Ich würde gern im Umweltschutz arbeiten

Martin Fuchs studiert „USW NAWI-TECH“. Klingt nicht ganz einfach!

Das ist die 16. Folge der Interview-Serie “Heimweh?” Im Introvideo zur Serie erfahren Sie mehr. Unser heutiger Gesprächspartner ist Martin Fuchs (23) aus Thal, Gemeinde Assling.

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Martin Fuchs, porträtiert von Linda Steiner.

Was machst du zurzeit?

Derzeit studiere ich in Graz an der Universität und der TU Graz Umweltsystemwissenschaften Naturwissenschaften-Technologie (USW NAWI-TECH).

Das klingt nach einer besonderen Kombination. Was kann man sich darunter vorstellen?

Vor allem ist es eine interessante Kombination. USW NAWI-TECH vereint sowohl naturwissenschaftliche Fächer als auch Systemwissenschaften in einem Studium. Neben einer breiten Ausbildung in Chemie, Physik, Erdwissenschaften und Verfahrenstechnik erhält man auch Kenntnisse über eine Vernetzung von menschlichen Handlungen und den daraus resultierenden Umweltveränderungen.

Dies macht das Studium zu einer äußerst zukunftsvisionären Ausbildung in Bereichen und Branchen wie dem Energiewesen, der Abfallwirtschaft, der Beratung und Betreuung von Umweltschutzeinrichtungen und von Unternehmen bezüglich Umweltmanagement.

Gibt es einen Eckpunkt, mit dem du dich am besten identifizieren kannst?

Da ich mich doch für die „gesamte“ Naturwissenschaft interessiere, fällt es mir schwer, mich für eine Fachrichtung im Speziellen zu entscheiden. Das ist auch sicher einer der Hauptgründe, warum ich mich für dieses Studium entschieden habe; aufgrund eines naturwissenschaftlich breiten und interdisziplinären Bildungsangebots. Müsste ich mich jedoch für ein Fach im Speziellen entscheiden, so wäre es wohl die Physik.

Warst du dir schon von Anfang an sicher, was du studieren möchtest?

Ursprünglich, nach bestandener Matura, wollte ich Geschichte und/oder Archäologie studieren. Nach weiterer Überlegung und einem inneren Drang, mich mit etwas Zukunftweisendem und nicht Vergangenheitskrämerischem (sämtliche Historiker mögen mir bitte verzeihen) zu beschäftigen, stieß ich mit der Zeit auf die Umweltsystemwissenschaften. Von da an war ich mir sicher.

Was ist dir im Hinblick auf deinen späteren Beruf wichtig?

Da ich mich erst im 3. Semester befinde, habe ich mir über meine berufliche Zukunft noch nicht so viele Gedanken gemacht. Mehr spontan als wohl überlegt würde ich jedoch gerne im Bereich Umweltschutz oder an der Entwicklung umweltschonender Produkte arbeiten. Wichtig dabei wäre mir ein sicherer Arbeitsplatz mit der Möglichkeit, mich durch Fortbildungen weiter entwickeln zu können.

Kannst du dir vorstellen, nach Osttirol zurückzukehren?

Osttirol ist meine Heimat und ich fahre immer gern und voller Freude nach Hause. Ob ich aber eines Tages in meinen eigenen vier Wänden in Osttirol leben werde, weiß ich noch nicht. Ausschließen will ich diese Möglichkeit aber auf gar keinen Fall.

Gibt es etwas, das dich an Osttirol stört?

Im Großen und Ganzen eigentlich nicht. Meiner Meinung nach hat Osttirol aber noch einiges an unausgeschöpftem Potential zur Verfügung, um die Region vor einer zu großen Abwanderung zu schützen und sie für Außenstehende attraktiver zu machen. Ich glaube, besonders im Bildungsbereich, in Zusammenarbeit mit regionalen Firmen und jenen, die auch international agieren, ist noch einiges möglich. Umso mehr freut es mich, erst kürzlich von der Möglichkeit, ab 2016 in Osttirol studieren zu können, gehört und gelesen zu haben. Zusätzlich denke ich, dass in Puncto Gehalt/Lebensunterhalt eine verbesserte Lebensqualität gewährleistet wäre.

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In der Serie „Heimweh?“ entstehen vorerst 50 Porträts von Studentinnen und Studenten aus Osttirol, geschrieben und gezeichnet von Linda Steiner. Unterstützt wird dieses Dolomitenstadt-Projekt von Durst Phototechnik. Außerhalb Osttirols lebende Studierende, aber auch andere junge „Bildungsauswanderer“ können sich per Mail an redaktion@dolomitenstadt.at bei uns melden, wenn sie an diesem Projekt teilnehmen möchten.

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