Kuenz und Mayerl feuern Breitseite gegen Blanik

Auslöser des Streits ist ein brisanter Bericht des Landesrechnungshofes.

Ein Wutausbruch von Martin Mayerl hat Seltenheitswert. Per Presseaussendung macht sich der Osttiroler VP-Bezirksobmanns und Landtagsabgeordnete am 17. November allerdings Luft: „Ich habe die Rundumschläge von Elisabeth Blanik gegen die bäuerlichen Familien satt. Wo sind denn die so oft zitierten superreichen Bauern, die auf Kosten aller anderen leben? Wo sind die schwerverdienenden Agrar-Oligarchen, die in jeder Debatte zitiert werden?“, fragt Mayerl, der auch Bezirksbauernbundobmann ist.

Und weiter: „Es ist an der Zeit endlich damit aufzuhören, ein Feindbild zu malen, dass es schlichtweg nicht gibt. Die Lage unserer Bauern ist ernst und für viele angesichts der schlechten Situation am Markt bedrohlich und Elisabeth Blanik fällt nichts besseres ein, als immer und immer wieder auf unsere Bauern einzudreschen und mit ihren rufschädigenden Falschaussagen durch das Land zu tingeln. Irgendwann ist das Maß endgültig voll.“

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Hermann Kuenz und Martin Mayerl finden scharfe Worte in Richtung Elisabeth Blanik. Sie betreibe Klassenkampf und „Bauernbashing“. Foto: Dolomitenstadt/Pirkner

Mit Mayerl steigt Bauernbund- und Landtagskollege Hermann Kuenz gegen die frischgebackene Tiroler SP-Chefin in den Ring. Er gibt sich ebenfalls nicht zimperlich, spricht von „Neiddebatte“, „Bauernbashing“ und „Klassenkampf-Rhethorik“.

Grund für die Aufregung: Elisabeth Blanik fordert, die Unterstützung des Landes Tirol für die Landwirtschaftskammern einzustellen, was die Osttiroler Bauernvertreter für fatal halten: „Damit würde die Kammer finanziell ausgehungert werden. Die logische Folge wäre, dass alle Bezirkskammern ihre Türen für immer schließen müssten“, so Hermann Kuenz. „Die Beschlussfassung war im Jahre 1998 einstimmig. Damals war die SP noch Regierungsmitglied.“

Auslöser für den Konflikt ist ein Bericht des Tiroler Landesrechnungshofes, den wir hier zum Download anbieten. Der Rechnungshof nahm die Zahlungen des Landes an die Tiroler Landwirtschaftskammer unter die Lupe und übte teilweise scharfe Kritik. 72 der 160 Dienstnehmer in der Bauernkammer werden vom Land Tirol bezahlt. Hier die Tabelle mit den dafür überwiesenen Summen der letzten fünf Jahre (Quelle: Landesrechnungshof):

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Der Bauernkammer werden jährlich mehr als sechs Millionen Euro zur Abdeckung von Personalkosten, Spesen und Pensionszahlungen überwiesen. Rechtfertigung für diese Zahlung ist die Übernahme von Landesaufgaben durch die Kammer. Die Abwicklung von Förderungen, aber auch die „Anerkennung von Zuchtorganisationen“ und die „Durchführung von Leistungsprüfungen und Zuchtwertschätzungen“ wären solche Leistungen, die das Land an die Bauernorganisation auslagert und dafür Personalkosten überweist. Problem: Die Abrechnung erfolgt pauschal und nicht exakt nach Aufwand. Und der Vergleich mit anderen Behörden lässt zumindest vermuten, dass die Bauernkammer eher großzügig abrechnet.

