„Rettungsdienst ist nichts, was man fürchten muss.“

Stephan Hofmann blieb nach dem Zivildienst  beim Roten Kreuz „freiwillig hängen“.

„Ich bin der festen Überzeugung, dass das einzige, wovor man sich fürchtet, die Unwissenheit und Unfähigkeit ist. Man hat es selbst in der Hand, das zu beseitigen“, ist sich Stephan Hofmann sicher.

Eigentlich wollte Stephan aus Sillian nur seinen Zivildienst beim Roten Kreuz absolvieren. Inzwischen hat er recht flott eine steile Rotkreuz-Karriere mit den dazugehörigen Ausbildungen zurückgelegt: Neben dem Rettungsdienst – Stephan ist auch Notfallsanitäter – ist er unter anderem für die Medienarbeit und Informationstechnologie des Bezirksrettungskommandos Lienz zuständig und auch noch organisatorischer Leiter der Rotkreuz-Jugendgruppe der Ortsstelle Sillian.

Eigentlich ist Stephan Student der Wirtschaftspädagogik in Innsbruck und hat sich sogar mit zwei Kollegen im Bereich Webdesign und EDV selbstständig gemacht.

Und trotzdem findet Stephan Zeit für das Rote Kreuz? „Für mich ist die Arbeit beim Roten Kreuz eine sinnvolle Freizeitgestaltung. Vor allem der kameradschaftliche Aspekt ist sicherlich einzigartig bei uns, denn man hat ständig KollegInnen und FreundInnen um sich und lernt auch laufend neue Menschen kennen. Besonders gefällt mir die respektvolle und gegenseitig anerkennende Beziehung zwischen jungen und älteren MitarbeiterInnen. Jeder kann von jedem etwas lernen und jeder lässt sich auch von jedem etwas beibringen.“

Im Rettungsdienst braucht es viele freiwillige Mitarbeiter! Vor allem junge potenzielle SanitäterInnen erwarten dort viele Vorteile, ist Stephan überzeugt. Man lerne nicht nur zu 100 Prozent praxisrelevantes Wissen im Rettungsdienst, sondern auch viele neue Leute kennen und vor allem eine andere Perspektive auf das Leben, die es erlaube, viele Dinge umfassender zu sehen. „Möglicherweise entdeckt man sogar eine Affinität zu Sozialberufen oder Berufen im medizinischen Bereich, die ansonsten verborgen geblieben wäre“.

Wenn man selbstständig im Rettungsdienst tätig sein will, ist zumindest die Ausbildung zum Rettungssanitäter notwendig. Man beschäftigt sich u.a. mit diversen Notfallbildern und den zu setzenden Maßnahmen, Erste Hilfe, Hygiene, Stressbewältigung, Rettungswesen, etc. und schließt nach 260 Ausbildungsstunden (100 Theorie, 160 Praxis) als „Rettungssanitäter“ ab. Im Rettungsdienst verpflichtet man sich zu ca. zwei freiwilligen Diensten pro Monat, damit die erforderliche Routine gewährleistet bleibt. „Rettungsdienst ist wirklich nichts, wovor man sich fürchten muss“.

Fragen zu den unterschiedlichen Leistungsbereichen, dem Rettungsdienst, der Jugendgruppe, den Schnupperkursen, den Rettungssanitäter-Kurszeiten, etc. beantwortet das Rotkreuz-Team in der Servicestelle Lienz gerne telefonisch von Montag bis Sonntag jeweils von 7.00 bis 19.00 Uhr unter 04852/62321.

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