Kanoi zitiert Hendrix im Album „Buru Haze“

Benjamin Kantschieder liefert feinsten Psychedelic-Rock auf Vinyl.

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Benjamin Kantschieder bei einem Auftritt in Arnbach im Dezember 2014.

Benjamin Kantschieder passt nicht in die Schubladen der Osttiroler Musik- und Musikerszene. Der in Wien lebende Lienzer ist ein Solist und Multimediakünstler, eine Ein-Mann-Band und zugleich ein Designer stilsicherer Gesamtkunstwerke aus Bild und Ton, Klang und Atmosphäre, der seine musikalische Herkunft im Psychedelic Rock der siebziger Jahre nicht verleugnet, sondern lustvoll zelebriert. Ein Jahr nach “From The City To The Stars” präsentiert der Musiker ein neues Album: „Buru Haze“.

Was Kantschieder, der sich „Kanoi“ nennt, im Alleingang komponiert, textet, singt, spielt und im eigenen Homestudio auch noch aufnimmt und mischt, ist feinstes Spacerock-Gewebe. Spannend und entspannend, manchmal schwebend, manchmal attackierend kommen die Tracks daher, immer stilsicher und mit beeindruckender Virtuosität auf der Gitarre. „For full enjoyment simply turn up the volume!“ schreibt Kanoi auf seiner Website und wer den Rat beherzigt, genießt wuchtige Klangbilder, die an Pink Floyd und den großen Jimi Hendrix erinnern. Nicht nur Kantschieders Albumtitel „Buru Haze“ hat für Hendrix-Fans einen vertrauten Klang, auch die Gitarrenriffs zitieren den Unerreichten, der mit „Purple Haze“ Ende der Sechziger eine Hymne des Psychedelic Rock ablieferte.

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Das ist die CD-Version des neuen Albums.

Kanois elektronisch-rockige Klangkreationen gehen jedenfalls nicht nur „ins Ohr“, sondern auch unter die Haut. Und man kann sie buchstäblich angreifen. Kantschieder ist im Zivilberuf Buchhändler und zeigt bei der Konfektionierung seiner Musik ein Faible für's Analoge. Wie schon das Vorjahresalbum “From The City To The Stars” ist auch „Buru Haze“ für Fans der Schallplatte auf Vinyl erhältlich. Download- und CD-Version gibt es natürlich auch.

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Im beiliegenden Booklet finden sich die Liedtexte und Artwork von Kanoi.

Die Vinylpressung ist wieder beim Kleinlabel Clostridium Records erschienen, auf 333 Stück limitiert und in 2 Versionen erhältlich. „Es gibt 222 Stück auf schwarzem Vinyl und 111 Stück auf violett/blau marmoriertem Vinyl inklusive der CD-Version des Albums“, erklärt uns der Musiker. Beide Versionen enthalten ein 16-seitiges Booklet mit Liedtexten und Artwork, das – wie sollte es anders sein – natürlich von Kantschieder selbst stammt. Die Booklets sind von Hand nummeriert. Auf Kanois Bandcamp-Webseite kann man alle Versionen bestellen.

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Für Vinyl-Liebhaber gibt es „Buru Haze“ in Schwarz oder Violett. Wer denkt da nicht an „Purple Haze“ von Hendrix?
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3 Postings bisher
kreuzfahrt11 vor 2 Jahren

ein ganz, ganz toller Artikel von einem besonderen Künstler..... toll :)

peter raneburger vor 2 Jahren

genial

Churchill vor 2 Jahren

einfach nur sphärisch