Matrei: Köll bleibt der absolute Machthaber

Bernd Hradecky und Matreier Liste erzielen einen Achtungserfolg.

An ihm führt auch in Zukunft in Matrei kein Weg vorbei: Langzeitbürgermeister Andreas Köll. Foto: Brunner Images
An ihm führt auch in Zukunft in Matrei kein Weg vorbei: Langzeitbürgermeister Andreas Köll. Foto: Brunner Images

„Es ist uns gelungen, sowohl im Gemeinderat als auch bei der Bürgermeisterwahl, den Abstand zur Opposition zu vergrößern. Diesmal war es wirklich keine leichte Wahlauseinandersetzung, aber ich möchte mich bei den Wählern für ihr Vertrauen bedanken, denn ich weiß, es ist nicht selbstverständlich, beim sechsten Antritt ein weiteres Mal eine absolute Mehrheit im Gemeinderat zu erlangen,“ das war das Statement des Matreier Langzeitbürgermeisters Andreas Köll, nachdem die Schlacht geschlagen und er ein weiteres Mal mit absoluter Mehrheit gewählt war. In Matrei bleibt buchstäblich alles beim Alten, auch die Sitzverteilung im Gemeinderat.

In einem – wie in Matrei üblich – recht ruppigen Wahlkampf hatte die oppositionelle Matreier Liste versucht, dem politischen Schwergewicht zumindest im Gemeinderat die volle Kontrolle abzunehmen. Das gelang nicht, aber fast 47 Prozent der Stimmen sind ein Achtungserfolg für die Opposition. Der Tierarzt Bernd Hradecky, der nach dem tragischen Tod von Oswald Steiner die Führung der Liste übernommen und auch für das Bürgermeisteramt kandidiert hatte, erzielte mit rund 1300 Stimmen 42,35 Prozent bei der Bürgermeisterwahl.

Hier das offizielle Ergebnis der Gemeinderatswahlen 2016 in Matrei.

Alle Artikel zur Gemeinderats,- und Bürgermeisterwahl 2016 auf dolomitenstadt.at!

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren

16 Postings bisher
blubla vor 2 Jahren

ganz recht lieber Herr Brugger, mich intressiert es auch nicht die Wahlkosten vom Bürgermeister zu tragen. Ich hoffe ihr Einspruch hat Erfolg und er muss alles selbst zahlen.

LG

Angerer vor 2 Jahren

Danke Herr Brugger, dass sie zumindest aufzeigen, dass da wieder mal nicht alles ordentlich abgelaufen ist, auch wenn dies nicht alle gerne hören. Und vielleicht geht sich ja das nächste mal eine grüne Partei aus, die Natur (z.B. die Isel) hätte es sich wahrlich verdient.

Ich bin ja auch kein Matreier, aber auch wir Externen bekommen mit, dass es da sehr viel Zwist zwischen den beiden Parteien gibt, der wohl kaum in einer ordentlichen Zusammenarbeit enden kann oder wird. Und das ist halt schade, denn ein paar Stimmen mehr (da sieht man wieder mal, dass JEDE (Nichtwähler)Stimme zählen könnte) und ein Herr K. MUSS endlich die Zusammenarbeit lernen, bis jetzt musste und wollte er dies ja offenbar nicht wirklich. Würde mich interessieren, wie es bei der nächsten Gemeinderatsitzung dann wirklich zugeht, wäre toll, wenn tatsächlich auch die andere Hälfte Matrei´s gehört und ernst genommen werden würde. Dolomitenstadt.at, bitte um aktuelle (neutrale) Tatsachenberichte in dieser Causa!!!

Hilda vor 2 Jahren

Geh @ Manfred so auf den Tisch zu hauen, ist überflüssig, wenn gerade 45% der Wahlberechtigten dafür sind, dass der Langzeitbürgermeister bleibt.

Nudlsuppe vor 2 Jahren

Sehr geehrter Herr Brugger!

Der Satz von Ihnen: @„Ich habe versucht wieder eine Grüne, unabhängige Liste auf die Füße zu stellen, fand aber nicht genug MitbewerberInnen“@ spricht ja schon für sich!! Auf Ihr ewiges Gemotze und mit Ihren immer wieder kommenden Paragrafen nach einer verlorenen Wahl gegen Andreas Köll ist eben auch von den Bewohnern Matreis keiner mehr scharf! Oder woran wird das wohl liegen? Bitte akzeptieren Sie es – wenn es Ihnen auch noch so weh tut – Köll hat wieder den Bürgermeistersessel und die Mehrheit im Gemeinderat. Der Matreier Liste wäre es nun anzuraten nach Ihrem Wahlspruch zu arbeiten: „Miteinonder – nochdenkn und lenken“ – oder war das auch nur ein leeres Wahlversprechen? Auch heute wieder: Bin nur ein Beobachter – kein Matreier!

Sepp Brugger vor 2 Jahren

@Angerer Ich habe eine Aufsichtsbeschwerde eingebracht, da ich nicht einsehe, warum ich als Steuerzahler die Wahlwerbung der Bürgermeisterliste mitfinanzieren soll. Eine Wahlanfechtung kann nur die Matreier Liste machen. Ich habe versucht wieder eine Grüne, unabhängige Liste auf die Füße zu stellen, fand aber nicht genug MitbewerberInnen. Ich bedauere es auch, dass das nicht gelungen ist. Ob wir dadurch die Mehrheit des Bgm. hätten verhindern können, ist fraglich, 2010 haben wir es nicht geschafft. Aber die Chance wäre sicher größer geworden.

Free4ev vor 2 Jahren

Bald über 30 Jahre Dr. Andreas Köll...........

Angerer vor 2 Jahren

Herr Brugger, wenn hier wirklich etwas faul ist, bitte ich die Grünen, dies offiziell prüfen zu lassen!!!

