Martin Mayerl sorgt sich um heimischen Honig

Gentechnikfreiheit soll für Konsumenten sichtbar gemacht werden.

Foto: Ramona Waldner
Foto: Ramona Waldner

Österreichischer Honig ist gentechnikfrei. Weil Pollen aber künftig in der EU nicht mehr als Zutat gelten, sondern als natürlicher Bestandteil, entfällt die Kennzeichnungspflicht, selbst wenn der Nektar von gentechnisch veränderten Pflanzen stammt. Der Osttiroler VP-Landtagsabgeordnete und Bauernbündler Martin Mayerl fordert, dass Österreich seine Kennzeichnungsvoraussetzungen ändert und heimischer Honig für Konsumenten als „gentechnikfrei“ gekennzeichnet wird.

„Mir geht es um den Schutz der Konsumenten und der Honigproduzenten“, sagt Mayerl. Mit der Änderung der Honigrichtlinie und dem Wegfall der Kennzeichnungspflicht sei der Markt für Billighonig offen, der auch gentechnisch veränderte Stoffe enthalten könne. „Pollen im Honig gelten zukünftig als natürliche Bestandteile und nicht mehr als Zutat. Kennzeichnungspflicht für natürliche Bestandteile besteht erst ab 0,9 Prozent. Honig enthält für gewöhnlich nur 0,5 Prozent an Pollen“, erklärt Mayerl.

Die Kennzeichnungsvoraussetzungen in Österreich sind an das europäische Recht angelehnt. Es gelten also die selben Schwellwerte. „Diese Werte sollen angepasst werden. Dann kann österreichischer Honig mit dem bekannten ‚Gentechnikfrei’-Logo gekennzeichnet werden.“ Ein Antrag auf Änderung der Kennzeichnungsvoraussetzungen wurde einstimmig vom Tiroler Landtag angenommen.

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