Michael Aichner streut Richard Piock Rosen und sieht Aufholbedarf für Osttirol. Foto: Martin Lugger

Michael Aichner streut Richard Piock Rosen und sieht Aufholbedarf für Osttirol. Foto: Martin Lugger

Landtag segnet Beteiligung an Innos einstimmig ab

WK-Obmann Michael Aichner sieht „erheblichen Aufholbedarf“ für Osttirol.

Am 30. Juni segnete der Tiroler Landtag einstimmig den Beschluss des Landes ab, sich an der in Gründung befindlichen „Innos GmbH“ zu beteiligen. Erfreut darüber zeigt sich Michael Aichner, Obmann der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle in Osttirol. Der Bezirk habe erheblichen Aufholbedarf. Das zeige sich an „teils beträchtlichen Abständen zum Landes- und Bundesschnitt bei wesentlichen wirtschaftlichen Eckdaten“. Es sei vordringlich, der Abwanderung junger Fachkräfte durch die Schaffung von attraktiven Arbeitsplätzen Einhalt zu gebieten – etwa durch Betriebsgründungen, Betriebsansiedlungen, aber auch durch die Förderung der Entwicklung bestehender Betriebe.

„Der Vordenken-Prozess und die begleitenden Beratungen mit allen relevanten Stellen und den Betrieben haben zweifelsfrei gezeigt, dass von den vorhandenen Einrichtungen ein komplexes Innovations- und Standortmanagement, wie es nun einmal notwendig ist, nicht gewährleistet werden kann und daher neue Wege zu beschreiten sind“, meint der WK-Obmann. „Es ist ein Glücksfall, dass sich Richard Piock als international erfolgreicher Manager ehrenamtlich für die Geschäftsführung der Innos GmbH, die eine professionelle Innovationsbegleitung anbieten wird, zur Verfügung gestellt hat und dass sich auch eine Reihe namhafter Osttiroler Unternehmen an dieser Gesellschaft beteiligt haben“.

Einen Rückzug der Standortagentur aus Osttirol sieht Aichner nicht: „Die bisherigen Aktivitäten der Standortagentur werden auf der Basis von bereits verschriftlichten Vereinbarungen mit dem Land in vollem Umfang weitgeführt. Es wird sogar zu einer Erweiterung des Aufgabenkreises kommen. Außerdem wird die Standortagentur direkt im Lenkungsorgan der Innos GmbH vertreten sein; das Land Tirol hält überdies den größten Gesellschaftsanteil“.

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3 Postings bisher
Macki vor 1 Jahr

Hier werden absolut richtige Fragen aufgeworfen. Warum tut sich trotz dieser dankenwerten Erhebung des Ist-Zustandes nichts? Warum kommen keine Firmen? Warum siedeln bereits hier befindliche Firmen wie zB. Max Zanier mit seiner Firma nach Nordtirol? Das gründen von Agenturen und GmbHs an sich bewirkt noch gar nichts. Vor allem wenn überall das Land Tirol hauptsächlich drinnen steckt.

Talpa vor 1 Jahr

Bitte bauts dem Piock endlich mal ein Denkmal, damit alle die ihn vergöttern, ihm dort huldigen können und es nicht hier in diesem Medium tun müssen. ;-)

Auch hoffe ich das diese Innos das osstiroler Lohndumping bekämpfen, das von der WKO so erfolgreich betrieben wird und wurde. Besser wäre natürlich auch, wenn die Standortentwicklung von einer transparent demokratisch gewählten Organisation in die Hand genommen würde, denn so erwehrt man sich des Eindrucks nicht, dass hier in diesem exklusiven Klub wieder mal massiv lobbyiert und gepackelt werden wird.

Kilian1990 vor 1 Jahr

Ich wünsche der neuen Gesellschaft alles Gute und Osttirol, dass sich wirklich neue Betriebe ansiedeln und Arbeitsplätze geschaffen werden. Es ist löblich, wenn sich Leute ehrenamtlich engagieren. Nicht nur der hochgelobte Herr Piock, sondern auch die rund 20.000 Osttiroler, die sich irgendwo einsetzen, ohne Geld dafür zu bekommen. Mir stellt sich halt die Frage, warum es bisher mit den bestehenden Einrichtungen (Standortagentur, Wirtschaftskammer, Regionsmanagement) nicht gelungen ist, Arbeitsplätze zu schaffen. Wieviel hat eigentlich das Vordenken bisher gekostet und was ist konkret dabei herausgekommen?