Illustration: Anna Vogl

Illustration: Anna Vogl

Dialekträtsel: Was ist denn ein „Wilschga“?

Kleiner Tipp: „Wilschgare“ sind lichtscheue Gesellen, die haufenweise Spuren hinterlassen.

Bei diesem Begriff geht es um einen haarigen, kleinen Garten- und Feldbewohner, der zwar sehr nützlich, aber gleichzeitig genauso ungern gesehen ist. Findige Technikfreaks haben gar schon Geräte entwickelt, um den Wilschga mittels Ultraschallwellen vom eigenen Garten fernzuhalten. Dafür, dass man ihm nachsagt, er sei blind – ganz schön viel Aufwand!

Vom Dialektbegriff könnte man wialn für wühlen ableiten, dann wäre man schon nahe dran, aber Wühlmaus ist es keine. Unser gesuchter Begriff beschreibt ein Tier, das unter Naturschutz steht. Für alle, die trotzdem lieber keinen im Garten hätten, gibt es hier einige nützliche Infos.

Vom Iseltal bis Hopfgarten, in Kals und im Lienzer Talboden sagt man also Wilschga und meint einen Maulwurf.

Wer gerne wissen möchte, wie so ein Wilschga gesprochen klingt, kann es sich hier anhören:


Hier finden Sie alle bisher gezeichneten und vertonten Beispiele unserer Mund-Art! Alle Zeichnungen stammen von Anna Vogl. Die Osttirolerin studiert an der Grafischen in Wien.

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4 Postings bisher
Kiew vor 9 Monaten

Interessant! Seit ich einen Hund habe, der viel im Freien ist, sind die Maulwürfe komplett verschwunden, die früher eine Mondlandschaft hinterlassen haben.

chiller336 vor 9 Monaten

des is des sauviech, was ma mein gartn momentan drunter und drüber grabt grrr

    senf vor 9 Monaten

    da liegst du leider falsch, die hast vermutlich die wühlmaus im garten. ein "wilschga" lockert dir die erde auf und deshalb hast du ja so einen schönen garten :-)))

      chiller336 vor 9 Monaten

      nit ganz lieber senf ... wühlmäuse grabn nit so tiaf und hinterlassn auf der oberfläche richtige grabwürschte .... da wilschga wirft die haufn auf .... ganz nebenbei hab i shcon mal oan mit da schaufl dawischt beim auswerfn - und in an kübl weiter weg aufs feld getragn ;)