Jedoch frage ich mich auch, warum man in Matrei nicht z.B. auch "Grün" als Alternative wählen konnte? So wie man jetzt tirolweit sieht, haben die Grünen als Kontrollpartei viele Zuwächse verzeichnen können, warum nicht auch in Matrei? Und ich glaube fast, dass dann zumindest mal die absolute Mehrheit weg wäre, dies tut nämlich keiner "Regierung" gut, da man dann einfach NICHT mit einander reden MUSS und im Endeffekt weiterhin alleine alles bestimmt wird. Schade für Herrn Hradecky, hätte ihm wenigstens mal die Mandatsmehrheit gewünscht, dann wäre zumindest dieser ungute Beigeschmack einer "Dorfkaiserdiktatur" gebrochen worden.

Manfred vor 2 Jahren

@Sepp Brugger Einfach nur schlechte Verlierer, diese Bruggerischen! Aber eigentlich müsste sie im Wahlverlieren doch schon etwas Übung haben?

    Meckerle vor 2 Jahren

    Manfred - in Matrei gibts nicht nur schlechte Verlierer sondern auch besonders viele schlechte Gewinner !!

Macki vor 2 Jahren

Wenn man Herrn Bruggers logischen Argumenten folgt, wundern sich wahrscheinlich viele Leser, dass zum Abschluss nicht der Satz "Eine entsprechende Sachverhaltsdarstellung wurde an die Wahlbehörde und Staatsanwaltschaft geschickt und es wird neben eine Strafe für Köll von einer Neuwahl auszugehen sein" zu lesen ist. Mir geht es ganz so wie dem `'Instinktivist'.

chiller336 vor 2 Jahren

unglaublich ... man sucht wieder nur nach ausreden etc .... isses so schwer, den wählerwillen zu akzeptieren? von köll kann man halten was man will - wenn er wiedergewählt wurde, dann wird das auch ganz legal durch den wähler entschieden - und ich denke mal, dass sich kein wähler durch ein gemeindewappen oder worte auf einem briefkopf in der art beeinflussen lässt, seinen wahlgedanken zu überdenken .... wenn die matreier was wollen, dann tun sie was dafür, ganz egal was andere dazu sagen

Hapo vor 2 Jahren

Ein Kompliment dem Team der " Matreier Liste" für den Einsatz im Wahlkampf! Es sind Idealisten, die an eine Veränderung glaubten - leider hat es nicht sein sollen! Da aber der alte und neue Bürgermeister im Fernsehen seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit allen kundgetan hat, werden wir in den nächsten Tagen/Wochen sehen, welchen Aussagewert seine Worte haben!

Instinktivist vor 2 Jahren

Also ich muss jetzt einfach einmal was loswerden hier in diesem Forum.... Wenn man sich die Kommentare/Berichte von Herrn Dr. Pirkner in Bezug auf Herrn Dr. Köll und Matrei durchliest und im Anschluss die Postings darunter liest, dann freut man sich ständig für die Matreier dass bald Wahlen sind und sie diesem Treiben ein Ende setzen können... und dann das! Alles beim Alten nach der Wahl!!! und schön langsam beschleicht mich der Verdacht, dass entweder alles nicht stimmt was so geschrieben wird und Killian und Nudlsuppe haben Recht oder aber, dass es mehr als die Hälfte in Matrei nicht kapieren was da los ist bzw. wie es um die Gemeinde steht (wie gesagt immer in Hinblick auf die Berichte auf Dolomitenstadt)… wir werden sehen Lg

Sepp Brugger vor 2 Jahren

Ja Bgm. Köll hat kurz vor der Wahl noch eine amtliche Mitteilung verschickt. $0 Seiten dieses Amtsblattes enthielten Wahlwerbung, die w3ort- und bildident von der homepage der Liste "gemeinsam fütr Mastrei" übernommen wurden. Der besteht daher der Verdacht der rechtswidrigen Verwendung von Steuermitteln. Im MERKBLATT FÜR DIE GEMEINDEN TIROLS, August 2013, machte das Land Tirol die Gemeinden eindringlich, unter Hinweis auf strafrechtliche Konsequenzen, darauf aufmerksam, die Gemeinden aus der Werbung herauszuhalten. "Jeder irreführende Bezug zur Gemeinde sowie jede Belastung der Gemeinde durch die Herstellung und die Versendung von für die Wahlwerbung bestimmten Schriftstücken im und durch das Gemeindeamt sind daher zu unterlassen. Nach der Judikatur des VfGH wäre ein Schreiben mitfolgenden Merkmalen als unzulässige Einflussnahme zu werten: • Briefkopf mit Aufdruck „Gemeinde ...“ • Verwendung des Gemeindewappens und/oder des Gemeindesiegels • Fertigung: „Für die Gemeinde .. „ oder „Ihr/euer Bürgermeister“ • Kennzeichnung als „amtliche Mitteilung“ • Das Schreiben enthält nicht bloß eine Information über Wahltag, Wahlzeit ..., sondern auch subjektiv wertende Äußerungen in eine bestimmte Richtung. Bei Vorliegen dieser Merkmale – es genügen auch einzelne davon geht der VfGH von einer unzulässigen Einflussnahme auf das Wahlverfahren aus, welche zu einer Aufhebung des Wahlverfahrens führen kann." Ob die Wahlwerbung von Kölls Liste objektive Tatsachen oder subjektiv wertende Äußerungen enthält, kann jeder selbst feststellen.Meiner Meinung nach wurde dadurch in Matrei in unzulässiger Weise Einfluss auf das Wahlverfahren genommen.

flashguru vor 2 Jahren

ERSCHRECKEND... !!!

Talpa vor 2 Jahren

Matrei, Bist du deppert!!!