Felbertauern-Maut: Zweites Mahnschreiben

Wie der ORF Tirol heute berichtet, wird die EU-Kommission ein zweites Mahnschreiben an die Republik Österreich richten. Grund dafür ist die Sondermaut-Regelung am Felbertauern. Die Kommission habe Österreich aufgefordert, die „Ungleichbehandlung“ im Mautschema zu beseitigen.

Derzeit fahren Osttiroler gratis durch den „Felber“, auch die übrigen Tiroler, Salzburger und Kärntner passieren die Strecke zwischen Matrei i.O. und Mittersill billiger. Gegen diese Begünstigungen für Pkw-Lenker mit einer „LZ-Tafel“ hatte eine deutsche Autolenkerin geklagt.

Neben den Personenkraftwagen gelten aber auch für Lkw und Busse niedrigere Preise. „Die Kommission hält die Höhe der Differenzierung für unverhältnismäßig hoch im Fall von privaten Autos, und ist der Ansicht, dass die Differenzierung im Fall von kommerziellen Fahrzeugen zusätzlich den Wettbewerb verzerrt“, resümieren die zuständigen EU-Beamten.

Laut der Europäischen Union muss die Republik jetzt „die Mautregelung in Einklang mit dem im EU-Vertrag verankerten Grundsatz der Nicht-Diskriminierung bringen“.

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12 Postings bisher
nasowas vor 4 Jahren

Wie wäre es, wenn jede/r OsttirolerIn AkionärIn der Felbertauern Straßen AG wird (z.B. 1 Aktie erwerben kann) und dann statt einer Dividende freie Fahrt über den Felbertauern hat? Oder jede Gemeinde wird Aktionärin und kann an ihre GemeindebürgerInnen dann eine Dauer-Vignette ausgeben oder zu einemsymbolischen Minimal-Preis verkaufen?

gruenxi vor 4 Jahren

Dass die Felbertauern-Maut nicht EU-gerecht ist, müssten die Felbertauernbosse schon seit Jahren wissen. Ganz krass sind die Differenzen beim Güterverkehr. Als die Tauern-AB die Mautregelung EU-gerecht gestaltet hat, hätte man auch seitens der Felbertauern-AG reagieren müssen. Statt zu reagieren, hat man halt jetzt Österreich-Typisch wiederum Grund, auf die böse EU zu schimpfen - und vergisst dabei, dass der Bezirk etliche Millionen seit dem EU-Betritt lukriert hat. Es wird nichts anderes als eine EU-gerechte Mautregelung übrigbleiben, und die Wirtschaft wird trotzdem im Bezirk Lienz nicht zusperren müssen.

bergfex vor 4 Jahren

Einige Postings haben mit dem Artikel herzlich wenig zu tun. Ich verstehe nur nicht warum in Deutschland eine "Ausländermaut" EU-konform sein sollte, was in Österreich nicht ist. Ich sehe dese zwei Angelegenheiten haben doch etwas gemeinsam.

defregger vor 4 Jahren

@le corbusier ...gut beschrieben!

@ golopi,

ich möchte hier kein Referat halten und Äpfel ect. mit irgendetwas vergleichen. Das es gravierende Preis Unterschiede in geographisch benachteiligten Gebieten gibt, ist mir bewusst.

Nur schipfen nützt nix. Stillstand ist Rückschritt und man sollte vorausschauen, denn: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit, wenn du verstehst was ich meine.

Ich wünsche mir, dass jeder Österreicher einmal im Leben, mindestens 1 Jahr im Ausland arbeiten sollte, um seinen Horizont zu erweitern. bzw. seine Sturheit zu kompensieren lernt.

Ein sonniges We wünscht herzlichst ihr defregger

golipi vor 4 Jahren

@defregger,

was hat bitte eine Firmenniederlassung/touristische Investition mit einem Freizeitwohnsitz/Hauptwohnsitz einer Privatperson zu tun? Bitte beim Thema bleiben. Gegen Firmenniederlassungen bin ich der letzte der etwas dagegen sagt. Die dürfen alle kommen.

Und bezüglich Grundstückspreise bitte auch beim Thema bleiben. In Oberdrauburg kostet der m² z.B. 170€ weniger als in Sillian. Und in Sillian ist man gefühlte Lichtjahre von einem Ballungszentrum entfernt (genauso wie in Oberdrauburg). Also bitte Äpfel mit Äpfel vergleichen. Das ein Grundstück in Wien teurer ist wie eines in Heinfels ist auch klar. Jedoch wenn man sich die Preisentwicklung der letzten Jahre ansieht wird der Unterschied immer kleiner. Der Unterschied: In Wien bist in einem Ballungszentrum, in Heinfels in der Pampa.

le corbusier vor 4 Jahren

wenn man die kommentare der letzten wochen und monate so liest (zu natura 2000, felber,...) scheint die osttiroler urangst vor der eu, dem bund, dem land, und überhaupt jedem und allem ein neues level zu erreichen. und überhaupt di deitschen...

defregger vor 4 Jahren

Lieber golipi,

als Auslandsosttiroler und seit 43 Jahre dort lebend, denke ich, dass ich sehr wohl in der Lage bin, über den Tellerrand und die die Nachbartäler, hinaus zu schauen. Nicht jeder EU Bürger möchte in das schöne Osttirol. Die Grundstückspreise sind nicht nur in Tirol der "Wahnsinn", sonder generell in Österreich und der gesamten EU, besonders in Ballungsräumen. Auch in Defereggn gibt es Deutsche, Russen und Italiener die touristisch investiert haben und das finde ich gut so. Denn nur mit der Landwirtschaft allein , wäre das wirtschaftliche aus, bereits eingetreten. Und ich denke auch, dass die EU Bürger die im Oberland investiert haben, einen hohen Beitrag zur örtlichen und nachhaltigen Wertschöfpung beigetragen haben und weiterhin auch werden. Von geschaffenen Arbeitsplätzen, siehe Loacker usw.ganz zu schweigen.

