Meister Rapid feiert Sieg mit Blitz und Donner

2:1 im Derby gegen Matrei und feuchtfröhliche Pokalübergabe.

Im letzten Heimspiel der grünweißen Meistermannschaft kam es am Samstag 6. Juni im Dolomitenstadion Lienz gleichzeitig auch zum letzten Osttirol Derby in dieser Saison in der Unterliga West. Rapid Lienz empfing die Kicker aus Matrei. Beide Mannschaften mussten dabei auf einige verletzte Stammkräfte verzichten. Zu Beginn des Spieles taten sich die Hausherren schwer, gegen die sehr zweikampfstarken Matreier ihr gewohntes Kurzpassspiel aufzuziehen. Durch ihre aggressive Spielweise kamen die Gäste auch zur ersten Möglichkeit in dieser Partie. Raphael Hatzer konnte diese jedoch nicht nutzen.

Der erste gefährliche Angriff der Hausherren führte nach einer halben Stunde zum 1:0. Florian Neumeister tankte sich auf der rechten Angriffsseite durch und konnte von Christoph Steiner nur mehr durch ein Foul im Strafraum gestoppt werden. Schiedsrichter Reinhold Theurl entschied nach Anzeige des in dieser Situation besser postierten Assistenten Marco Schlacher auf Elfmeter. Rapid Kapitän Manuel Eder, der in dieser Saison etwas unter Ladehemmung litt, übernahm die Verantwortung und schoss zur Führung für seine Mannschaft ein.

Kapitän Manuel Eder versenkt nach einer halben Stunde einen Elefer und Rapid jubelt im Regen: 1:0! Fotos. Expa/Groder
Kapitän Manuel Eder versenkt nach einer halben Stunde einen Elfer und Rapid jubelt im Regen: 1:0! Fotos: Expa/Groder

Doch die Antwort der Iseltaler ließ nicht lange auf sich warten. Gerade einmal fünf Minuten später nahm sich Stefan Stemberger ein Herz und zog aus rund 20 Metern ab. Von einem Lienzer Spieler noch leicht abgefälscht, senkte sich der Ball über Rapid Keeper Christian Korunka zum 1:1 Ausgleich ins Netz.

Ausgleich! Jetzt haben die Matreier einen guten Grund, sich auf dem nassen Rasen zu wälzen.
Ausgleich! Jetzt haben die Matreier einen guten Grund, sich auf dem nassen Rasen zu wälzen.

Kurz vor dem Pausenpfiff wäre den Hausherren beinahe die erneute Führung gelungen. Nach einem Freistoßtrick kam das runde Leder zu Daniel Kleinlercher, dessen Stanglpass von den Gästen aber gerade noch abgewehrt werden konnte.

Kurz nach Beginn des Wiederanpfiffs erreichte ein starkes Gewitter das Dolomitenstadion und Schiedsrichter Reinhold Theurl schickte beide Mannschaften vorerst in die Kabinen.

Trotz rosiger Aufstiegsperspektive brauten sich über dem Meister an diesem Tag dunkle Wolken zusammen.
Über der Ersatzbank von Matrei brauen sich dunkle Wolken zusammen. Das Spiel konnte nach einer Gewitterpause aber  fortgeführt werden.

Nach einer rund halbstündigen Unterbrechung hatte Petrus ein Einsehen mit beiden Mannschaften und das Spiel konnte fortgesetzt werden. Zunächst waren es die Rapidler, die mit dieser Unterbrechung besser umgehen konnten und Florian Neumeister hatte in der 60. Minute eine tolle Chance auf den zweiten Lienzer Treffer. Er scheiterte jedoch an Adrian Wibmer im Tor der Matreier. Zehn Minuten später konnte sich auf der Gegenseite Rapid Keeper Christian Korunka auszeichnen. Einen gut angetragenen Schuss von Christoph Steiner konnte der Lienzer Schlussmann mit einem tollen Reflex zum Eckball abwehren.
Die Entscheidung in diesem Spiel fiel sieben Minuten vor dem Abpfiff. Florian Neumeister brachte einen genau getimten Stanglpass zur Mitte und Clemens Gesser schoss zum 2:1 Endstand für die Dolomitenstädter ein. Hier das Tor im Zeitraffer von Expa-Fotograf Hans Groder:

Damit konnten die Grünweißen sämtliche Derbies in dieser Saison für sich entscheiden und stellten damit auch eindrucksvoll ihre derzeitige Vormachtstellung im Osttiroler Fussball unter Beweis.

BBlanik übergibt Meisterpokal
Unschwer als Fan der Grünweißen zu erkennen war Bürgermeisterin Elisabeth Blanik bei der Pokalübergabe an Kapitän Manuel Eder.

Nach dem Spiel wurde die Meistermannschaft von der Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik, Vizebürgermeister Meinhard Pargger, dem Präsidenten des Kärntner Fussballverbandes Werner Lippitz und Verbands-Geschäftsführer Richard Watzke ausgezeichnet. Kurz vor 20 Uhr stemmte Rapid Lienz Kapitän Manuel Eder unter dem Jubel seiner Mitspieler den Meisterpokal in die Höhe! Der scheidende Trainer Markus Hanser wurde nicht mit Schampus sondern mit Gösser Bräu geduscht und die Mannschaft bewies, dass wahre Meister auch richtig gut feiern können.

So sieht Meistertrainer Markus Hanser nach dem Duschen aus. Wie er riecht, können wir uns vorstellen.
So sieht Meistertrainer Markus Hanser nach dem Duschen aus. Wie er riecht, können wir uns vorstellen.
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