Glück im Unglück für tschechische Urlauberfamilie

Rotes Kreuz versorgte die Kinder und ihre Eltern nach dem „ersten Schock“.

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Das jüngste Kind der Urlauberfamilie aus Tschechien wurde mit dem Hubschrauber in das Bezirkskrankenhaus Lienz gebracht. Nur wenige Stunden später konnte die Familie das Spital aber wieder verlassen. Foto: Brunner Images

Am vergangenen Sonntag, 3. August,  kam es in Nikolsdorf auf der B100 für eine tschechische Familie zu einem folgenschweren Verkehrsunfall. Durch einen entgegenkommenden Fahrzeuglenker von der Straße gedrängt, überschlug sich der Kleinbus des tschechischen Familienvaters und blieb stark beschädigt auf der Fahrbahn liegen.

Die anrückenden Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rotes Kreuz und Hubschrauber waren — aufgrund der Alarmmeldung — auf das Schlimmste gefasst. Nach der Bergung von zwei Erwachsenen und fünf Kindern, die nach ersten Anzeichen nur oberflächlich verletzt schienen, wurde das jüngste Kind gemeinsam mit der Mutter in das Bezirkskrankenhaus Lienz geflogen. Der Vater und die restlichen vier Buben wurden mit Rettungsfahrzeugen ebenfalls zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.

Bereits nach einer Stunde wurden sechs Familienmitglieder wieder entlassen. Beim Jüngsten wurde ein Beinbruch festgestellt. Mittels eines bis zum Oberkörper reichenden Gips wurde der Einjährige versorgt. Die Bezirksstelle vom Roten Kreuz in Lienz diente im Anschluss als Aufnahmestelle für die etwas desorientierten, teilweise blutverschmierten und ohne Gepäck gestrandeten Unfallopfer.

Der Rotkreuz-Einsatzleiter, sowie die Notfallsanitäterin und der Notarzt kümmerten sich um Eltern und Kinder. Die Kinder wurden „spielerisch“ beschäftigt, Getränke und Essen wurden verteilt und den unter starkem „Stress“ stehenden Erwachsenen wurde die Möglichkeit zum Ausruhen gegeben. Eine durch die Polizei verständigte Dolmetscherin half nicht nur bei sprachlichen Barrieren, sie besorgte auch Spielsachen und Windeln. Ein weiterer „Rotkreuzler“ organisierte Kinderbekleidung. Schlussendlich erwies sich die Fast-Food-Kette McDonalds als äußerst spendabel und versorgte nicht nur die verunglückte Familie mit Essen und süßen Überraschungen, sondern auch die Mitarbeiter vom Rettungsteam.

Gegen Abend wurde die Familie dann von ihrer Versicherung mit einem Leihfahrzeug samt Chauffeur abgeholt und alle können – schlussendlich gut versorgt – ihre Heimreise antreten.

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