2015 lagen zum Beispiel die durchschnittlichen jährlichen Reisespesen der 72 vom Land bezahlten Kammermitglieder bei rund 2.860 Euro pro Kopf, in Summe 220.000 Euro pro Jahr. Der Rechnungshof vergleicht diesen Wert mit den durchschnittlichen Reisespesen der Bediensteten der Bezirkshauptmannschaften, „die tendenziell häufig Dienstreisen tätigen“: Es sind rund 520 Euro pro Dienstposten. Das Land bezahlt auch jährlich rund 30.000 Euro für Essensgutscheine der Bauernkämmerer.

Nicht nur für die SPÖ, sondern auch für Impuls Tirol und die Liste Fritz sind das Anzeichen für Privilegienwirtschaft, eine Anschuldigung, gegen die sich Kuenz und Mayerl massiv verwehren mit dem Fazit: „So lange wir in Tirol etwas zu sagen haben, garantieren wir die Einhaltung der Verträge und die gesicherte Finanzierung der Landwirtschaftskammer.“

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39 Postings bisher
senf vor 10 Monaten

für die die übernahme verschiedener „landesaufgaben“ an die LWK zahlt das land tirol jährlich rund 6,2 mio euro. was damit konkret geschieht, hat der landesrechnungshof nicht zufriedenstellend herausbekommen. er kritisiert das und fordert n achvollziehbare verwendungsnachweise. blanik hat hinterfragt und damit eine heftige inszenierung der beleidigten kämmerer kuenz und meyerl in den medien ausgelöst. im bezirksblatt der LWK lienz hat blanik klargestellt, dass keiner jemals davon geredet hat, die kammern abzuschaffen. ein fairer zug! . bsp: leistung der kammer im bereich der almflächenberechnung für die EU-förderung. nachzulesen unter: www.mieming-transparent.at/aktuelles/677-almfoerderungen-bauernbundskandal. dort wird zitiert: die beratungsverantwortung und -kompetenz lag aber allein bei der LWK. die komplexität der materie können einzelne förderungsnehmer vermutlich kaum durchschauen. sie waren auf die beratung angewiesen. im AMA-infoblatt zu almen ist eine klare zuweisung der verantwortung zu lesen: grundsätzlich steht ihnen Ihre BBK als ihre interessenvertretung für alle fragen zur förderungsabwicklung zur verfügung. allerdings waren in den flächenangaben abweichungen von mehr als 20 % dann keine seltenheit, rückzahlungen der almförderung und hohe strafen waren die folge. österreichweit hat das zuständige ministerium jedoch dann bis mitte 2015 wieder 12 mio euro an sanktionen an die bauern zurückgezahlt, weitere beträge folgten - letztliches machbar durch eine noveller des marktordnungsgesetzes. nachzulesen in der homepage des landwirtschaftsministeriums. österreich grüßt!

kritisch vor 10 Monaten

Tiroler Land, Bauern Land! So ist es, und so bleibt es...zumindest noch eine gewissse Zeit.... Aber wer glaubt schon noch irgend etwas den doch so engagierten Politikern in der heutigen Zeit...jeder ist sich doch nur noch der Nächste, egal welcher Farbe angehörig.....die Elite meint, es sich richten zu können...das Ergebnis ist ein Trump in USA, hier wird es halt ein Hofer oder Strache, doch jeder schaut nur auf seinen Teller, bis der Teller halt weg ist, doch wen interessierts schon, bis dort hin wird noch ordentlich daraus geschöpft..... Kuenz, Mayerl, Blanik oder Köll, auch die Grünen oder sonstige "Bürgernahe".... irgendwann verlieren alle den Bezug zur Realität und zum einfachen Bürger.....und der einfache Mann fühlt sich nicht mehr verstanden, na wunderts d jemanden eigentlich noch über die aktuelle Entwicklung weltweit???????

skeptiker vor 10 Monaten

Da kann man nur sagen - Thema verfehlt Herr Kuenz und Mayerl.

Im LRH Bericht kann ich kein Wort gegen die Bauern finden, sondern es wird die Abrechnung der ausgelagerten Leistung an die Bauernkammer kritisiert. Diese erfolgt „quasi“ pauschal und ohne Leistungsaufzeichnung oder ähnliches und lt. LRH zu üppig.

