Polizei überprüfte Biker in Osttirol

Ordnungshüter ahndeten am vergangenen Sonntag 41 Delikte.

Insgesamt ahndete die Verkehrspolizei am vergangen Sonntag 41 Delikte. Foto: Expa/Groder
Insgesamt ahndete die Verkehrspolizei am vergangenen Sonntag 41 Delikte. Foto: Expa/Groder

Motorräder sind seit einigen Wochen wieder ein fixer Bestandteil des Straßenverkehrs. Zahlreiche Biker aus dem In- und Ausland besuchen vor allem an den Wochenenden die verschiedenen Ausflugs- und Reiserouten in und durch Osttirol. Laut einer Aussendung der Polizei führt der intensive Motorradverkehr allerdings immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen. Aufgrund der fehlenden Knautschzone am Motorrad fallen die Verletzungen bei Motorradlenkern besonders gravierend aus. Zuletzt gab es im Bezirk am Freitag, 23. Mai, einen schweren Motorradunfall in Amlach.

Durch bewusste Öffentlichkeitsarbeit und gezielte Überwachung will die Polizei nun dieser Negativentwicklung entgegenwirken. Am Sonntag, 25. Mai, führten die Gesetzeshüter aus Tirol, Kärnten, Salzburg und Bayern einen „großangelegten, polizeilichen Überwachungseinsatz“ durch. „Bei ausgesprochen schönem Wetter waren in Osttirol hunderte Motorradfahrer, zum weit überwiegenden Teil sehr diszipliniert, unterwegs“, so der Bezirkspolizeikommandant-Stellvertreter Oskar Monitzer. Überwacht wurden die Großglockner Straße, die Drautalstraße, die Felbertauernstraße und die Gailtalstraße. Bei den Überwachungsmaßnahmen kamen Radar- und Lasergeräte, Lärmmessgeräte und Alkovortestgeräte zum Einsatz.

Insgesamt verbuchte die Polizei in Osttirol am Ende des Tages 41 Beanstandungen, der größte Teil davon waren Geschwindigkeitsüberschreitungen, 37 Biker waren am Sonntag zu schnell unterwegs. Weiters verzeichnete die Exekutive vier sonstige Delikte – darunter fallen unter anderem technische Mängel an den Bikes. Einen Motorrad-Lenker erwischten die Polizeibeamten ohne „entsprechende Lenkberechtigung“.

Der Appell der Verkehrspolizei an Motorradlenker im Wortlaut:
Zu hohe Geschwindigkeiten, riskante Überholmanöver, Kurvenschneiden, Selbstüberschätzung und mangelnde Fahrpraxis sind immer wieder Ursache für schwere Motorradunfälle. Die Polizei weist einmal mehr darauf hin, dass zu einer sicheren Motorradfahrt eine komplette Schutzausrüstung für Lenker und Mitfahrer sowie ein technisch einwandfreies Fahrzeug gehören. Ganz besonders kommt es aber auf ein hohes Verantwortungsbewusstsein, auf ein besonderes Maß an Rücksichtnahme und eine angepasste Fahrweise jedes einzelnen Motorradlenkers an.

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3 Postings bisher
fb vor 3 Jahren

Dieser Artikel, bzw. die Aktion über welche der Artikel berichtet, ist leider nur als PR aufzufassen.

Anzahl der Delikte: 41, bei 4 Kontrollorten, dh. im Schnitt 10 Delikte pro Kontrollort. Wie Bergfex berichtet, kann man allein in Lienz, ab Mitereggerkreuz bis Ostausfahrt mindestens 3 - 4 straffällige BIKER erleben.

Ganz zu schweigen von verschiedensten Überholmanövern, Blockaden durch rottenweises Fahren, etc. Auch die Einhaltung der 100 km/h ist bei zumindest 50% der BIKER nicht feststellbar.

Ich meine, da gäbe es noch genug Betätigungsfeld an weiteren Tagen.

bergfex vor 3 Jahren

Warum überholen Biker bei Sperrlinien? Dürfen die alles? Auch schon gesehen bei Polizisten die nicht im Einsatz waren. Heute wieder...LZ. !!!! ..Bahnhof bis Fagerer auf der Gegenfahrbahn , auserhalb der Sperrlinie.....nur beim MC-Karton einmal kurz recht, damit er nicht auf die Insel prallt..dann wieder Gegenfahrbahn bis zur Ampel. Der Gegenverkehr musste fast am Gehsteig fahren, aber das ist den Bikern gleichgültig.

DA FORDERE ICH MEHR KONTROLLE:

chiller336 vor 3 Jahren

Alles gut und recht, ABER: vielleicht könnte man die Beamten mal drauf aufmerksam machen, die Bremswege bei Anhaltungen ins Kalkül zu ziehen, denn mit 100 kmh innerhalb kürzester Zeit und Weges anzuhalten wäre ebenso ein Grund für (schwere) Verkehrsunfälle mit Bikern .