Rapid Lienz ist in der Liga angekommen

Der neue Rapid Lienz Trainer Bernhard Zoier ist derzeit wirklich nicht zu beneiden. Auswärts gegen Bleiburg musste er diesmal auf Andreas Überbacher und Patrick Eder verzichten, dafür stand Markus Stocker wieder zur Verfügung. Dieser bildete auch gemeinsam mit Kapitän Manuel Eder die Innenverteidigung. Dass der nunmehrige Lienzer Coach ein exzellenter Taktiker ist, der jeden Gegner zumindest einmal beobachtet, bewies er auch in diesem Spiel. So stellte er Daniel Kleinlercher auf die rechte Seite der Viererkette, um den pfeilschnellen Bleiburger Stürmer Rene Partl zu entschärfen.

Der gebürtige Deferegger tat dies auch über die gesamten 90 Minuten in exzellenter Art und Weise. Aufgrund der erneuten Umstellungen hatten die Gäste zu Beginn noch leichte Abstimmungsprobleme und die Hausherren übernahmen sofort das Kommando. In der zwölften Minute kam Bleiburg-Kapitän Christopher Knauder zu einem gefährlichen Kopfball, den jedoch Rapid-Keeper Christian Korunka mit einer Glanzparade entschärfen konnte. Nur acht Minuten später stand den Osttirolern das Glück zur Seite. Adnan Besic knallte aus kurzer Distanz den Ball an die Latte.

Nach rund 25 Minuten kamen die Rapidler zu ihrer ersten Offensivaktion. Clemens Gessers Schuss fiel allerdings zu schwach aus, um Keeper Thomas Pök Probleme zu bereiten. Dann waren aber wieder die Grenzstädter am Zug und gingen in der 32. Minute verdient in Führung. Christopher Knauder setzte sich auf der Seite durch, brachte eine Maßflanke zur Mitte und Eldar Lisic köpfelte zur 1:0 Führung für die Gastgeber ein. Danach flachte das Spiel etwas ab und so blieb es bis zur Pause beim 0:1 aus Lienzer Sicht.

Die Gäste starteten fulminant in die zweite Halbzeit und bereits mit der ersten Aktion nach Wiederanpfiff lag der Ausgleich in der Luft. Lukas Steiner tankte sich energisch durch, bediente den in der Mitte lauernden Mario Kleinlercher, doch dieser traf den Ball nicht optimal, und der Schlussmann der Hausherren hatte mit dem Schuss keinerlei Probleme.

Praktisch mit dem nächsten Angriff war es dann aber soweit und die Grün-Weißen konnten über den Ausgleich jubeln. Nach einem Tumult im Strafraum konnte Mario Kleinlercher nur mehr durch ein Foul gestoppt werden und der Unparteiische zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Dominik Müller ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwertete zum 1:1.

In den folgenden Minuten kam etwas Hektik ins Spiel und Rapid-Neuzugang Thomas Zraunig wurde wegen eines harten Einsteigens auf Höhe der Mittellinie mit der roten Karte vom Platz gestellt. Gerade einmal zehn Minuten später standen nur mehr acht Lienzer Feldspieler am Platz. Dominik Müller sah wegen einer Nichtigkeit vom Unparteiischen seine zweite gelbe Karte und musste ebenfalls den Weg in die Kabine antreten.

In Unterzahl zogen sich die Rapidler naturgemäß weiter zurück und überließen den Hausherren sehr viel Platz. Doch gegen die aufopferungsvoll kämpfende Lienzer Hintermannschaft, angeführt von Manuel Eder und Markus Stocker, und einem tollen Rückhalt im Tor in Person von Christian Korunka, gab es für die Bleiburger bis zum Schlusspfiff kein Durchkommen mehr. So blieb es am Ende bei einer aufgrund der kämpferischen Leistung hochverdienten Punkteteilung, ein Zähler der sich für die Rapidler aufgrund der numerischen Unterlegenheit wie ein Sieg anfühlt. Mit dem 1:1 Unentschieden in Bleiburg sicherten sich die Dolomitenstädter den ersten Zähler in der Kärntner Liga.

Weiter geht es für die Rapidler bereits am Dienstag 4. August um 17:45 Uhr im KFV Cup gegen Oberlienz, ehe am Samstag, dem 8. August, um 17:30 Uhr im Dolomitenstadion Lienz mit dem SK Maria Saal der nächste Brocken in der Kärntner Liga wartet.

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