Und was machen die Herren? Anstatt sich mit den Kritikpunkten auseinanderzusetzen und Erklärungen/Aufklärung zu liefern wird ein Kampf gegen die Bauern stilisiert, der so – oder ich kann es zumindest nirgends finden – nicht stattfindet. Im Internet finde von Fr. Blanik auch „nur“ Kritik an der Bauernkammer, aber keine Kritik an den Bauern selbst. Hier wollen die Herrn wohl eher von lieb gewordenen Pfründen ablenken.

Ich als Steuerzahler erwarte mir einen effizienten und kontrollierten Umgang mit den Steuergeldern und wenn der LRH ein so vernichtendes Urteil fällt ist Handlungsbedarf. Also mal den LRH Bericht lesen und dann handeln und nicht einen auf beleidigtes Kind bringen. Und eins sei den Herrn noch ins Stammbuch geschrieben – die nächste Wahl kommt bestimmt.

    Baslt vor 10 Monaten

    Ach Skeptiker du verstehst das Thema! Kuenz und Mayerl richten sich gegen Blaniks Forderung nach einer Kompletten Streichung aller Zahlungen des Landes. Die Kritik des rh wird von den beiden in dem Artikel nicht erwähnt. Schwaches Theater. Wie wir es von Blanik nicht anders kennen.

      skeptiker vor 10 Monaten

      @Baslt – lass mich mit euren parteipolitischen Grabenkämpfen in Ruhe. Genau das ist der Grund, warum in Österreich schon seit Jahren nicht mehr viel weiter geht.

      Auslöser der Diskussion war der LRH Bericht – und wird drüber diskutiert? Nein, dafür aber sinnlos bei Pressekonferenzen über den politischen Gegner hergezogen.

      Der LRH sagt eindeutig - natürlich muss das Land für Leistungen die bei der Bauernkammer ausgelagert sind zahlen. Aber nicht ohne Leistungsnachweis einfach ca. 6 Mio jährlich überweisen. Ebenfalls Nachweis der hohen Reisekosten usw.

      Und nein, Herr Kuenz und Mayerl, das Land muss NICHT die Finanzierung der Landwirtschaftskammer sichern sondern nur die erbrachte Leistung der Kammer für das Land bezahlen.

Zuckerpuppe vor 10 Monaten

da stellt eine Behörde was fest und sofort fühlt sich eine(r) bemüssigt, scharf zu schiessen - daraufhin schiessen andere selbstverständlich heftig zurück - und alles NATÜRLICH öffentlich, anstatt dass man sich gemeinsam um Problemlösung bemüht. Hauptsache anders als die anderen und unbedingt dagegen. Genau das ist es, was so viele politikmüde macht. Sie lernen einfach nichts dazu, zum k...

Unholder0815 vor 10 Monaten

Tirol wird seid 1945 klar von der ÖVP dominiert,natürlich ist das auch der Wählerwille. Aber die Selbstherrlichkeit und offen zur schau gestellte Arroganz vieler schwarzer Politiker und Funktionäre ist schon sehr sehr weit von den Menschen in Tirol entfernt. Als erstes vertreten sich diese Herren und Damen selbst! Der schwarze Sumpf ist in 7 jahrzehnten sehr gut gefüllt worden.

