Dolomitenbad: Politiker beim Lokalaugenschein

Architekt Machné zeigt Mitgliedern des Badausschusses den Stand der Dinge.

Der Um- und Ausbau des Lienzer Hallenbades liegt kurz vor dem Winter nach wie vor im Plan. Davon überzeugten sich Ende Oktober die Mitglieder der „Steuerungsgruppe“ und einige Gemeinderäte bei einer Führung durch Bauleiter Stefan Juritsch von der Porr AG und Architekt Hans Peter Machné. Das städtische Millionenprojekt – das Ende 2016 fertiggestellt werden soll – befindet sich in einem entscheidenden Stadium der Rohbauphase. Architekt Machné ist bereits einen Schritt weiter und mit der Detailplanung beschäftigt.

Hans Peter Machné (rechts) erklärt dem Obmann des Badausschusses, Christian Zanon (VP) den aktuellen Stand der Baustelle. Fotos: Stadt Lienz/Martin Lugger
Hans Peter Machné (rechts) erklärt dem Obmann des Badausschusses, Christian Zanon (VP) den aktuellen Stand der Baustelle. Fotos: Stadt Lienz/Martin Lugger

Obwohl die tragende Konstruktion des Hallenbades weitgehend erhalten blieb, werden künftige Besucher das Gefühl haben, sich in einem deutlich größeren Schwimmbad aufzuhalten. Das zeigte sich bereits bei der Begehung des Rohbaus. Eine neue Anordnung von Räumen und Funktionen macht diesen Effekt möglich.

Unter den kritischen aber augenscheinlich zufriedenen Blicken von Stadtbaumeister Klaus Seirer (links) und LSL-Ausschuss-Mitglied Uwe Ladstädter wächst das Hallenbad mit Sauna heran.
Unter den kritischen aber augenscheinlich zufriedenen Blicken von Stadtbaumeister Klaus Seirer (links) und LSL-Ausschuss-Mitglied Uwe Ladstädter wächst das Hallenbad mit Sauna heran.

So wird es beispielsweise einen großzügigen Kinderbereich geben, wo bisher Büros untergebracht waren. Deutlich mehr Liegeflächen, ein größeres Außenbecken, ein zusätzliches Gymnastikbecken und natürlich die Rutsche – all das wird um den bestehenden Kern, dessen Wert mit mehreren Millionen Euro beziffert wurde, neu arrangiert und gebaut.

So sieht das Sportbecken im Hallenbad derzeit aus. Rechts gut zu erkennen der erweiterte Liegebereich.
So sieht das Sportbecken im Hallenbad derzeit aus. Rechts gut zu erkennen der erweiterte Liegebereich.

Bereits einen Tag nach dem Besuch der Beamten und Politiker wurde das Dach der neuen Sauna geliefert. Besonders in diesem Bereich zeigt sich, dass der Umbau in manchen Segmenten ein sehr ambitionierter Ausbau ist. So vermittelt etwa das Becken des künftigen Caldariums bereits einen sehr guten Eindruck von der Großzügigkeit der neuen Sauna, die sich über dem derzeitigen Kabinentrakt des Freibades erstrecken wird und einen großartigen Ausblick auf die Lienzer Dolomiten bietet.

Bürgermeisterin Elisabeth Balnik steht auf diesem Bild vor dem Caldarium, in dem ab Winter 2016 die Saunierer abgekühlt werden.
Bürgermeisterin Elisabeth Blanik steht auf diesem Bild vor dem Caldarium, in dem sich ab Winter 2016 die Saunierer tummeln werden.

Im Videointerview schildern Bürgermeisterin Elisabeth Blanik, Stadtrat Christian Zanon und Architekt Hans Peter Machné ihre Eindrücke von der Baustelle. In einem Blog, der ca. 14-tägig aktualisiert wird, können interessierte Bürgerinnen und Bürger mitverfolgen, wie das städtische Hallenbad seiner Fertigstellung entgegen wächst.

Auf eine Livekamera habe man bewusst verzichtet, erklärt Bürgermeisterin Blanik: „Wir wollen transparent kommunizieren und die Menschen auf dem Laufenden halten. Eine Livecam wäre aber zugleich eine Videoüberwachung der Bauarbeiter und das wollen wir nicht. Man sieht auch so, dass sehr gut gearbeitet wird. Wir sind zufrieden.“

Aktuelle Infos zum Baugeschehen im Dolomitenbad: www.dolomitenbadneu.at

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5 Postings bisher
Osttirol vor 2 Jahren

Liebe LESER VON Dolomittenstadt!