In diesem Sinne, grüßt sie

Herzlichst ihr defregger

golipi vor 4 Jahren

Lieber defregger,

im Defreggen wird man wohl froh sein, wenn zumindest einer einen Grund kauft und dort ein Haus aufstellt. Würdest du aber deinen Horizont ein Tal erweitern, wüsstest du, dass speziell im Oberland alles von den Italienern aufgekauft wurde und die Grundstückpreise dort ins Unerschwingliche stiegen. Gäbe es diese Freizeitwohnsitzregelung nicht, würde in 20 Jahren dort keiner mehr deutsch reden. Kannst dir gerne einmal ein Bild machen von diesen lieben neuen EU Bürgern in den Dörfen. Die siehst du nirgends, die integrieren sich nicht, treten keinem Verein bei, usw. Der Tod für ein funktionierendes Dorfleben. Die Grundstückspreise in Tirol sind sowieso schon der Wahnsinn. Anderswo in Europa, wo Platz genug ist, wirds egal sein ob da ein paar neue EU Bürger kommen oder nicht. Aber unser schönes Land hergeben, damit ein paar Südeuropäer ihr Geld bunkern können, sicher nicht.

griasenk vor 4 Jahren

Osttirol ist der einzige Bezirk Österreichs der geografisch von seinem Bundesland getrennt ist. Um in unsere Landeshauptstadt zu gelangen, müssen wir entweder über ein anderes Bundesland, oder über Südtirol fahren. Man sieht jetzt, nach dem Felssturz am Felbertauern, welche wirtschaftlichen Folgen das alles hat und auch noch haben wird. Ich bin Pendler und musste in der Zeit, wo der Felbertauern gesperrt war auch über die Großglocknerstrasse ausweichen. Ist anfangs richtig schön aber mit der Zeit sehr anstrengend. Und von den zusätzlichen Kosten ganz zu schweigen. Ich bin der Meinung, das die bestehende Regelung so wie sie ist, gut ist. Auch wenn diese deutsche Autofahrerin sich darüber beschwert - ja dann soll sie eben über Südtirol oder Kärnten nach Osttirol fahren - oder besser zu Hause bleiben. Ich bin beruflich sehr viel in Deutschland und auch hier wird man ordentlich zur Kasse gebeten (Parken 8 Stunden kostet z. B. € 10,00). Nun könnte man argumentieren das man die öffentlich Verkehrsmittel benutzen solle, na ja in meinen Fall wären das dann pro Woche ca € 25,00, ist auch nicht wirklich geschenkt. Also verehrte deutsche Autofahrerin - bitte vermeiden Sie künftig die Felbertauernstrasse um Ihnen die Überfahrtskosten zu sparen - verwenden Sie statt dessen die öffentlichen Verkehrsmittel - da ist die Maut schon inbegriffen und vor allem Sie kommen entspannt in Osttirol an und haben keinen Grund sich zu beschweren. Danke! Schon komisch welche Probleme manche Menschen haben und wenn sie keine haben dann machen sie u n s welche. In diesem Sinn griasenk

stjakob vor 4 Jahren

Natura 2000, Felbertauernmaut FREI für Osttiroler in frage stellen? Sonst homa kone probleme in Österreich oder in der EU? Bin a EU befürwortet ober schön longsom gehts ma am arsc....

defregger vor 4 Jahren

Gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz wird in Österreich gerne verstoßen, das Geschrei ist hinterher groß, wenn dies nicht mehr funktioniert. zB. - Autobahnmaut-Kufstein Nord-Süd - Lifkartenpreise- für Einheimische - Felbertauernmaut uvm.

EU: heißt unter anderem auch : -freier Personenverkehr -freier Kapitalverkehr -freie Wohnsitzwahl uvm.

Ich hoffe auch, dass die Freizeitwohnsitzregelung in der jetzigen Form fällt, da auch diese eine Diskriminierung eines jeden EU Bürgers darstellt.

Als Österreicher darf ich mir in ganz Europa eine Wohnung kaufen und muss dort NICHT meinen Hauptwohnsitz haben. Als Österreicher und im Ausland lebend, darf ich in Österreich( TIrol) keine Wohnung o.Haus ect. erwerben oder bauen, ohne meinen Hauptwohnsitz nach Österreich(Tirol) zu verlegen- Auch das finde ich als Diskiminierung.

Und ohne Gäste und EU, wo stünde Österreich bzw. Tirol heute?

Herzlichst ihr defregger

christoph03 vor 4 Jahren

JA da sieht man es wieder ein Deutscher misst unsere Pisten Kilometer dann werden diese in einem eklat richtig gestellt dann kommt wieder eine deutsche und zeigt Österreich wegen der Maut an! Wenn es unseren Gästen die Bedingungen nicht passen dann sollen sie dort bleiben woher sie kommen! DANKE liebe EU DANKE an alle!