    Maussi vor 10 Monaten

    Tirol zählt zu den lebenswertesten Regionen der Welt. Also alles kann nicht schlecht sein

cheerio vor 10 Monaten

Eieiei.... @ neofexy, blafra, ost-tirolerin, lienzerin43, Stille.... Habt ihr euch heute vor oder nach der Sonntagsmesse mit euren "Bauernvertretern" getroffen um hier im Forum die 2 in ein besseres Licht zu rücken? Ist wohl sehr auffallend dass die pro Mayerl und Kuenz Kommentare in den letzten drei Stunden geschrieben wurden, und die anderen Kommentare mit "stimme nicht zu" bewertet wurden.

    senf vor 10 Monaten

    ja, cheerio@, es kam, wie es kommen musste. schwer festzustellen, von wem die beiden diese perfekte inszenierungskunst gelernt haben. vom jörg oder gar von josef. ich staune, wie bedenkenlos hier in kürzester zeit alle kommentare mit nein bewertet und anderen in den a… getreten wurde. ach ja, welche aufgaben übernehmen die kammern vom land? wohl nicht die großzügigen flächenberechnungen für die eu-bergbauernförderung , die den ö-steuerzahler nachträglich millionen gekostet haben, oder? hätten die beiden bauernvertreter den LRH-bericht respektiert und die erforderlichen konsequenzen daraus gezogen, wär ihnen vieles erspart geblieben. „bei meiner ehr“!

vordenker vor 10 Monaten

an den vielen Postings sieht man den Unterschied: Blanik kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit und ihre Selbstdarstellung und andere nehmen ihren Aufgaben ernst und arbeiten im Hintergrund hart.

Ost-Tirolerin vor 10 Monaten

Blanik forder, Blanik kritisiert, Blanik hinterfragt nur Blanik tut nichts. So kennen wir unsere Elisabeth.

neofexy vor 10 Monaten

Dass ausgerechnet die SPÖ einen Klassenkampf, den es nicht gibt, herbeireden will, ist mehr als peinlich. Das Ende der Sozialdemokratie wird eingeläutet und Blanik übt sich als Glöcknerin!

Blafra vor 10 Monaten

Es ist schon fast lustig, wenn ausgerechnet Blanik mit mehr als 12.000,- Euro pro Monat an Politikerbezügen sich über die Ausgaben des Landes aufregt. Von wem werden denn Ihre Bezüge gezahlt?

lienzerin43 vor 10 Monaten

Blanik schaut auf sich, dass weiß man! Gerne kann man sich in der Lieburg erkundigen. Wer nicht gebraucht wird, bekommt eins drüber!

senf vor 10 Monaten

nach den vielen kommentaren und zustimmungen hier im forum der dolomitenstadt.at müssten die beiden herren endlich kapieren, dass nach dieser politinszenierung der schuß nach hinten losgangen ist. die methode "alles unterm teppich kehren" ist längst vergangenheit. das hat auch ein herr haider leidvoll einsehen müssen. ich frage mich, warum ein kammerfunktionär als abgeordneter über beiträge des landes (steuermittel) an die LW-kammern abstimmen kann und was der LRH im bericht dazu sagt. für mich ist das jedenfalls befangenheit.

    vordenker vor 10 Monaten

    warum ein kammerfunktionär als abgeordneter... Genauso darf ein Gewerkschaftler als Abgeordneter über Arbeitsmarktförderungen abstimmen. Genauso darf ein Unternehmer als Abgeordneter über Wirtschaftsförderungen abstimmen. Genauso darf ein Lehrer als Abgeordneter über die Änderungen im Schulwesen abstimmen. So funktioniert eine Demokratie: die Abgeordneten werden von der Bevölkerung gewählt und kommen aus allen Bereichen. Aber senf, darum geht es dir doch gar nicht, oder ;-)

      senf vor 10 Monaten

      vordenker@: natürlich dürfen und sollen die aufgezählten interessensvertreter ja über ihre vertretungsanliegen abstimmen. dafür wurden sie ja gewählt. wenn du sinnerfassend gelesen hast, dann stellt sich diese frage in meinem posting ja gar nicht. ich behaupte, dass kammerfunktionäre als landtagsabgeordnete nicht über zuschüsse abstimmen dürften, die zu ihren eigenen vorteil gereichen. ein wirtschaftstreibender kann ja auch nicht über eine förderung für sein eigenes projekt abstimmen, falls er in einem öffentlichen gremium eines fördertopf sitzt. so einfach ist das, aber für bauernvertreter gilt diese befangenheit anscheinend nicht. man ist es gewohnt und vielleicht ist das für dich zu kompliziert. vordenker bitte nachdenken, bevor du tatsachen so verdrehst, wie du sie gerne hättest.

    vordenker vor 10 Monaten

    Ich habe in dem Arikel auf den sich die Postings beziehen allerdings nichts von einer Abstimmung im Landtag über die Finanzierung der LK gelesen. Lediglich, dass Blanik fordert, alle Zahlungen des Landes an die LK einzustellen! Dass sich da ein Kammerfunktionär wehrt ist wohl legitim, oder?

Unholder0815 vor 10 Monaten

Ich finde es beschämend das solche Diskussionen auf dem Rücken der Bauern ausgetragen werden. Es ist auch nichts neues das sich gewählte Funktionäre in erster Linie die eigenen Taschen füllen . Ist auch beim Maschinenring MR nicht anders wie man dieses Jahr leidvoll gesehen hat. Deshalb wird es auch keine Transparenz geben solange die ÖVP allein das sagen hat .

    Stille vor 10 Monaten

    ... die Presseabteilung der SPÖ! Besser wäre es, ihr würdet euch um die echten Probleme der kleinen Leute kümmern, als eure Selbstdarstellung über als Profiposter voranzutreiben. Dann würde euch vielleicht wieder wer wählen. Knapp mehr als 13 % bei der letzten Landtagswahl...

iseline vor 10 Monaten

Statt sich den Fakten des LRH stellen, sind die zwei Bauernvertreter wütend und haben es satt, dass "die Bauern" ständig angegriffen und schlecht gemacht werden. Kontrolliert wurden allerdings nicht die gerne zitierten kleinen Bauern, sondern die Landwirtschaftskammer mit ihren Filialen. Immerhin von der öffentlichen Hand finanziert. Deshalb wären Verbesserungsvorschläge zur "Kostenwahrheit" gefragt gewesen und keine Breitseiten gegen Kritiker und der Garantie, dass eh alles so bleiben soll, wie es ist. Diese Vorgangsweise lenkt nicht wirklich davon ab, dass sich auch eine Landwirtschaftskammer legitimieren muss.

Schade finde ich immer noch, dass sich die Kammer nicht für den Erhalt der Osttiroler Molkerei stark gemacht hat. Andrerorts funktionieren kleine Käsereien sehr gut und die Veredelung von hiesiger Biomilch würde die Bauern weniger abhängig von den Großkonzernen machen.

    Ost-Tirolerin vor 10 Monaten

    von Blanik sind auch keine Verbesserungsvorschläge zur "Kostenwahrheit" gekommen, sondern, wie man es von ihr kennt, eine populistische, pauschale Forderung Entschädigungen zu kürzen.

Karli vor 10 Monaten

Vielleicht erklären die Herren uns zuerst warum in Lienz die Bezirkslandwirtschaftskammer ihren Osttiroler Boten nicht selbst behalten, sondern in eine "Privatstiftung Osttiroler Bote " einbringen musste, bevor sie sich so fürchterlich aufregen. Ein gut gehendes Unternehmen wurde von der Kammer auszugliedert und seine Gewinne in eine Privatstiftung zu verlagert. Die legt sie gut an und kauft damit Häuser in Lienz. Den vormaligen Eigentümer Bezirkslandwirtschaftskammer Lienz darf der Steuerzahler unterstützen. Natürlich blieb der Einfluss der Bauernfunktionäre gleich, in der Privatstiftung des OB und seiner Betreibergesellschaft haben nach wie vor die damaligenFunktionäre der Bezirksbauernkammer wesentlich das Sagen. Und einer der Herren Stiftungsvorstände ist eben der Herr LA Martin Mayerl. Wozu das Ganze ? Bauer zu sein ist in Osttirol sicher nicht immer lustig, Bauerfunktionär schon öfter.

    neofexy vor 10 Monaten

    Osttiroler Bote, ein gut gehendes Unternehmen??? Wir haben anscheinend richtige Inside hier.

    lichtinsdunkel vor 10 Monaten

    Mayerl ist schon seit fast zwei Jahren nicht mehr im Stiftungsvorstand des OB. Nachdem die Bezirkslandwirtschaftskammer im Zuge einer Strukturreform der Kammer die Rechtspersönlichkeit verloren hat, war die Auslagerung die einzige Möglichkeit den OB im Einflussbereiches des Bezirkes zu halten. Ansonsten würde es ihn bei der Medienlandschaft in Österreich nicht mehr geben. OB wird in Osttirol gemacht und in Osttirol geduckt - wie würde es wohl aussehen wenn er einen der großen Medienverlage gehören würde?????

      Edi1913 vor 10 Monaten

      leider braucht es das garnicht. Der Bote passt sich auch von selber immer mehr an und ist bald auch nur mehr ein x-beliebiges Bezirgsblattl/-journal/-usw.

Bauer vor 10 Monaten

ich bin bauer. Ich bin aber nicht auf den rechnungshof und frau blanik beleidigt weil sie kritik an der finanzierung der lk üben. Im gegensatz zu mayerl und kuenz kann ich mich schon in die nichtbauern hineindenken und wenn ich mir den bericht durchlese verstehe ich schon dass erklärungen verlangt werden. Aber was machen mayerl und kuenz? Anstatt aufzuklären sind sie beleidigt und bestätigen damit ja genau das schlechte bild der bauern unter dem wir zu leiden haben. Als bauer hoffe ich doch dass es da nichts zu verbergen gibt, oder doch? Ich bitte, auch im namen vieler unseres berufsstandes um absolute Aufklärung!!! DANKE!

    Meindl vor 10 Monaten

    lieber Josef Schett, dass du dich noch als Bauer bezeichnest ist eigentlich beschämend. Aber die erfolge deiner Partei zeigen, dass es mehr braucht als nur eine große Klappe

solo11 vor 10 Monaten

So lange wir etwas zu sagen haben sagt Herr Mayerl.Das wird nach der nächsten Wahl hoffentlich wohl nicht mehr so sein.Ich hoffe,daß die "schwarze Macht"nach etlichen Jahren an der Macht diese endlich abgeben müssen.Was hier in den letzten Jahrzehnten alles unter den Tisch gekehrt wurde ist ja fast schon Gesetzeswidrig.außerdem sollten alle Politiker dazu verpflichtet werden ihre Wahlversprechen einzuhalten.Bei nichteinhaltung dieser sollten sie mit Konsequenzen rechnen müssen.Denn wer das Volk immer nur anlügt darf nicht ungestraft davon kommen.Außerdem bezahlen wieder nur wir (das Volk) die Beiträge an die LK.Ich brauche keine LK.Würde gerne mal die Spesenabrechnung unserer Osttiroler Bauernkammervertreter einsehen dürfen.Was da wohl alles in Rechnung gestellt wird?

Flori98 vor 10 Monaten

Blanik hat nicht die Bauern kritisiert, sondern die Finanzierung der Landwirtschaftskammer! Die Gewerkschaften der Arbeitnehmer und die Wirtschaftskammer müssen auch aus den Beiträgen ihrer Mitglieder finanziert werden, gleiches sollte auch für die Bauern gelten!

    neofexy vor 10 Monaten

    Flori98 das stimmt. Aber diese beiden Kammern übernehmen keine Aufgaben vom Land. Die Zahlungen des Landes an die Landwirtschaftskammer sind genau für solche übertragenen Aufgaben. Genauere Aufzeichnungen, die der RH fordert ist legitim und notwendig. Zu fordern, pauschal Kürzungen vorzunehmen ist reine Klientelpolitik von Blanik und das ist einfach nur billig.

    lichtinsdunkel vor 10 Monaten

    Die Landwirtchaftskammer übernimmt klar definierte Aufgaben des Landes, die das Land ansonsten mit eigenem Personal erledigen müsste. Dadurch allein würden keine Kosten eingespart werden, sondern wären Personalkosten des Landes. Es war 2010 der Wunsch und ein Beschluss des Landes diese Abrechnungen weiterhin pauschal zu machen. Wenn die Regierung jetzt die Meinung ändert, wird das auch nicht das Problem sein. Vor Transpaenz sollte man sich nicht fürchten auch nicht die Landwirtschaftskammer

fb vor 10 Monaten

Lieber Herr Kuenz und Mayerl - habt ihr das gelesen bevor Ihr euch an die Presse gewendet habt? "Der LRH stellte fest, dass die LK Tirol den tatsächlichen Ressourcen- einsatz zur Erledigung der vom Land Tirol übertragenen Aufgaben nicht erfasst und dokumentiert hat. Damit fehlt eine nachvollziehbare sachliche Grundlage zur Bemessung der Höhe der dafür anfallenden Kosten. Der LRH empfahl der Tiroler Landesregierung die Neugestal- tung des Vertrages mit der LK Tirol. Dabei sollte eine vollständige Erfassung und Dokumentation der durchgeführten Aufgaben inklusive Zeitaufzeichnungen der dafür benötigten Personalressourcen als Zusammenfassende Feststellungen 48 Grundlage für eine objektive und leistungsbezogene Abrechnung herangezogen werden" (Auszug aus dem Bericht des LRH)

    senf vor 10 Monaten

    während sich produktionsbetriebe, dienstleister und arbeitnehmer ständig an neue wirtschaftliche herausforderungen und rahmenbedingungen im wettbewerb orientieren müssen, machen es sich so manche bauernvertreter und kämmerer recht einfach - sie stellen auf stur und drohen. @fb hat recht, die kritik des landesrechnungshofes ist massiv berechtigt und die empfehlung an die politik sind ernst zu nehmen. man braucht keine besondere gabe um die aufgezählten mißstände zu kapieren, es ist auch ein frage der moral, wie man damit umgeht. der rundumschlag vom meyrl und kuenz gegen andersdenkende ist der beste beweis. in ihren augen ist immer alles richtig! das land tirol muss hier konsequenz zeigen, oder das kontrollorgan rechnungshof abschaffen, damit weitergewurschtelt werden kann. letztlich sind dann ja ohnehin die kleinen bauern in den tälern die geschnapsten!

    Meindl vor 10 Monaten

    Kuenz und Mayerl haben auch nicht den Bericht kritisiert sondern nur die billigen Ansagen von Blanik.

fb vor 10 Monaten

Aus dem Artikel: Ich lese von Kritik des RH, nicht an den Bauern sondern an den Funktionären. Was sagen die Funktionäre dazu? Macht der RH auch Bauernbashing?

Man sollte die Funktionen, die die LWK für die Bauern anstelle des Landes(?) übernimmt doch einmal unter heutiger Sachlage anschauen? Wenn das gerechtfertig erscheint dann soll man das verteidigen. Einfach mit Justamentstatement "Solange wir was zu sagen haben" zu agieren, fordert doch heraus, dass man sich wünscht dass diese Funktionäre nichts mehr zu sagen haben.

Talpa vor 10 Monaten

Die Landwirschaftskammer finanziell aushungern? Die Kammer verdient doch hervorragend mit den zwangsweise eingehobenen Umlagen ihrer Mitglieder! Die Argumentation der beiden ist schwer nachzuvollziehender Schwachsinn! Die Zahlen sprechen für sich.

    Meindl vor 10 Monaten

    so finanzieren sich Kammern, über Mitgliedsbeiträge. Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer und die Landwirtschaftskammer. Aber Talpa, danke für deinen wertvollen Beitrag.