FC-WR triumphiert im Osttirol Derby

Die Union Matrei musste sich dem FC-WR Nußdorf-Debant mit 0:3 geschlagen geben.

Die Matreier kämpften mit viel Engagement, aber Nußdorf-Debant war stärker. Foto: Brunner Images
Die Matreier kämpften mit viel Engagement, aber Nußdorf-Debant war stärker. Foto: Brunner Images

Mit einigen Sorgenfalten gingen die Iseltaler in dieses Spiel. So musste man mit Christoph und Andreas Steiner, Raphael Schneeberger, Jakob Lukasser und Stefan Stemberger gleich fünf Spieler vorgeben. Nach nur zwei Spielminuten setzte es für die Matreier den nächsten herben Rückschlag. Nach einer Ecke von Dominik Tagger hatte Mittelfeldspieler Daniel Kofler ein Blackout und beging nach einem Kopfball eines FC-WR Spielers ein Handspiel im eigenen Strafraum. Schiedsrichter Manfred Terbul entschied auf Handelfmeter und schickte Daniel Kofler mit der roten Karte vom Feld.

Dominik Tagger scheiterte beim Elfmeter an einer glänzenden Parade von Benedict Unterwurzacher im Matreier Tor, der auch beim Nachschuss des Debanter Kapitäns siegreich blieb und dann auch noch den Schuss von Peter Stojanovic meisterte. Vor rund 800 Besuchern im Matreier Tauernstadion übernahmen danach die Gäste das Kommando und hatten nur wenig später die nächste tolle Chance. Bei einem gut getimten Stanglpass von Peter Stojanovic kamen aber einige mitgelaufene FC-WR Spieler um Sekundenbruchteile zu spät.

Die Gastgeber waren in der Anfangsphase fast ausschließlich mit Defensivaufgaben beschäftigt und kamen erst nach 24 Minuten das erste Mal gefährlich vor das gegnerische Tor. Ein Freistoß von Rene Scheiber vom 20er ging in die Mauer der Debanter. Danach waren wieder die Gäste am Zug und fanden einige tolle Chancen auf den Führungstreffer vor. Zunächst vergaben Dominik Sporer und Dominik Tagger in aussichtsreicher Position, ehe in der 35. Minute der Matreier Schlussmann seinen nächsten großen Auftritt hatte. Nach einem Stangenschuss von Dominik Sporer fälschte Matrei-Verteidiger Mathias Berger beim Rettungsversuch den Ball gefährlich Richtung eigenes Tor ab, doch Benedict Unterwurzacher verhinderte mit einer Riesenparade den sicher scheinenden Gegentreffer.

Zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff rückte der Unparteiische ins Blickfeld des Spieles. Nach einem weiten Pass auf Raphael Hatzer lief der Matreier Angreifer seinem Gegenspieler Alexander Moser auf und davon und konnte rund 25 Meter vor dem Tor nur mehr durch ein Foul gestoppt werden. Aus Sicht der Hausherren hätte der FC-WR-Verteidiger für dieses Vergehen wegen Torraubes die rote Karte sehen müssen, doch Manfred Terbul sah die Situation anders und zückte lediglich den gelben Karton.

In der Nachspielzeit, zu einem für die Hausherren psychologisch denkbar ungünstigen Zeitpunkt, gelang den Debantern schließlich doch noch der aufgrund des Spielverlaufs hochverdiente Führungstreffer. Nach einer weiten Flanke von Peter Klancar köpfelte Dominik Sporer den Ball Richtung Matreier Tor und ein Iseltaler Spieler fälschte das Spielgerät noch unglücklich zum 0:1 ins eigene Tor ab. Kurz nach dem Seitenwechsel wäre den Gastgebern mit ihrer besten Aktion während des gesamten Spieles beinahe der Ausgleich gelungen. Nach Zuspiel von Rene Scheiber auf Walter Martin bediente dieser den sich freilaufenden Manuel Amoser, doch dessen Schuss ging knapp am FC-WR Tor vorbei.

Obwohl die Iseltaler wie die Löwen kämpften, konnten sie an diesem Tag in der Offensive keine entscheidenden Akzente mehr setzen. Die Debanter aber fanden Chancen in Hülle und Fülle vor, die sie zunächst nicht nutzen konnten. Aldamir da Silva bewies schließlich seine Extraklasse. Rund 30 Meter vor dem Matreier Tor schnappte er sich das Leder, überspielte einen Matreier Verteidiger und versenkte den Ball mit einem Schuss ins lange Eck zum 2:0. Bei den Iseltalern war danach die Luft draußen und sie mussten kurz vor dem Abpiff einen weiteren Gegentreffer hinnehmen. Nach Vorarbeit von Peter Stojanovic beförderte Dominik Tagger den Ball aus kurzer Distanz zum 3:0 Endstand ins Netz.

Mit diesem Erfolg konnten sich die Gäste etwas von der unmittelbaren Abstiegszone in der Unterliga West absetzen und werden nun etwas befreiter an die folgenden Aufgaben herangehen. Den Iseltalern, die bis zum Schlusspfiff aufopferungsvoll kämpften, wurde schlussendlich der frühe Ausschluss zum Verhängnis.

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