Spendenkonto für Opfer der Unwetter eingerichtet

Das Land Tirol will neben den Aufräumarbeiten auch die Hilfe durch die Bevölkerung erleichtern.

Das Bundesheer im Aufräumeinsatz: Mitten durch den Ort floss die Melach in Sellrain und nahm Schlamm, Steine und Gehölz mit. Fotos: Bundesheer
Das Bundesheer im Aufräumeinsatz: Mitten durch den Ort floss die Melach in Sellrain und nahm Schlamm, Steine und Gehölz mit. Fotos: Bundesheer

Die Hilfe für die Opfer der Unwetter der vergangenen Tage ist in allen Bereichen voll angelaufen. Insbesondere in den Gemeinden Sellrain im Sellraintal und See im Paznauntal stehen rund 3.000 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Bundesheer, Rotem Kreuz und Polizei im Dauereinsatz. Trotzdem konnten noch nicht alle Schluchten erreicht werden. „Bei der Schluchtstrecke der Sellraintalstraße zwischen Kematen und Sellrain geht es darum, so rasch als möglich zu den Galeriebauwerken zu kommen und dort Sicherungsarbeiten auszuführen. Hier sind nämlich Pfahlfundamente freigelegt worden und es besteht Gefahr, dass sie einknicken“, berichtet Landesbaudirektor Robert Müller.

Die meisten anderen Straßen sind wieder befahrbar. Die Straße von Oberperfuss über St. Quirin nach Sellrain ist offen und eine Brückenbefahrung mit Einzellotsung möglich, wobei das Gewicht auf 20 Tonnen beschränkt ist. Die Straße von Grinzens nach Sellrain ist nur tagsüber für Pkw offen. Von Gries nach Sellrain kann man sowohl mit Pkw als auch Lkw einspurig fahren. Die Landesstraße in See ist ebenfalls einspurig für den Pkw- und Lkw-Verkehr passierbar. In Osttirol sieht die Situation wesentlich besser aus. Zwar kam es auch hier am Montag Abend zu einem Felssturz, doch lief dieser vergleichsweise glimpflich ab.

Die Bundesheerkräfte müssen die mit Steinen durchsetzte, klebrige Schlammmasse teilweise mit Spitzhacken abschlagen, wie hier in See im Paznauntal.
Die Bundesheerkräfte müssen die mit Steinen durchsetzte, klebrige Schlammmasse teilweise mit Spitzhacken abschlagen, wie hier in See im Paznauntal.

Das Bundesheer steht in Nordtirol derzeit mit 257 Kräften im Einsatz. Zur Verstärkung sind 145 Mann des Jägerbataillons 26 aus Spittal an der Drau nachgerückt. Das Bundesheer ist auf einen längeren Einsatz eingestellt. Die Feuerwehr ist in den Katastrophengebieten nach wie vor mit etwa 2.500 Personen im Einsatz.

Das Land Tirol hat für die Unwetteropfer bei der Hypo Tirol Bank ein Spendenkonto eingerichtet. Wer den Betroffenen helfen möchte, kann auf folgendes Konto einzahlen:

Spendenkonto Land Tirol
Hypo Tirol Bank
Kennwort: Land Tirol – Unwetterkatastrophe
IBAN: AT18 5700 0000 0020 0000
BIC: HYPTAT22

Nur mit vereinten Kräften gelingt es, die Lage in den betroffenen Gebieten (auf dem Foto: Sellrain) unter Kontrolle zu bringen.
Nur mit vereinten Kräften gelingt es, die Lage in den betroffenen Gebieten (auf dem Foto: Sellrain) unter Kontrolle zu bringen.
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3 Postings bisher
bergfex vor 3 Jahren

@skeptiker, ok, stimme ich dir zu.

skeptiker vor 3 Jahren

@bergfex – diese Diskussion stellt sich aktuell nicht. Nebenbei gäbe es bei einem Berufsheer auch „Soldaten“ da ja die Goldfasane auch wen zum Herumkommandieren benötigen. Oder wie stellst du dir ein Berufsheer vor – 10.000 Generäle? Und warum sollte ein Kommandant nicht schaufeln? Prinzipiell hängt das aber nur an der Definition/Ausrichtung des Bundesheers. Priorisierung des Katastrophenschutzes, Forcierung der Pioniere, eventuell sogar Schaffung – analog Deutschlands – eines THW, usw.

Danke an alle freiwilligen Helfer, Feuerwehr, Bundesheer, RoteKreuz, Polizei, Geldspender usw. für ihre Hilfe.

bergfex vor 3 Jahren

Und alle die hier volle schöpfen haben schon goldene Sterne auf der Spange????

Was würde ein Berufsheer da machen???????????????