Wimmer verkauft Hotel und Stadtsaal

Am Montag wird der neue Besitzer bekanntgegeben.

Geht es nach Hotel Sonne-Eigentümer Günther Wimmer, dann könnten die Bauarbeiten an der Tiefgarage und am Lienzer Stadtsaal bald beginnen. Foto: Expa/Gruber
Günther Wimmer hat sein Hotel Sonne und den Stadtsaal verkauft. Foto: Expa/Gruber

Am Ende ging es überraschend schnell. Erst vor wenigen Wochen war die Diskussion über den Verkauf des Lienzer Stadtsaales an die Stadtgemeinde neu aufgeflammt. Bürgermeisterin Elisabeth Blanik sprach von einer Pattsituation, Eigentümer Günther Wimmer von einem Schnäppchen. Nur noch 300.000 Euro, weniger als die mobile Bühne gekostet hat, hätte die Stadt für den Saal hinblättern müssen.

Der Hotelier war sich bereits weitgehend einig mit der Genossenschaft Frieden, die den gesamten Gebäudekomplex samt Hotel übernehmen und dann den Saal an die Stadt weiter verkaufen wollte. Aus dem Hotel sollten in diesem Fall Wohnungen gemacht werden. Dolomitenstadt.at berichtete ausführlich über die Hintergründe. Der Deal scheiterte, weil die Stadt, angeführt von Bürgermeisterin Elisabeth Blanik und VP-Mandatar Christian Steininger, eine Bedingung an die Übernahme des Stadtsaales knüpfte.

Sonne-Verkauf
Nicht nur der Stadtsaal, auch das Hotel Sonne wechselte den Besitzer.

Das Hotel müsse Hotel bleiben, weil in Lienz dringend Betten gebraucht würden. Das wiederum schmeckte der Frieden nicht, die Verhandlungen drehten sich – wie schon seit vielen Jahren – weiter im Kreis. Heute, 15. November, folgte ein Knalleffekt. Günther Wimmer meldete in einer Presseaussendung: „Das Hotel Sonne und der Stadtsaal sind verkauft worden.“ Am Montag, 17. November, will Wimmer bekanntgeben, wer die neuen Eigentümer sind. Soviel steht bereits fest: es ist nicht die Stadt Lienz.

Am wahrscheinlichsten – und dennoch derzeit Spekulation – ist jene Variante, die Wimmer und Frieden-Vorstandsdirektor Dietmar Härting, im September auf dolomitenstadt.at ins Spiel brachten. Die Frieden wollte das gesamte Objekt kaufen und der Stadt eine Option für zwei Jahre einräumen. Spannend ist der Deal auch deshalb, weil er direkte Auswirkungen auf die Stadtentwicklung am Südtirolerplatz hat und auch die dort geplante Tiefgarage tangiert. Eine Karte hat die Stadt noch im Talon. Wer auch immer den Saal kauft, muss mit dem Gratisnutzungsrecht der Kommune leben. Verdienen lässt sich mit dem schon etwas abgewohnten Veranstaltungssaal jedenfalls eher nichts. Näheres am Montag.

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