Jeder unserer Politiker versucht das beste zu tun.Bis jetzt sind die Baufirmen im Zeitplan beim Bad. Ich hoffe nur für das Bad, dass wenig Schnee kommt und die Arbeiten nicht unterbrochen werden. Dieses Risiko ist nämlich immer möglich. Ciao Osttirol

Der Dichter vor 2 Jahren

hey "Einstein", das mit dem Eislaufplatz wäre tatsächlich eine tolle Idee, finde ich. Warum nicht die Autos unter die Erde und schon hat man tausende m² Platz für ein Eislaufstadion.

Hallo ihr Politiker, wäre das nicht ein echt sinnvoller Vorschlag? Wenn man diesen Gedanken noch weitertreibt, könnte man theoretisch (also wenn Geld keine Rolle spielt) sogar das ganze Fußballfeld unterkellern, um dort die Autoparkplätze zu verstecken...und schon werden noch mehr Flächen für neue Projekte in der Zukunft frei und man muss nicht unnötig noch mehr Felder verbrauchen, nur weil das halt die billigste, aber leider auch umweltvernichtenste Variante ist. Diese Zeiten müssen der Vergangenheit angehören, dass Gemeinderäte einfach mirnixdirnix freie Natur zur Versiegelung frei geben dürfen! Doch zur Zeit wird leider immer noch gemacht, wie man es seit Jahrzehnten gesehen hat, nur in der heutigen Zeit sollte man verstanden haben, dass diese Methode endlich ist, hoffentlich versteht das die zukünftige Politikergeneration einmal besser.

e ist mc2 vor 2 Jahren

Ein Lob für den Umbau Schwimmbad möchte ich insofern auch noch los werden, als dass man hier Altbestand mit neuen Aspekten vermischt und somit wirtschaftlich sparsamer geplant hat, als dies zu Beginn vorgesehen war. So sollte man weitermachen, Räume nutzen, die in der Vergangenheit mit einer endlosen Verschwendungssucht einfach zubetoniert wurden, da es die billigste und einfachste Möglichkeit war.

Bitte liebe Stadtpolitiker, versucht weiterhin solche Bausünden (wie endlose Parkplätze beim Stegergarten, Bahnhof oder hier beim Sportareal, inzwischen ungenutzte Flächen wie das Hobag Areal, Konvikt, Versteigerungshalle, Franz Seppl Kaserne, Nordschule u.ä. besser zu nutzen, indem z.B. die KFZ unter die Erde verschwinden und darüber etwas Schönes, Sinnvolles entstehen kann. Aber leider bin ich da wohl ein reiner Optimist, wenn man die Gemeinderatssitzungsprotokolle liest, welche weiteren Wiesenflächen Richtung Liebherr schon wieder für Gewerbegebiete umgewidmet und verbaut werden sollen.......Schade......

e ist mc2 vor 2 Jahren

Wie ich schon geschrieben habe, mit einem weiteren Projekt sollte man eine Tiefgarage für das gesamte Sportareal errichten und die dadurch frei werdenden Flächen bieten in Folge Raum für weitere Vorhaben, die man dort errichten möchte. Die Kletterhalle und z.B. auch der Eislaufplatz könnten dort untergebracht werden und man muss nicht (wie wohl leider wieder geplant) in die Parkanlage oder überhaupt in die südl. angrenzenden Felder ausweichen. Die Anwohner in der Pustertaler Strasse würds sicher freuen, wenn das Eislaufstadion endlich verlegt werden würde. Auch diese Parzelle kann dann für frisches Geld wieder veräußert werden, z.B. für soziales erschwingliches Wohnen, die OSG könnte dort sicher mit viel Idee weiterbauen.

Ach, Politiker sollte man sein, da könnte man so viel umsetzen, wenn der Hausverstand und ein wenig Mut eingesetzt werden und alle an einem Strang ziehen würden.

MrBurns vor 2 Jahren

Na hoffentlich wird es nach 10 Jahren Planung und Millionenkosten auch schön!

Wie oft musste das geplante Budget schon aufgestockt werden? Wenn ich das richtig verfolgt habe wurden ja schon 700.000 euro zusätzlich beschlossen!? Bin gespannt wie viel das Bad am Ende kosten wird... zahlen tun es eh wir kleinen Bürger...