Matrei startet „Mission Aufstieg“

Die Iseltaler starten heute im Tauernstadion in die Relegation gegen St. Michael/Lavanttal.

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Können die Jungs der TSU Matrei in der kommenden Saison in der Kärntnerliga jubeln? Foto: Expa/Groder

Gespannt blicken viele Osttiroler Fussballfans heute, Mittwoch, 18. Juni, ins Iseltal. Die Union Matrei bestreitet ab 19:30 Uhr im Matreier Tauernstadion das erste Spiel um den Aufstieg in die Kärntner Liga. Gegner ist der Zweitplatzierte der Unterliga Ost, der FC St. Michael/Lavanttal. Um die fußballbegeisterten LeserInnen auf dieses Spiel einzustimmen, haben wir für Sie beide Mannschaften etwas genauer unter die Lupe genommen und uns mit den beiden Sektionsleitern unterhalten.

Der Gast aus dem Lavanttal rangierte nach dem Herbstdurchgang noch auf dem ersten Platz in der Unterliga Ost. Nach einer eher durchwachsenen Frühjahrssaison fiel die Mannschaft von Trainer Burkhard Rupp (ehemaliger Stürmer beim FC Tirol, DSV Leoben, Fc. St. Michael/Lav. und WAC) noch hinter Kühnsdorf, auf den zweiten Platz, zurück. Vor allem das Toreschießen fiel den Lavanttalern zuletzt schwer. So erzielte man in 15 Spielen in der Rückrunde lediglich 14 Tore , die Matreier brachten es in der Hinrunde hingegen auf 33 Tore.

Das Prunkstück der Kärntner ist ganz klar die Defensive. Gestützt durch den großartigen Keeper Christoph Holzer, der zuvor beim WAC im Nachwuchs spielte, kassierten die Lavanttaler während der gesamten Saison nur 25 Gegentore. Weitere Stützen der St. Michaeler sind Markus Hubmann (ATSV Wolfsberg), Rene Prieler, Daniel Oberländer (FC Kärnten und WAC) und Routinier Andreas Baumgartner, der nach den beiden Relegationsspielen seine aktive Karriere beenden wird.

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Kepper Benedict Unterwurzacher ist ein Schlüsselspieler der Iseltaler. Foto: Expa/Groder

Die Matreier schafften mit einer großartigen Rückrunde noch den Sprung auf den zweiten Platz und sind damit derzeit in Osttirol die Nummer Eins. Trotz der Trennung von Erfolgstrainer Markus Hanser schafften es die Iseltaler den Relegationsplatz zu erobern. Die Mannschaft ist sehr ausgeglichen und hat in Benedict Unterwurzacher, Martin Holzer, Daniel Steiner, Lukas Brugger, Rene Scheiber und Mario Kleinlercher sehr wichtige Eckpfeiler. Vor allem vor heimischem Publikum sind die Matreier immer wieder zu großartigen Leistungen fähig.


FC ST MICHAEL/LAVANTTAL (Unterliga Ost | 2. Platz)

30 Spiele (14 Siege/13 Unentschieden/3 Niederlagen) – 55 Punkte – Torverhältnis 39:25

Heimstatistik: 15 Spiele (8 Siege/6 Unentschieden/1 Niederlage) – Torverhältnis 21:8

Auswärtsstatistik: 15 Spiele (6 Siege/7 Unentschieden/2 Niederlagen) – Torverhältnis 18:17

Hinrunde: 1. Platz, Rückrunde: 7. Platz

Top-Torjäger: Arno Rupp 12 Tore, Christoph Schifferl 8 Tore


UNION MATREI (Unterliga West | 2. Platz)

30 Spiele (17 Siege/10 Unentschieden/3 Niederlagen) – 61 Punkte – Torverhältnis 65:32

Heimstatistik: 15 Spiele (11 Siege/2 Unentschieden/2 Niederlagen) – Torverhältnis 33:10

Auswärtsstatistik: 15 Spiele (6 Siege/8 Unentschieden/1 Niederlage) – Torverhältnis 32:22

Hinrunde: 5. Platz, Rückrunde: 2. Platz

Top-Torjäger: Rene Scheiber 19 Tore, Mario Kleinlercher 14 Tore, Daniel Steiner 9 Tore


Die Erwartungen der beiden Sektionsleiter vor dem Auftaktspiel:

Hans-Peter Köll (Union Matrei): „Wir wollen zu Hause die Basis für den Aufstieg legen, welcher auch unser erklärtes Ziel ist. Unsere Chancen dazu stehen vor heimischem Publikum sehr gut. Wir haben über unseren Gegner sehr wenig Infos, wissen aber, dass sie über eine starke Defensive verfügen und in der Offensive ihre Probleme haben. Fraglich ist bei uns lediglich Mario Kleinlercher, der sich verletzt hat.

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Sektionsleiter Hans-Peter Köll weiß, dass die Lavanttaler Probleme in der Offensive haben. Foto: Expa/Feichter

Arno Feldbaumer (FC St.Michael/Lav.): “ Ich erwarte mir ein ausgeglichenes Spiel. Unser Trainer hat die Matreier einmal beobachtet und weiß über ihre Stärken Bescheid. Wir wollen uns eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel schaffen, und unbedingt ein Auswärtstor erzielen. Für uns ist es keine Pflicht aufzusteigen, aber für die Spieler ist es nach einer langen Saison ein schönes Zuckerl, zwei Finalspiele bestreiten zu dürfen. Im ersten Spiel fehlt uns Stefan Arzberger aus schulischen Gründen.“

Auf jeden Fall kann man sich im Matreier Tauernstadion heute auf einen heißen Tanz einstellen – viele Osttiroler Fußballfans werden sicher den Weg ins Tauernstadion finden um die Matreier bei ihrem Vorhaben, in die Kärntner Liga aufzusteigen, zu unterstützen. Die Sportredaktion von Dolomitenstadt.at wünscht den Matreiern auf jeden Fall alles Gute.

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