Toblacher Eisbären fertigten Spittal ab

10:3 Heimsieg der Icebears Toblach in der Kärntner Liga Division 1.

Die Gäste aus Spittal an der Drau waren zum Spiel gegen Toblach mit einem sehr prominenten Mann hinter der Bande angereist. Engelbert „Zapfn“ Linder, der 25 Jahre beim EC VSV in der Eishockey Bundesliga als Spieler aktiv war, in dieser Zeit knapp 800 Spiele für die blau-weißen Adler bestritt und auch in der Österreichischen Eishockey Nationalmannschaft seinen Mann stellte, ist seit dieser Saison Trainer bei den Oberkärntnern.

Das Spiel begann allerdings nicht nach dem Wunsch der Gäste. Bereits nach fünf Minuten nützten die Hausherren eine numerische Überlegenheit und Simone Waink brachte die Icebears mit 1:0 in Führung.

Die Spittaler steckten aber nicht auf und drehten binnen dreißig Sekunden das Spiel zu ihren Gunsten. Zunächst erzielte Daniel Kudler den Ausgleich und in der 8. Minute gelang dem ehemaligen UEC Lienz Spieler, Daniel Wernisch, sogar der 2:1 Führungstreffer für die Gäste. Die Südtiroler taten sich danach sehr schwer, konnten aber fünf Minuten vor dem Ende des ersten Drittels noch den wichtigen Ausgleichstreffer erzielen. Nur zehn Sekunden nachdem der Spittaler Wolfgang Unterlerchner auf die Strafbank geschickt wurde, nützten die Icebears die numerische Überlegenheit aus und Andrea Rezzadore gelang das 2:2.

Im zweiten Spielabschnitt legten die Südtiroler einen Gang zu und zauberten wunderschöne Kombinationen auf das Eis. Die Spittaler wurden regelrecht in deren eigenen Verteidigungsdrittel eingeschnürt und die logische Konsequenz war der Führungstreffer zum 3:2 in der 23. Minute. Fabio Alvera war für seine Icebears erfolgreich.

Die Gastgeber machten auch danach weiter viel Druck und sorgten mit einem Doppelschlag Mitte des zweiten Drittels bereits für eine kleine Vorentscheidung. Zunächst erhöhte Andrea Rezzadore im Powerplay auf 4:2 und nur wenig später sorgte Simone Waink für das 5:2. Die Spittaler nahmen daraufhin ein Time Out und versuchten damit den Angriffsschwung der Toblacher zu bremsen. Dies gelang in den folgenden Minuten auch etwas besser, selber konnte man aus einigen gut vorgetragenen Konterangriffen aber keinerlei Kapital schlagen.

Markus Rehman (Nr. 83) hielt Spittaler Defensive in permanentert Alarmbereitschaft und schoss an diesem Abend drei Tore.
Markus Rehman (Nr. 83) hielt Spittaler Defensive in permanenter Alarmbereitschaft und schoss an diesem Abend drei Tore.

Kurz vor Drittelende erhöhte Markus Rehmann sogar auf 6:2 für die Südtiroler, die im Mittelabschnitt eindrucksvoll bewiesen, dass sie auch in der heurigen Saison zu den heißesten Titelfavoriten zählen.

Die Icebears ruhten sich auf dem beruhigenden Vorsprung im Schlussdrittel aber keineswegs aus, sondern verwöhnten die zahlreichen Fans mit tollem Hockey. Spittal Trainer Engelbert Linder war mit der Leistung einiger seiner gestandenen Spieler überhaupt nicht zufrieden und gab einigen jungen Spielern die Möglichkeit sich zu beweisen. Aber auch diese konnten die Toblacher an diesem Abend nicht bremsen. Zwischen der 45. und 50. Minute schraubten die Icebears das Score auf 10:2. Markus Rehmann (2), Denis Soravia und Michelle Valle da Rin konnten sich als Torschützen feiern lassen.

Den Schlusspunkt in dieser letztendlich sehr einseitigen Partie setzten dann 17 Sekunden vor der Schlusssirene die Spittaler. Wolfgang Unterlerchner sorgte mit dem Treffer zum 10:3 noch für etwas Ergebniskosmetik.

Äußerst zufrieden war logischerweise Icebears Kapitän Klaus Volgger nach dem Spiel: „Unsere Fans hatten heute viel Freude mit uns, denn es wurden tolle Tore erzielt. Man merkte, dass die Jungs mehr und mehr wieder zur Mannschaft zusammenwachsen und wieder Freude am Eishockey haben.

Nach dem vierten Sieg im 4. Heimspiel in dieser Saison müssen die Toblacher nun am 23. Dezember zum Duell der Eisbären in Huben antreten, ehe es im letzten Spiel des Jahres, am 27. Dezember in Toblach, zum Topspiel gegen die Oilers Salzburg kommt.

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