Ich bin einfach kein Stadtmensch

Die bald diplomierte Krankenschwester Georgia Eder möchte zurück nach Osttirol.

Das ist die 34. Folge der Interview-Serie “Heimweh?” Im Introvideo zur Serie erfahren Sie mehr. Unsere heutige Gesprächspartnerin ist Georgia Eder, 26 Jahre, aus Dölsach.

Georgia Eder, porträtiert von Linda Steiner
Georgia Eder, porträtiert von Linda Steiner

Erzähl mal, was du machst!

Zurzeit mache ich eine Ausbildung zur Diplomierten Gesundheits- und Krankenschwester am LKH Graz.

Wolltest du schon immer in diese Richtung gehen?

Eigentlich nicht. Nachdem ich meinen Job als Pferdepflegerin aufgegeben habe, dachte ich zunächst daran, ein Studium zu beginnen. Deshalb habe ich die Matura in einer Abendschule nachgeholt. Als ich fertig war, habe ich mich anders entschieden und diesen Weg gewählt, da ich gern mit Menschen zusammenarbeite.

Ist deine Ausbildung berufsbegleitend?

Nein, berufsbegleitend ist die Ausbildung nicht, aber dafür sehr praxisbezogen, damit man viele verschiedene Bereiche und Stationen kennenlernen kann.

Warum machst du die Ausbildung in Graz?

Ich glaube, dass man hier in Graz mehr Möglichkeiten hat. Im Vergleich zum Bezirkskrankenhaus Lienz ist es hier dann doch etwas größer. Außerdem glaube ich, wenn man die Chance bekommt, noch einmal fernab der Heimat etwas zu erleben, sollte man diese Chance nutzen.

Wie lange dauert die Ausbildung noch?

Voraussichtlich bin ich im Februar 2017 fertig.

Wirst du danach in Graz bleiben?

Nein, sobald meine Ausbildung zu Ende ist, möchte ich wieder zurück nach Osttirol.

Was zieht dich zurück?

In der Zeit, in der ich jetzt hier bin, habe ich schnell gemerkt, dass ich kein Stadtmensch bin. Ich wohne lieber am Land. Natürlich möchte ich auch wegen meiner Familie zurück.

–––

In der Serie „Heimweh?“ entstehen vorerst 50 Porträts von Studentinnen und Studenten aus Osttirol, geschrieben und gezeichnet von Linda Steiner. Unterstützt wird dieses Dolomitenstadt-Projekt von Durst Phototechnik. Außerhalb Osttirols lebende Studierende, aber auch andere junge „Bildungsauswanderer“ können sich per Mail an redaktion@dolomitenstadt.at bei uns melden, wenn sie an diesem Projekt teilnehmen möchten.

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