Hobag will Schulden erst nach Baubescheid zahlen

Die Hobag Immobilien GmbH, die als Projektwerber seit mehreren Jahren versucht, an der Lienzer Dolomitenkreuzung ein Großkaufhaus zu errichten, schuldet der Stadt Lienz seit 2013 rund 20.000 Euro an Gemeindesteuern und anteilsmäßigen Zahlungen für Gutachten.

Die Tiroler Tageszeitung zitiert in ihrem Lokalteil am 27. Mai 2014 dazu den Lienzer VP-Vizebürgermeister Meinhard Pargger. Die Stadt habe ein Inkassobüro mit dem Eintreiben der Schulden betraut. 

Hobag-Geschäftsführer Günther Bachmann meint dazu laut TT wörtlich: „Wenn die Sache mit dem Baubescheid geregelt ist, werden wir alles erfüllen, was wir zu erfüllen haben.“ Die Hobag Immobilien GmbH gehört zu einer Gruppe von Bauunternehmen der Südtiroler Unternehmerfamilie Reichegger. Die gesellschaftsrechtlich nicht mit der genannten GmbH verflochtene Hobag AG hat vor Monaten den gerichtlichen Ausgleich beantragt und wartet derzeit noch immer auf eine Entscheidung des Konkursgerichtes in Bozen, die ursprünglich für Ende April angekündigt war.

Unbeschadet des Zahlungsverzuges in Lienz und der Schwierigkeiten der Unternehmensgruppe in Südtirol unterstreicht die Hobag immer wieder, dass sie in der Lage sei, für das 50 Millionen Euro-Kaufhaus in Lienz eine Finanzierung aufzustellen. Wer dabei als Investor auftritt, wurde bislang nie öffentlich gemacht.

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7 Postings bisher
bergfex vor 3 Jahren

Frau BM, ich kann mich noch erinnern, wie sie damals (vor Jahren) dem damaligen BM Hibler die Schuld an der Verzögerung gegeben haben.

Was ist nun bei ihnen?

Wer hat jetzt die Schuld, ihrer Meinung nach?

Für mich grenzt das auch an Erpressung oder zumindest Nötigung.

chiller336 vor 3 Jahren

Also ich find das toll wie das dort aussieht :D .... man könnte jetzt noch Bäume links und rechts dieses Bundesstraßenmodells pflanzen und Eintritt verlangen - und zwar dafür, daß man sieht, wie man es nicht machen sollte ;-)

neugierig. vor 3 Jahren

Bin auch der gleichen Meinung wie meine Vorschreiber. Wie sieht es jetzt eigentlich aus mit der Rechtskraft des Baubescheides. Ist dieses Verfahren endlich mal abgeschlossen, oder liegt die Beschwerde immer noch beim Land. Frau Bgm., lassen Sie sich bitte nicht länger vertrösten und verlangen Sie endlich mal Taten von der HOBAG. Man kann diese grausliche Baustelle echt nicht mehr sehen und wir sind nicht in Südeuropa, wo solche Schandflecken jahrzehntelang nicht weggeräumt werden. Also liebe Politik, macht endlich was, falls die HOBAG doch nicht bald bauen sollte, denn dieser Zustand ist echt eine Schande für Lienz und gehört sofort entfernt !!!!!!!!!!!!

nanny vor 3 Jahren

Naja liebe MelissaM, ist ja zu vermuten, dass die HOBAG pleite ist, sie behauptet aber, sie ist es nicht und kann in Lienz bauen, will nur den Baubescheid halt, sonst zahlt sie nix an Gebühren - und das klingt wie Erpressung in meinen Ohren. Aber die Vermutung der Pleite ist natürlich wesentlich naheliegender - was die HOBAG abstreitet, sie hätte die Investoren für die 50 Mio. Also wie gehts weiter????? Ist ja jeder Osttiroler Firma dringend abzuraten, ohne Vorauskasse für die HOBAG zu arbeiten :-)

MelissaM vor 3 Jahren

Liebe Nanny, ich glaube, das hat nichts mit Erpressung zu tun. Sie können die 20.000 Euro nicht zahlen, weil sie sie wahrscheinlich nicht haben. Keine Firma, die von der Stadt noch einiges braucht würde sich so benehmen. Ist ja auch peinlich, wenn ein Inkassobüro kommen muss. Es geht, finde ich, weder um Narrenfreiheit noch um ein Druckmittel. Wie es aussieht ist Kasse der "Investoren" einfach leer. Wenn man sich den kaputten "Bauzaun" anschaut ist das doch auch kein Signal für ein erfolgreiches Bauträger-Unternehmen. Ich fahre fast jeden tag daran vorbei. Keine kleine Wohnbaugesellschaft würde sich so mitten in der Stadt präsentieren.

nanny vor 3 Jahren

Gebe Stadtmensch vollkommen recht. Was für den einfachen Bürger selbstverständlich sein muss, muss auch für die HOBAG gelten: Gebühren müssen gezahlt und Grundeigentum muss ordentlich verwaltet werden. Das grenzt ja schon an Erpressung, was da die HOBAG veranstaltet. Windige Geschichte. Hat überhaupt die Firma, die den Abbruch bewerkstelligte, schon alles bezahlt bekommen?

Stadtmensch vor 3 Jahren

Liebe Frau Bürgermeister,

Hier hört sich der Spass auf. Die Hobag zahlt die Gemeindesteuern und Abgaben erst wenn der Baubescheid rechtsgültig ist. Hoffe Sie akzeptieren dies nicht, sonst werden anderer Bürger von Lienz dem Besipiel folgen und auch die Abgaben nicht bezahlen. Weiters wurde der Gehsteig entfernt, es fand keine Schneeräumung statt und eine große Wasserlacke behindert den Weg - ist Ihnen ja scheinbar hier alles wurst - wo bleibt die Einhaltung der Gesetze.

Wo kommen wir da hin, haben die Narrenfreiheit?!?!