Neue Freiwilligenversicherung ab Jänner 2016

Neue Rahmenbedingungen: mehr Absicherung für ehrenamtliche Tätigkeiten.

Monika Reindl-Sint betreut als Freiwilligenbeauftragte die Ehrenamtlichen und berät diese. Sie unterstützt aber auch die Organisationen, die nach freiwilligen Helfern suchen. Foto: Miriam Raneburger
Monika Reindl-Sint betreut als Freiwilligenbeauftragte die Ehrenamtlichen und berät diese. Sie unterstützt aber auch die Organisationen, die nach freiwilligen Helfern suchen. Foto: Miriam Raneburger

Die Bandbreite des ehrenamtlichen Engagements ist vielfältig: Senioren Zeit schenken, Essen austragen, beim Solali aushelfen, Kinder mit Nachhilfe fördern oder Asylwerbern Deutschunterricht geben – das sind nur einige der Möglichkeiten. Mit Beginn des Jahres 2015 wurden tirolweit Freiwilligenzentren eingerichtet, um das Engagement der Bevölkerung strukturell zu unterstützen. Nun schafft die Landesregierung die notwendigen Rahmenbedingungen, die mit 1. Jänner 2016 in Kraft treten: Für alle Freiwilligen, die nicht ohnehin versichert sind, werden Unfall- und Haftpflichtversicherungen abgeschlossen.

Ein zentraler Punkt ist, dass die Versicherungen auch bei einem niedrigen Invaliditätsgrad greifen. „Wir sind es den engagierten Personen schuldig, ihren freiwilligen Einsatz bestmöglich zu unterstützen“, betont LH Platter. Ehrenamtlich Tätige können über die Freiwilligenpartnerschaft Tirol mit ihren regionalen Freiwilligenzentren um Versicherungsschutz ansuchen. Diese informieren auch über die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen dieser Versicherung. Es wird erwartet, dass im kommenden Jahr rund 1.200 Personen den Versicherungsschutz in Anspruch nehmen werden. Mit neun Freiwilligenzentren gibt es flächendeckend regionale Ansprechpartner, für die Freiwilligenpartnerschaft Osttirol ist die Ansprechperson Monika Reindl-Sint. Weitere Zentren sind Tirol Mitte, Wipptal, Bezirk Imst, Bezirk Landeck, Bezirk Reutte, Bezirk Schwaz, Tiroler Unterland sowie Pillerseetal/Leukental. Bisher wurden ca. 480 Freiwillige über diese Zentren vermittelt.

„Ehrenamtliche Tätigkeiten sind ein unverzichtbarer Teil unserer Gesellschaft, ohne die vieles nicht funktionieren würde“, betont LH Günther Platter den Wert der freiwilligen Arbeit: „Dass so viele Tirolerinnen und Tiroler soziale Verantwortung übernehmen und sich für ihre Mitmenschen einsetzen ist beeindruckend.“

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