Ich würde gerne viel von der Welt sehen

Anna Vogl aus Assling besucht das Kolleg an der „Graphischen“ in Wien.

Das ist die 27. Folge der Interview-Serie “Heimweh?” Im Introvideo zur Serie erfahren Sie mehr. Unsere heutige Gesprächspartnerin ist Anna Vogl. Sie kommt aus Assling/Bichl und ist 18 Jahre alt.
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Was machst du zurzeit?

Im Moment besuche ich das Kolleg an der Graphischen Bundes Versuchs- und Lehranstalt für Graphik und Kommunikationsdesign in Wien.

Warum hast du dich für diese Ausbildung entschieden?

Nachdem ich im Borg mit Schwerpunkt Kunst einen kleinen Einblick in die Tätigkeiten eines Grafik Designers bekommen hatte, begann ich, mich dafür zu interessieren. In Wien habe ich dann die Aufnahmeprüfung an der Graphischen gemacht und bestanden. Da die Entscheidung schon vor dem Sommer getroffen wurde, machte ich mir nicht mehr sehr viel Gedanken darüber, was ich sonst machen sollte.

Fühlst du dich gut vorbereitet im Hinblick auf dein späteres Arbeitsleben?

Im Moment befinde ich mich mitten im zweiten Semester und obwohl ich sehr viel dazu gelernt habe, glaube ich nicht, dass ich allzu gut vorbereitet bin. Aber das sollte sich im nächsten Jahr und nach dem Pflichtpraktikum sicher noch ändern.

Gibt es ein Gebiet im Graphik Design, das dich besonders interessiert?

Vor allem Typographie finde ich sehr interessant. Photographie, Editorial Design und Illustration werden auch nie langweilig.  Die Werbung hat es mir – obwohl ein großer Teil meiner Ausbildung darauf ausgerichtet ist – komischerweise nicht so angetan.

Glaubst du später einen Beruf finden zu können, der nichts mit kommerzieller Werbung zu tun hat?

Ich bin zuversichtlich, dass ich, wenn ich beim Grafik Design bleibe, auch einen Beruf finden kann, der nicht zu stark auf Werbung basiert. Ich bin aber auch nicht abgeneigt, einige Zeit in einer Werbeagentur zu arbeiten, um Erfahrung zu sammeln – aber auf die Dauer ist das nichts für mich.

Hast du einen starken Bezug zu Osttirol?

Auf jeden Fall. Wenn ich lange ohne Heimaturlaub in Wien bin, geht mir Osttirol schon ab. Was neben der schönen Landschaft aber natürlich mit Familie und Freunden zusammenhängt.

Möchtest du zurück?

Wünschen würde ich es mir schon – nur wer weiß, wohin mich der Beruf verschlägt.

Werbung gibt es (leider) überall; gibt es einen Ort, der dich besonders anzieht?

Einige Zeit im Ausland arbeiten und leben werde ich sicher. Momentan schwebt mir Kanada vor, aber ich bin für alles offen und würde gerne noch viel von der Welt sehen. Letztendlich würde ich aber schon gern nach Österreich zurückkommen.

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In der Serie „Heimweh?“ entstehen vorerst 50 Porträts von Studentinnen und Studenten aus Osttirol, geschrieben und gezeichnet von Linda Steiner. Unterstützt wird dieses Dolomitenstadt-Projekt von Durst Phototechnik. Außerhalb Osttirols lebende Studierende, aber auch andere junge „Bildungsauswanderer“ können sich per Mail an redaktion@dolomitenstadt.at bei uns melden, wenn sie an diesem Projekt teilnehmen möchten.

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