Seltenes Flötenquartett wird in Lienz aufgeführt

Aleksić Streichtrio und Olivera Milovic heute in der Spitalskirche.

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Das Streichtrio Aleksić und die Flötistin Olivera Milovanovic wurden mit der Einstudierung des Flötenquartetts Op. 85 beauftragt. Fotos: Stadtkultur Lienz

Gottfried von Einem zählt zu den bekanntesten wie bedeutendsten österreichischen Komponisten des 20. Jahrhunderts und war über viele Jahre der meistaufgeführte zeitgenössische Komponist der europäischen Kunstmusik. Sein Flötenquartett Op. 85 wurde nach der Uraufführung im Jahr 1989 noch 15 mal aufgeführt, geriet danach jedoch in Vergessenheit. Erst im Jahr 2010 entdeckte Musikwissenschafter und Einem-Forscher Michael Losen das Werk wieder. Die Gottfried von Einem Stiftung beauftragte daraufhin das Aleksić Streichtrio sowie die Flötistin Olivera Milovanovic mit der Einstudierung des Werks.

Als das Angebot, dieses Werk auch in Lienz aufzuführen an die Stadtkultur Lienz herangetragen wurde, war das Interesse groß, zumal das Stück des durchaus tonal komponierenden Meisters in ein ansprechendes Programm mit Trios von Schubert und Beethoven und einer Serenade für Streichtrio von Ernst von Dohnanyi eingebettet ist.

Das Aleksić Streichtrio besteht aus Aleksa – übriges ein Männername – und Nadežda (Violinen) und Ana Aleksić (Violoncello). Die Geschwister Aleksić wurden in Jagodina (Serbien) geboren. Alle drei erhielten ihre erste musikalische Ausbildung in der Schule für besonders musikbegabte Kinder in Cuprija (Serbien), die sie mit Auszeichnung abschlossen. Sie waren Preisträger bei mehreren Wettbewerben, beispielsweise beim Internationalen Wettbewerb “Citta di Stresa“ in Italien und traten als Kammermusiker auch bei internationalen Festivals auf. Seit dem Jahr 2002 sind die Geschwister Aleksić in Wien wieder vereint. Mittlerweile haben alle drei ihre Studien an der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst mit Auszeichnung abgeschlossen. Das im Jahr 2005 gegründete Aleksić Streichtrio studierte Kammermusik bei Professor Peter Matzka. Weitere musikalische Impulse erhielt es von bedeutenden Musikern wie Elisabeth Leonskaja, Johannes Meissl und Josef Luitz. In zahlreichen Konzerten, vor allem im Wiener Raum, ist das Streichtrio mit klassischem, aber auch mit zeitgenössischem Repertoire zu hören.

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Olivera Milovanovic (Flöte) wurde in Pancevo (Serbien) geboren und studierte an der Kunstakademie Novi Sad, im Jahr 2000 wurde sie am Konservatorium der Stadt Wien in die Klasse von Prof. Meinhart Niedermayr, dem ehemaligen 1. Flötisten der Wiener Philharmoniker, aufgenommen. Am Konservatorium sammelte sie zahlreiche Erfahrungen in der Beschäftigung mit Kammermusik und diversen Orchesterprojekten. Nach nur zwei Studienjahren konnte sie ihr Konzertfachstudium mit Auszeichnung abschließen.

Im selben Jahr wurde sie in die Klasse des gebürtigen Lienzers Professor Robert Wolf (1.Flötist der Wiener Symphoniker) an der Musikuniversität Wien aufgenommen, bei dem sie mittlerweile ihre zusätzliche pädagogische Ausbildung ebenfalls mit Auszeichnung abgeschlossen hat. Olivera Milovanovic ist erste Stipendiatin des „Werner Tripp Memorial Found“ und regelmäßige Substitutin bei den Wiener Symphonikern und wirkte unter anderem bei den Salzburger Festspielen mit.

Karten für das Konzert gibt es im Bürgerservicebüro in der Liebburg und an der Abendkasse. Es gelten auch die neuen Wahlveranstaltungs-Blöcke. Info und Reservierung auf der Stadtkultur-Website und unter 04852/600-519.

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