Tierärztin zu werden war immer mein Traum

Christina Thonhauser studiert Veterinärmedizin und arbeitet in Wien.

Das ist die 25. Folge der Interview-Serie “Heimweh?” Im Introvideo zur Serie erfahren Sie mehr. Unsere heutige Gesprächspartnerin ist Christina Thonhauser. Sie kommt aus Lienz und ist 22 Jahre alt.

Christina Thonhauser, porträtiert von Linda Steiner.
Christina Thonhauser, porträtiert von Linda Steiner.

Erzähl mal, was du machst.

Ich studiere Veterinärmedizin im zweiten Jahr auf der Veterinärmedizinischen Universität Wien und arbeite nebenbei in einer Tierarztpraxis.

Was sind deine Aufgaben in der Praxis?

Eigentlich so gut wie alles; Patientenbesitzer empfangen, kurze Anamnese entgegen nehmen, Terminvergaben, Futterverkauf, Laborarbeiten, Operationsassistenz und als wichtigster Punkt natürlich die Patientenbetreuung und die Mithilfe bei der Behandlung vom Tier.

Hattest du schon immer ein Händchen für Tiere? Oder woher kommt deine Motivation zu diesem Studium?

Tierärztin zu werden war immer schon mein Traum. Dadurch, dass mein Opa selbst Tierarzt war, konnte ich mir schon früh einen kleinen Einblick in diese Berufswelt schaffen. Meine Tierliebe war wohl schon als Kind kaum zu leugnen, mit dem Alter kam natürlich auch das Interesse in medizinischer Hinsicht dazu. Mir macht die Arbeit mit und am Tier große Freude. Vor allem die Chance in einer Praxis tätig zu sein erlaubt es mir, hinter die Kulissen zu blicken und die Vielfältigkeit dieses Berufs schätzen zu lernen. Dadurch lerne ich mit jedem Mal Neues und kann motivierter auf mein Ziel hinarbeiten.

Ist dein Studium berufsbegleitend oder arbeitest du aus eigenem Antrieb?

Ich arbeite aus eigenem Antrieb. Das Studium der Veterinärmedizin ist eigentlich ein Vollzeitstudium, das zwar sehr lernaufwändig ist, aber trotzdem Freude bereitet und die Mühe wert ist. Job und Studium unter einen Hut zu bringen ist zwar nicht immer ganz einfach, jedoch kann ich dadurch meine praktischen Fähigkeiten erweitern und mehr Erfahrungen sammeln.

Kannst du dir vorstellen später einmal in Osttirol zu arbeiten?

Dadurch, dass ich mir noch nicht ganz im Klaren bin worauf ich mich spezialisieren werde, kann ich noch nicht genau sagen in welche Richtung es mich treiben wird. Mich interessiert momentan die Kleintier- und auch die Nutztiermedizin. Ich behalte aber bis zum Ende meines Studiums einen offenen Blick und möchte möglichst viele Eindrücke sammeln. Osttirol wird für mich immer mein zu Hause sein und ich könnte mir schon vorstellen, wenn es beruflich und menschlich passen würde, dort später einmal Fuß zu fassen.

Gibt es etwas, das du an Osttirol ändern würdest?

Was ich (und sicher viele andere auch) an Osttirol sehr schätze, ist die Nähe zur Natur und die Lebensqualität. Osttirol ist für mich ein Ort, um mich zu erholen und zu entspannen. Ein Problem sehe ich in den begrenzten Berufsmöglichkeiten, die zur Verfügung stehen. Natürlich kann man auch das freizeitliche und kulturelle Angebot nicht mit dem in einer Großstadt vergleichen.

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In der Serie „Heimweh?“ entstehen vorerst 50 Porträts von Studentinnen und Studenten aus Osttirol, geschrieben und gezeichnet von Linda Steiner. Unterstützt wird dieses Dolomitenstadt-Projekt von Durst Phototechnik. Außerhalb Osttirols lebende Studierende, aber auch andere junge „Bildungsauswanderer“ können sich per Mail an redaktion@dolomitenstadt.at bei uns melden, wenn sie an diesem Projekt teilnehmen möchten.

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