurz, Apfel, Birne und Zwetschke zeigten auch dieses Jahr wieder, was in ihnen steckt. „Herausragende Pregler, Spänling- und Vogelbeerbrände waren die Highlights der 19. Tiroler Schnapsprämierung“, honorierte Wendelin Juen von der Agrarmarketing Tirol die Leistungen der Brenner.

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Wer gerne ein gutes Schnapsl trinkt und sich näher für dieses Thema interessiert, findet im aktuellen Dolomitenstadt-Wintermagazin (erhältlich ab sofort im Osttiroler Zeitschriftenhandel) eine ausführliche Reportage über Osttirols Preglerbauern und die Kunst des Schnapsbrennens.

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Zum markenrechtlich geschützten „Pregler“ dürfen nur Früchte aus Osttirol verwendet werden. (Foto: Ramona Waldner)
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1 Posting bisher
Stadtmensch vor 4 Jahren

wo sind die anderen guten brenner aus dem Bezirk ?