Matrei verliert gegen Hermagor mit 4:5

Die Iseltaler begannen am 14. Mai im Tauernstadion sehr ambitioniert und konnten sich bereits nach 18 Minuten über das 1:0 durch einen Treffer von Jakob Lukasser freuen. Aber die ersatzgeschwächten Gäste aus Hermagor, die sich mitten im Abstiegskampf in der Unterliga West befinden, kämpften sich im wahrsten Sinne des Wortes zehn Minuten später wieder ins Spiel zurück. Sandro Ebner stellte auf 1:1.

Danach gab es ein sehr offensives Spiel von beiden Seiten. Zunächst hatten die Hausherren Pech, ein Schuss von Rene Scheiber aus der Drehung ging an die Latte des Hermagorer Tores.

Besser machten es da schon die Gäste. Erneut war es Sandro Ebner, der mit einem Flachschuss aus rund 20 Metern Matrei Keeper Benedict Unterwurzacher zum 1:2 bezwang. Aber praktisch im Gegenzug gelang den Iseltalern der Ausgleich. Raphal Schneeberger tankte sich auf der rechten Angriffsseite durch und schoss den Ball zwischen den Füßen des Hermagorer Keepers zum 2:2 ins Netz.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff des souverän agierenden Schiedsrichters Marco Schlacher hatten erneut die Gäste Grund zum Jubeln. Sandro Ebners Schuss konnte zwar der Matreier Keeper noch kurz abwehren, doch Thomas Vielgut stand goldrichtig und schob den Ball aus kurzer Distanz zur 3:2 Pausenführung für die Gailtaler ein.

Auch nach dem Seitenwechsel verwöhnten vorerst die Hausherren die rund 300 Besucher im Matreier Tauernstadion mit Offensivaktionen. Gleich nach Wiederanpfiff bediente Rene Scheiber den aufgerückten Christoph Steiner, dessen Schuss aber Hermagor Schlussmann Tonatiuh Avila Miranda mit dem Fuß abwehren konnte. Nur eine Minute später hatten die Iseltaler eine Doppelchance auf den Ausgleich. Zunächst spielte Stefan Stemberger einen Querpass in den Rücken des völlig freistehenden Rene Scheiber, der Ball kam zu Christoph Steiner und dessen Flanke köpfelte Rene Scheiber aus kurzer Distanz über das Hermagorer Gehäuse.

Hermagor hatte in dieser Phase in der Defensive alle Hände voll zu tun und musste in der 64. Minute den Ausgleich hinnehmen. Daniel Kofler spielte einen Freistoß kurz auf Rene Scheiber ab und diesmal bezwang der Matreier Torjäger mit einem Flachschuss den Keeper der Gäste zum 3:3 Ausgleich. Und nur vier Minuten später kannte der Jubel bei den Matreier Fans keine Grenzen mehr. Daniel Kofler versenkte einen Freistoß aus rund 20 Metern genau ins Kreuzeck zur 4:3 Führung für die Hausherren.

Doch das war noch lange nicht alles was dem Matreier Publikum an diesem Abend geboten wurde. Die Hausherren hatten ohne ihren Abwehrchef Martin Holzer arge Probleme in der Defensive und die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste konnten dies in der letzten viertel Stunde gnadenlos ausnützen. Zunächst fiel ein hoher Flankenball nach einem Abwehrfehler der Hausherren direkt vor die Füße von Sandro Ebner und dieser schob den Ball flach ins Eck zum 4:4 Ausgleich. Auf der Gegenseite wäre den Iseltalern beinahe wieder die prompte Antwort gelungen. Rene Scheiber scheiterte jedoch am Keeper der Gäste.

Mit dem folgenden Angriff gingen dann aber die Gailtaler in Führung. Andreas Steiner brachte Sandro Ebner im Strafraum mit einem Rempler zu Fall und der Unparteiische zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Der Gefoulte selbst trat zur Exekution an und bezwang mit einem Lupfer Benedict Unterwurzacher im Matreier Tor.

In den letzten zehn Minuten versuchten die Matreier zwar mit aller Gewalt noch den Ausgleich zu erzielen, allerdings fanden sie in der gut stehenden Hermagorer Abwehr keine Lücke mehr.
So konnten sich die Gailtaler am Ende über wichtige drei Punkte im Abstiegskampf freuen.

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