Das Arbeiten mit Menschen macht mich glücklich

Carmen Reider macht die Ausbildung zur Diplom-Krankenschwester am LKH Klagenfurt.

Das ist die 48. Folge der Interview-Serie “Heimweh?” Im Introvideo zur Serie erfahren Sie mehr. Carmen Reider, unsere heutige Gesprächspartnerin, ist 21 Jahre alt, kommt aus Sillian und will diplomierte Krankenschwester werden.

Carmen Reider, porträtiert von Linda Steiner.
Carmen Reider, porträtiert von Linda Steiner.

Erzähl mal was du machst!

Derzeit mach ich die Ausbildung zur diplomierten Krankenschwester am LKH Klagenfurt und ich befinde mich im 2. Ausbildungsjahr. Ich habe immer abwechselnd Praktikum im Klinikum und dann wieder Theorieblöcke.

Wie bist du dazu gekommen?
Ich habe die Landwirtschaftliche Lehranstalt in Lienz besucht und im Zuge dieser Ausbildung ein vierwöchiges Praktikum im BKH Lienz gemacht. Diese Arbeit mir sehr zugesagt. Die Medizin interessiert mich sehr und das Arbeiten mit Menschen macht mich glücklich. Nach dem Facharbeiter-Abschluss an der LLA entschied ich mich, die Matura zu machen. Maturiert habe ich an der HBLA Pitzelstätten, das ist in der Nähe von Klagenfurt. Dort machte ich den Aufbaulehrgang, der dann nochmal drei Jahre dauerte. Im Sommer 2014 hatte ich die Matura, bewarb mich für die Gesundheits- und Krankenpflegeschule in Klagenfurt und ich bekam auch eine Zusage.

Warum hast du dir Klagenfurt als Ausbildungsplatz ausgesucht?

Weil Klagenfurt einen hohen Bildungsstandard hat und die Ausbildung eine von den Besten in Österreich ist. Eine weitere Rolle spielen bestimmt auch meine schon gewonnen Freunde hier und der größte Pluspunkt ist sicherlich der Wörthersee fast vor der Haustüre.

Wie ist es dir bisher bei deiner Praxis ergangen?

Bis jetzt kann ich mich nicht beklagen, ich habe schon sehr viele Dinge gelernt und alle sind sehr bemüht, dass man Neues öfters üben kann. Sicherlich gibt es Situationen und Schicksale, wo man zuerst echt schlucken muss! Das ist mir am Anfang schwer gefallen, aber man lernt mit der Zeit damit umzugehen. Mein letztes Praktikum hatte ich auf der Neurologie, dort lernte ich verschiedene Krankheitsbilder kennen und die davon abhängige Pflege. Ich war auch bei einer OP dabei und habe dadurch ein viel besseres Verständnis für das bis dahin nur theoretische Wissen bekommen.

Wäre die Neurologie ein Bereich bei dem du dir vorstellen kannst, längerfristig zu arbeiten?

Ja, weil dort die Arbeit sehr interessant ist. Trotzdem kann ich mich noch überhaupt nicht festlegen, denn es warten noch viele Praktika auf mich und ich will mir jeden Bereich genau anschauen und mich dann entscheiden.

Kannst du dir vorstellen nach deiner Ausbildung wieder nach Osttirol zurückzukehren?

Ja, das kann ich mir sehr gut vorstellen! Wann weiß ich noch nicht, aber irgendwann bestimmt.

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In der Serie „Heimweh?“ entstehen vorerst 50 Porträts von Studentinnen und Studenten aus Osttirol, geschrieben und gezeichnet von Linda Steiner. Unterstützt wird dieses Dolomitenstadt-Projekt von Durst Phototechnik. Am 11. September wird der erste Durchgang dieser Serie mit einem „Heimweh-Fest“ in Lienz beendet.

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