Starker Konzertabend rund um „Drumartic“

Das Revival der Percussionisten war ein musikalisches Familienfest.

Die Erwartungen waren hoch gesteckt, vor dem Revival-Konzert von Drumartic am Samstag, 9. August. Insider wussten, es würde emotional werden – und musikalisch anders als vor dem tragischen Unfall, der die Band ihren charismatischen Leader kostete. Der Tod von Markus Wendlinger im Oktober 2013, die schweren Verletzungen von Markus Warscher, René Mair und Kathrin Musshauser, die schwierige Zeit danach – all das schwang mit, als um Punkt 21.00 Uhr auf Schloss Bruck der Regen aufhörte und Klaviertöne das erste Lied der „neuen“ Drumartic-Formation einleiteten, die eigentlich fast die alte geblieben ist, jetzt verstärkt um einen Weggefährten, Markus Musshauser am Keyboard.

Über den Köpfen der Musiker sah man in emotionalen Bildern noch einmal Markus Wendlinger, dann setzten die Drums ein und Warscher, Peter Lindsberger und Mair takteten sich für die Zukunft ein. Piano und Synthesizer sind klanglicher Ausdruck dieses neuen Stils und kamen auf Anhieb gut an bei einem Publikum, unter das sich viele Freunde mischten. Der kleine Schlosshof war mit rund 350 Menschen bis auf den letzten Platz gefüllt. Bereits zum Auftakt des musikalischen Abends im historischen Gemäuer gab's feine Kost mit Pete & the Early Tones aus Salzburg, frühen Rock, Blues und Rockabilly im klassischen 50er-Jahre-Line-Up mit Kontrabass, Gitarre und Drums.

Die Drumartiker ließen nichts an bekannter Wucht vermissen, gaben sich aber variantenreicher, musikalisch offener als in alten Tagen, der immer professionelle Hannes Ladinig war mit seiner Gitarre mehr als nur eine Bereicherung und schließlich komplettierten zwei unverwechselbare Stimmen das musikalische Gesamterlebnis. Kathrin Musshauser und Sara Köll betraten die Bühne. Beide hatten Stunden zuvor einen Auftritt in Kitzbühel absolviert und wirkten dennoch frisch und kraftvoll, inspiriert und motiviert an einem Abend, der einmal mehr die Qualität der Osttiroler Musikszene untermauerte.

Auch der Ausklang passte ins Bild und wurde zum programmierten Stimmungsbomber. Jimmy and the Goofballs, die derzeit erfolgreichste Band mit heimischen Wurzeln, rief zum Finale den Reggae aus, funkig, groovig und so ansteckend, dass selbst das Wetter gut gelaunt war.

Slideshow: Expa/Johann Groder

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