Ich sehe Osttirol als meine Homebase

Julia Begher will Erfahrungen sammeln, Fehler machen und Kontakte knüpfen.

Das ist die 4. Folge der Interview-Serie “Heimweh?” Im Dolomitenstadt-Printmagazin ( erhältlich im Osttiroler Zeitschriftenhandel) und im Introvideo zur Serie erfahren Sie mehr. Unsere heutige Gesprächspartnerin ist Julia Begher. Sie stammt aus Heinfels und ist am 7. März 1992 geboren.

Julia Begher, porträtiert von Linda Steiner.
Julia Begher, porträtiert von Linda Steiner.

Was machst du zurzeit?

Vergangenen Juli habe ich mein Studium Kommunikations- und Grafikdesign an der Akademie U5 in München erfolgreich abgeschlossen. Der Höhepunkt dieses dreijährigen Studiums war die Diplompräsentation am Ende des 6. Semesters vor einer Jury, bestehend aus den bekanntesten Werbeköpfen Deutschlands. Als eine von zwei Österreicherinnen empfand ich es wichtig, etwas aus meiner Heimat einzubringen. Und so hab ich mir als Diplomthema das Redesign der Wiener Philharmoniker ausgesucht.

Im Sommer war ich dann auf der Suche nach einem passenden Job, den ich schließlich in einer Werbeagentur gefunden habe.

Hast du einen starken Bezug zu deiner Heimat?

Ja, sehr. Ich sehe Osttirol als meine Homebase.

Kannst du dir vorstellen, später wieder hier zu leben und zu arbeiten?

Auf alle Fälle. Doch in den nächsten Jahren will ich in erster Linie Erfahrungen sammeln, Fehler machen und Kontakte knüpfen. Auf diesem Fundament möchte ich dann in Osttirol aufbauen.

Bist du mit dem Job-Angebot in Osttirol zufrieden oder möchtest du irgendwann dein eigenes Unternehmen gründen?

Für meine Branche gibt es im Moment in Osttirol leider kaum relevante Job-Angebote. Dies wird sich in den nächsten Jahren wohl auch nicht erheblich ändern. Diese Chance möchte ich ergreifen und ein eigenes Unternehmen gründen, wobei ich das aber am liebsten auf mich zukommen lasse.

Gibt es etwas, das dir in Osttirol fehlt?

Klar, es sind viele Dinge in Osttirol ausbaufähig, z. B. der Kulturbereich. Jedoch sollte man auch nie vergessen, dass Lienz nicht New York und Osttirol nicht Disneyland ist.

–––

In der Serie „Heimweh?“ entstehen vorerst 50 Porträts von Studentinnen und Studenten aus Osttirol, geschrieben und gezeichnet von Linda Steiner. Unterstützt wird dieses Dolomitenstadt-Projekt von Durst Phototechnik. Außerhalb Osttirols lebende Studierende, aber auch andere junge „Bildungsauswanderer“ können sich per Mail an redaktion@dolomitenstadt.at bei uns melden, wenn sie an diesem Projekt teilnehmen möchten.

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3 Postings bisher
sonnenstadtlienz vor 3 Jahren

Gratulation Linda zu deinen tollen Werken!!!

PrinzessinL vor 3 Jahren

Auch Osttiroler können Englisch. Und sie beherrscht sicher auch den Dialekt noch.

bergfex vor 3 Jahren

Hast du einen starken Bezug zu deiner Heimat?

Ja, sehr. Ich sehe Osttirol als meine Homebase.

Wo bleibt der starke Bezug zum Osttiroler Dialekt? Homebase , das ist original osttirolerisch.