Exkursion zu den Weltkriegsanlagen nahe Lienz

„Es war bestimmt kein Vergnügen, 24 Stunden im Mai auf ca. 2.200 Meter Höhe ohne Unterkunft. Feuermachen durften wir auch nicht …“ So beschreibt der damals 15jährige Lienzer Standschütze Alois Höller seinen Postendienst am Zochenpass im Jahr 1915.

Kaum bekannt ist, dass das Standschützenbataillon Lienz bei der Kriegserklärung Italiens eine Verteidigungsstellung unmittelbar vor der Stadt Lienz bezog und bis Herbst 1915 abwehrbereit hielt. Auch 100 Jahre später sind diese Verteidigungsanlagen im Gelände erkennbar!

Eine Exkursion, zu der das Bildungshaus Osttirol einlädt, folgt den Spuren der Lienzer Standschützen im Bereich Radweg-Luggauer Brücke. Kompetenter Guide ist Gottfried Kalser, Vizeleutnant i.R. und Mitarbeiter im Forum „Karnische Front – Erster Weltkrieg“ der Universität Innsbruck.

Die Exkursion startet am Samstag, 3. Oktober, um 13.00 Uhr bei der Luggauer Brücke in Leisach. Es ist eine leichte Bergtour mit ca. einer Stunde Aufstieg, für die Trittsicherheit und festes Schuhwerk benötigt werden. Die Wanderung führt in den Stellungsbereich Schwarzboden-Karmelitergraben. Dort gibt es eine Einführung zum Thema „Standschützen“ und zur Lage rund um Lienz bzw. im Pustertal zu Kriegsbeginn. Die noch gut im Gelände erkennbaren Abwehranlagen kann man auch begehen. Die Teilnahme kostet 19 Euro, eine Anmeldung beim Bildungshaus Osttirol ist erforderlich.

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren