Land zahlt mit Auflagen 300.000 Euro an TVBO

Wie erwartet fließt Extra-Tourismusgeld, verbunden mit der Forderung nach Kooperation.

Unter Vorsitz von Tourismusreferent LH Günther Platter hat das Kuratorium des Tiroler Tourismusförderungsfonds in seiner gestrigen Sitzung – wie erwartet – eine außerordentliche Marketingunterstützung in Höhe von 300.000 Euro für Osttirol beschlossen. „Ein starker Marktauftritt des Bezirkes Lienz, welcher zweifellos spezifischen Herausforderungen unterliegt, ist mir wichtig!“, betont Platter.

Der Landeshauptmann bindet die Unterstützung – wie bereits bei der Eröffnung des neuen Lienzer TVBO-Hauptquartiers artikuliert – an konkrete Erwartungen: „Marketing ist die Kernaufgabe eines Tourismusverbandes und muss von allen 34 Verbänden grundsätzlich aus dem Verbandsbudget heraus bestritten werden. Es gibt daher generell keine pauschalen Jahreszuwendungen für Tiroler Tourismusverbände. Ich bin aber gerne bereit, den Tourismus in Osttirol aufgrund der besonderen Situation auch weiterhin nach Kräften zu unterstützen, wenn entsprechend abgestimmte Projekte, hinter denen die Region geschlossen steht, umgesetzt werden.“

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Ein offenes Ohr für Extrawünsche von TVBO-Obmann Franz Theurl (Mitte) hat Landeshauptmann Günther Platter künftig nur noch dann, wenn auch Tiroler-Werber Joe Margreiter (links) in Sonderprojekte eingebunden ist. Foto: Expa/Groder

Zukünftige Fördergelder für Osttirol könnten laut Platter dann lukriert werden, wenn es sich um vorher mit der Tirol Werbung akkordierte gemeinsame Sondermaßnahmen oder Schwerpunktprojekte handle, wenn das Projekt in Abstimmung mit der Tirol Werbung abgerechnet und belegt werde und auch das Tirol Logo entsprechende Einbindung finde.

Platter betont die Bedeutung einer rundum abgestimmten Vorgehensweise: „Die Debatte zum Nationalparkjubiläum hat gezeigt, dass hier manche touristischen Potenziale noch nicht gehoben wurden. Auch hier haben wir auf Wunsch der Osttiroler Tourismusverantwortlichen für die bessere touristische Vermarktung des Nationalparks eine zusätzliche Stelle geschaffen. Eine Verschränkung der Marketingkräfte des Tourismusverbandes Osttirol, der Tirol Werbung, des Nationalparks und anderer starker Leistungsträger im Bezirk ist jedoch unabdingbar, um starke Präsenz auf den Märkten zu entfalten!“

Man werde sich sehr genau anschauen, ob das Zusammenspiel der Kräfte funktioniere. „Unter diesen Voraussetzungen bin ich gerne für weitere Unterstützungsimpulse offen.“

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16 Postings bisher
DEMI vor 12 Monaten

@fb weil Werbekooperation mit Schulz in der Regel funkitioniert!!

    fb vor 12 Monaten

    das möchte ich nicht bestreiten, habe auch nichts dagegen aber trotzdem: Wie kann das Land SCHULTZ als Bedingung nennen? Erinnert schon an SWITAK.

    Aber nochmals - das ist geschrieben im Zusammenhang des Zitats Theurl

fb vor 12 Monaten

Interessante Aussage: (zitiert aus TT) "Theurl verweist jetzt darauf, dass Stehle im vorigen Winter beim Nachtslalom in Schladming auf Platz 2 gefahren sei. Missfallen erregte auch, dass Martha Schultz das Sponsoring eingefädelt hat. Theurl dazu: „Die Budgetvorgaben vom Land sehen unbedingte Kooperationen mit der Schulz-Gruppe vor“.

Wegen Sponsoring STEHLE: Grundsätzlich ist zu überlegen, welche Zielgruppe STEHLE ansprechen kann. Als Bundesdeutscher wahrscheinlich mehr als ein, wenn auch mehr erfolgreicher Osttiroler Sportler. Da wird dann wohl das Interesse von Frau Schultz wirksam gewesen sein.

Zu hinterfragen wäre wohl wieweit Budgetvorgaben seitens das Landes dezitiert Kooperationen mit Schultz forden dürfen, welche Interessen stehen da dahinter? Diese Frage stellt sich auf Grund der Ausführung von Franz Theurl.

Aurelius vor 12 Monaten

Meiner Meinung nach, wäre ein frischer Wind im TVB und in der Osttirol Werbung unbedingt notwendig. Leider gibt es zu wenig Persönlichkeiten wie Josef Schett im TVB, die tatsächlich etwas für die Allgemeinheit erreichen wollen. Ausschusssitzungen wo weitreichende Entscheidungen abgesprochen werden, werden laut Insidern auch keine abgehalten. Bei Theurl erweckt es den Anschein, als würde er sich speziell über seine Radsport Projekte persönlich profilieren wollen. Wenn man dann von einer Vergabe über € 25.000,- Sponsorgeld an einen "chronisch erfolglosen Skirennläufer aus Deutschland" - wie es Josef Schett vollkommen richtig bezeichnet hat - hört, dann hinterfragt man auch als Unternehmer seine Tourisumsabgabe verständlicherweise. Wenn Herr Theurl schon die Deutschen Gäste über ein Engagment als Kopfsponsor eines Athleten erreichen will, dann sollte er doch bitte in eine Wintersportart investieren, welche unsere Nachbarn auch interessiert. Skisport interessiert dort leider nicht einmal ansatzweise so viele Personen wie beispielsweise Biathlon. Für das Sponsoring eines Simon Eders, der international durch seine Schießkünste zu den bekanntesten und beliebtesten Athleten im Biathlon zählt, hätte ich auch Verständnis, er würde uns werbetechnisch sicher viel bringen. Jetzt bin ich aber gespannt, wie das größenwahnsinnige Projekt bezüglich einer Partnerschaft mit dem Bora Hansgrohe Radteam ausgeht. Für drei Trainingslager (dessen Kosten Osttirol zu tragen hat - ca 40 Personen insgesamt 6 Wochen in Besten Hotels - kann sich jeder selber ausrechnen) und einen kleinen Schriftzug an den Fahrzeugen sollten schon einige Euros fließen. Irrsinnig meiner Meinung nach!

    Nudlsuppe vor 12 Monaten

    Der Wind in der Osttirol Werbung mit Eva Haselsteiner passt so bestens. Seit Frau Haselsteiner die Arbeit übernommen hat, fühlen sich die Privatzimmervermieter auch wieder mit einbezogen. Herr Theurl und Frau Nussbaumer Barbara gehören meiner Meinung weg. Beide sind an Selbstherrlichkeit kaum zu überbieten. Eva Haselsteiner sollen sie arbeiten lassen. Aber so ist es - sobald jemand einen Erfolg aufzuweisen hat, kommt der Neid und dann muß diese Person weg. Sonst sieht man ja vielleicht das man selber nicht so viel "aus die Stauden" bringt.

    Hof104 vor 12 Monaten

    Kleine Korrektur! In der Osttirolwerbung ist bereits im Jahre 2014 neuer Wind eingekehrt, wie die Tourismuszahlen eindeutig belegen. 2013 erklärte Frau Nussbaumer, die Geschäftsführerin des TVBO nicht mehr für beide Aufgabenbereiche (TVBO und OW) zuständig sein zu wollen und zu können, denn es gehe ihr um die Erledigung eines guten Jobs. Interessant ist der Bericht aus der "Kleinen Zeitung" vom 04. Oktober 2013 ZITAT: "In der jüngsten Aufsichtsratssitzung des TVBO wurde über Nussbaumers Plan diskutiert und eine neue Aufgabenverteilung festgelegt. Dazu Theurl: "Mit 1. Jänner 2014 wird es zur Trennung der beiden Aufgabenfelder im Tourismusverband und Osttirol- Werbung kommen. Nussbaumer bleibt Geschäftsführerin im TVBO, die Stelle für das Marketing wird neu ausgeschrieben." Damit werde auch die vierte Abteilung im TVBO besetzt sein. Für die Infrastruktur- ist Otto Trauner, für die Finanzen- Bernhard Dobernik, für die Infoabteilung und Geschäftsführung wird Nussbaumer zuständig sein." Frau Mag² Eva Haselsteiner übernahm mit Jänner 2014 die Geschäftsführung der OW und brachte mit ihrem Know How, ihrem Fachwissen und mit ihrer Praxiserfahrung (acht Jahre Hotelerie in der Grazer Innenstadt) den sprichwörtlichen frischen Wind den Verband. Ein Plus von 8% in den letzten zwei Jahren spricht für ihre gezielte Arbeit in der Region.

      fb vor 12 Monaten

      @ Hof104: braver (Insider)Kommentar, aber meiner Meinung nach ursächlich falsch. Richtig ist, dass man Gutes von Frau Haselsteiner hört, allerdings aus dem Hintergrund, weil offiziell tritt Sie, warum auch immer, kaum in Erscheinung.

      Aber, in Umkehrung der Aussage: Falls im nächsten Jahr ein Minus kommt, hätte sie dann schlecht gearbeitet?

      Also die Realität ist schon etwas differenzierter und komplexer.

      Nudlsuppe vor 12 Monaten

      100% Zustimmung!!!!

      Nudlsuppe vor 12 Monaten

      @fb: Frau Haselsteiner trifft man eben bei den Privatzimmervermietern!! Es wurden in den letzten 2 Jahren viele Schulungen und Treffen organisiert mit den Privatzimmervermietern - bei den meisten Veranstaltungen trifft man Frau Haselsteiner an. Eben dort wo man Frau Nussbaumer oder Franz Theurl selten bis nie sieht. Seit Frau Haselsteiner in der Osttirolwerbung tätig ist geht es eben mit den kleinen aufwärts. Und wir hoffen das es auch so bleibt. Unsere Stimme hat sie!

      dazu folgendes vor 12 Monaten

      frischer wind ist definitiv immer gut, vor allem wenn dieser von einer praxiserfahrenen Touristikerin (von denen es ja im TVB (Vorstand und Aufsichtsrat) und den Teilorganisationen nicht allzu viele gibt....) ausgeht.

      dennoch sollte man schon bedenken, dass die Nächtigungszuwäche (ganz im Ö-Trend) doch hauptsächlich seinen Ursprung in den unsicheren Konkurrenzmärkten (Tunesien, Ägypten, Türkei) hat.

bald vor 12 Monaten

Das Nationalparkmarketing mit der neuen, eigentlich engagierten Mitarbeiterin, ist auch so eine Geschichte: Vom Landeshauptmann gut gemeint und auch in der Region grundsätzlich sehr positiv aufgenommen, läuft da schon wieder einiges schief!

Wirtschaftsbund- und Seilbahnchef Franz Hörl, einer der Top-Touristiker dieses Landes hat absolut recht: Die neue Marketingdame gehört - wie in Salzburg und Kärnten - auf dieselbe Augenhöhe mit dem Nationalparkdirektor, wie in Salzburg und Kärnten! Solange das nicht so ist, und auch eine enge Kooperation mit der Osttirol Werbung nicht stattfindet, verpufft das alles völlig wirkungslos im Sand...

DEMI vor 12 Monaten

Also herunter vom Hohen Ross lieber Franz und Co und zamarbeiten!! Es ist schon traurig genug das uns die Nordtiroler hin und wieder vergessen, aber das wir vergessen das wir zu Tirol gehören und uns als Tiroler a fühlen sollten ist noch viel blöder, besonders wenn man immer wieder a Geld braucht. Und wer weiß vielleicht gelingt´s ja der Tirolwerbung den NP so zu verkaufen wie es die Salzburger schon eine Weile vormachen.

bergfex vor 12 Monaten

Darf man auch erfahren , wie-viel unnötiges "Sponsorgeld" nach Deutschland geht ?? Hätten wir in Osttirol keine Sportler , die das Geld wert wären?

mischmaschin vor 12 Monaten

Dank dem Dr. Föger, der aufgrund der vielfachen Bitten und Darlegungen strategisch eingefädelt hat, dass die OW endlich in den Gesamtverband integriert wird und der TVBO mehr Marketingmittel einsetzt. Dank jenen, die mit ihren bitten und Darlegungen nach Innsbruck gefahren sind und hartnäckig drauf geblieben sind. Und das waren ganz sicher nicht der Obmann und der AR-Vorsitzende!

    Alter Schwede vor 12 Monaten

    Meinst damit den Kuenz? Ist das nicht der, der die Auflösung der Osttirol Werbung nach 25 Jahren erfolgreicher Arbeit in Innsbruck so massiv betrieben hat, weil er in dieser selbst nichts zu melden hat? Ist das der, der die Eva Haselsteiner weghaben will, weil sie die einzige ist, die in Osttirol etwas für die Täler weiterbringt, wo es noch echten Aufenthaltstourismus gibt, den z.B. ein Dölsacher Spirituosenerzeuger schon lange nicht mehr kennt? Seit Kuenz „Osttirol“ in Innsbruck „vertritt“, gibts jedes Jahr große Probleme mit Marketingbeiträgen für die Osttirol Werbung!

    Wenn diese aufgelöst ist, wird der TVB Osttirol gar nichts mehr vom Land bekommen, dann haben Kuenz und die von ihm so gut vertretenen Nordtiroler endlich gewonnen...

      senf vor 12 Monaten

      ach, alter schwede, das ich traue das dem kuenz nicht zu, es ist einfach die logik. die OW ist das überbleibsel der ehemaligen werbegemeinschaft (heinzle, rogl, obwexer) aller osttiroler tvb`s . nach fusionierung der regionalverbände zum tvb-osttiro braucht es die OW als eigene rechtsperson nicht mehr, sie wurde nun logischerweise und endlich als merketingabteilung in den TVB-osttirol eingegliedert. frau haselsteiner verliert den job als geschäftsführerin und wird nun marketingleiterin. frau haselsteiner ist neben krösslhuber, michor fachlich die fähigste und kompetenteste person für diese aufgabe und wird das auch in zukunft sein. falls man sie arbeiten lässt und auf sie hört!

      alter schwede, deine these, „zukünftig kein geld mehr von land“ ist panikmache. wenn begründeter und projektbezogener bedarf besteht, wird das land den bezirk weiterhin begünstigen. dazu braucht es keinen kuenz, meierl, oder schett oder köll. Die tourismusabteilung des landes reicht neben dem wort des LH. demi@ hier im forum hat es kapiert. zur ergänzung des postings von bald@ könnte ich mir vorstellen, das nationalparkmarketing auf die kooperationsebene der TW und der marketingabteilung des TVB-osttirol zu setzen. als persönlich beauftragte des LH wird frau gutternig dort rechenschaft ablegen müssen. ganz so unrecht hat hörli nicht.

      das helmsponsoring von stehle ist ok. einem jung-skitalent aus deutschland wird man in unserem urlauberherkunftsland mehr aufmerksamkeit schenken, wenn er sich nach vorne arbeitet und etwas glück hat. sponsoring birgt auch z. bsp. für die raika, audi oder redbull großes risiko. verträge werden vor rennsaisonsbeginn vereinbart, der erfolg tritt erst später oder gar nicht ein (verletzungen, mißerfolge …). aurelius@ sei nicht so kleinlich, sponsoring bei biathlon birgt dasselbe risiko! was mich an der sache ärgert ist die halbierung des sponsoringbeitrages in zwei tranchen (je 12.500,--) um damit offensichtlich dem aufsichtsratsbeschluss zu umgehen und damit die diskussionen mit schett, defregger und co. zu meiden. auf diese art dürfte in vergangenheit eventuell auch der radsport, der langlauf oder das weihnachtliche damenweltcuprennen profitiert haben. aber wen juckt`s?